Afrika zu Fuß: Die besten Wanderreisen, Trekking-Ziele und Routen

Update Oktober 2020: Ich habe zu den meisten Ländern die aktuellen Einreisebedingungen kurz angegeben und ob die Grenzen überhaupt für touristischen Reiseverkehr geöffnet sind. Frage bitte unbedingt vorher die genauen Konditionen auf den offiziellen Länderseiten deines Ziellandes ab!

Wandern ist augenblicklich ja schwer angesagt, und so recht weiß ich nicht, warum das so ist. Ich jedenfalls liebe wandern sehr, und weil dieser Reiseblog ein Spezialist für eher abgelegene Gebiete ist, werde ich im folgenden Beitrag Optionen für Wanderungen, Trekkings, oder mehrtägige Wander-Safaris in Afrika aufzeigen (welche ich selbst noch nicht gemacht habe, die meisten Länder oder hier beschriebenen Regionen/Nationalparks aber kenne).

Weil Rheinhessen und der Harz ja ganz nett sind zum Wandern, aber vielleicht sucht der eine oder die andere auch mal etwas spannendes, ein Wandergebiet für Fernreisende. Also, Afrika zu Fuß, für Wanderungen, für mehrtägige Trekkingreisen, durch Nationalparks und Schutzgebiete, über die höchsten Gipfeln des Kontinents und wie man dort hinauf kommt. 

Hier liest du meine Tipps für die zehn schönsten Nationalparks in Afrika, das ist für Pauschalreisen als auch für Selbstfahrer gedacht. Die folgenden Tipps lassen sich alle entweder bei europäischen spezialisierten Anbietern buchen, oder vor Ort bei den lokalen Reiseagenturen bzw. Tour Providern.

Das sind meine vollkommen subjektiv ausgewählten Trekking-Touren, Wanderungen und Walking Safaris im südlichen und östlichen Afrika. Wie immer gilt: Safaris sind für Naturliebhaber und Wildlife-Fotografen, nicht für Trophäenjäger und andere armselige Typen. (Stop Trophy Hunting Now!). Hier meine Top Ten, die Reihenfolge ist keine Wertung:

  1. Kilimanjaro, Tansania
  2. Gorilla Trekking Uganda, Rwanda, Virunga
  3. Walking Safari Madikwe GR, Südafrika
  4. Trekking in Äthiopien: Bale und Simien Mountains
  5. Schimpansen Trekking Kibale Forest, Uganda
  6. Mount Meru und Arusha NP, Tansania
  7. Mount Kenya, Kenia
  8. Fish River Trail, Fish River Canyon, Namibia
  9. Walking Safari Tuli Block, Botswana
  10. Hiking in der Mutinondo Wilderness, Sambia

Kilimanjaro und Kilimanjaro National Park, Tansania.

Der Kilimanjaro (auf Deutsch: Kilimandscharo) ist mehr als ein Berg. Dieser Berg ist Einzigartig, und vereint in sich gleich mehrere Rekorde und montane Zuordnungen: Der Kili ist mit 5895 m Höhe der höchste Gipfel Afrikas und somit Teil der Seven Summits, den sieben höchsten Bergen eines jeden Kontinents. Er ist der höchste alleinstehende Berg des Planeten, der höchste besteigbare Vulkan, ein Fast-Sechstausender, den auch Nicht-Bergsteiger im nicht-alpinen Stil erklimmen können.

Sein Anblick ist tatsächlich fabelhaft: Man steht in der tansanischen, eher flachen Buschlandschaft, und da ragt dieser riesige Felsblock alleine und einzeln wie ein gigantisches, notgelandetes Raumschiff aus der Ebene heraus. Sehr faszinierend ist auch die Flora, die um und auf dem Bergmassiv zu finden ist – diese ist ebenfalls sehr speziell und einzigartig, und nur dort, weil es den Kili und die entsprechende Höhe gibt.

Das Hochland von Tansania ist so oder so eine der schönsten Gegenden der Welt, und bietet neben dem Kili noch den vierthöchsten Berg Afrikas in unmittelbarer Nähe, den Mount Meru. Zudem ist es nicht weit in die wunderbaren Nationalparks des Landes, in die Serengeti, nach Tarangire oder zum Manyara See. Für die Besteigung des Kilimanjaro musst du mit fünf bis sieben Tagen Dauer rechnen. Nicht jeder wird, wie der berühmte Fotograf und Bergsteiger Galen Rowell, den Kili an einem Tag bewältigen, also inklusive dem Abstieg!

Es gibt um die zehn Routen, welche auf den Gipfel führen, die populärsten davon sind die Machame-Route, die Marangu-Route sowie die Lemosho-Route. Diese Strecken sind für Touristen soweit ausgebaut, dass es an den Übernachtungsplätzen z.B. Toilettenhäuschen gibt. Übernachtet wird in Zelten, das Expeditionsgepäck tragen örtliche Träger, Porter genannt. Du musst selbst also nur einen kleinen Tagesrucksack tragen. Die Besteigung des Kili ist super gut organisiert, hier wird kein Neuland mehr betreten, die Agenturen vor Ort wissen, wie das alles funktioniert. 

  • Zeitraum: 5-7 Tage
  • Kosten: um die 1000 US-Dollar pro Person
  • Ausgangspunkt: Moshi, Tansania
  • Organisationsaufwand: gering. Flug buchen, Trek buchen, los gehts. Außer der vorhandenen persönlichen Fitness muss man nichts vorbereiten.
  • Internationaler Flughafen: Kilimanjaro International, Tansania; IATA Code: JRO. Visum ist on arrival erhältlich, 50 US Dollar.
  • Corona-Update: Nach Tansania kann man von Deutschland, der Schweiz oder Österreich momentan, im Oktober 2020 durchaus reisen. KLM fliegt direkt nach Kilimanjaro Airport im Norden Tansanias, direkt ab Amsterdam Schiphol, Prüfe bitte vorab die Einreisebedingungen Tansanias und ob ein PCR-Test oder ähnliches für die Einreise benötigt wird, was die Quarantänebedingungen sind etc. Ebenso ist zu prüfen wie die Feuer an den Hängen des Bergs die Besteigung erschwert oder anderweitig beeinflusst haben.
Little Animals Safari: Tree Squirrel
Sieht man oft an den Campingplätzen im südlichen Afrika: Afrikanisches Baumhörnchen.

Gorilla Trekking in Uganda, Ruanda, Kongo

Für mich eine der wirklich klassischen Optionen, in Afrika zu wandern und zu Fuß durch Nationalparks zu laufen ist ein Besuch der Berggorillas im Osten Afrikas. Die Berggorillas in den Virunga-Bergen sind in vier Nationalparks in drei Ländern zu besuchen. Deshalb habe ich das Gorilla-Trekking als generischen Wanderung hier in die Liste mit aufgenommen. Die Berggorillas (Gorilla beringei beringei) sind in den folgenden vier Nationalparks anzutreffen: 

  • Bwindi Impenetrable, Uganda 
  • Mgahinga in Uganda
  • Parc National de Volcans in Ruanda
  • Virunga NP in der DR Kongo.

Die letzten drei Schutzgebiete bilden ein zusammenhängendes Ökosystem, welches sich über die Ländergrenzen erstreckt. Bwindi ist etwas abgelegen und schützt eine andere Berggorilla-Population. Für alle Schutzgebiete bzw. Wanderungen zu den Gorillas gilt: Es sind eintägige Wanderungen. Es wird nicht bei den Gorillas übernachtet oder ähnliches, sondern es geht nach maximal einer Stunde Kontakt zu den Menschenaffen wieder zurück in die Ausgangsbasis.

Pro Wanderung muss man ein sogenanntes Permit kaufen, welches für den Trek in Richtung der Gorillafamilien berechtigt, aber auch nicht garantiert, dass man sie antrifft. Dieses Permit kostet in Rwanda 1500 Dollar pro Person, in Uganda sind es 600 US-Dollar. Das Wandern im Regenwald ist je nach Wetter mehr oder weniger anstrengend, auf bergigen Gelände, bei weichem Geläuf geht man bis zu drei Stunden, bevor man auf die Gorillas trifft. Man sollte also eher sehr leichte Trekkingschuhe tragen, keine Wanderstiefel. Wenn es regnet oder Regenzeit ist, sollten die Schuhe wasserdicht sein. Von kurzen Hosen rate ich ab, da man sich doch durch sehr dichten Busch bewegt. Ich würde mir vernünftige Trekkinghosen zulegen! (Affiliatelinks)

  • Dauer: Tageswanderung
  • Kosten: Gorilla Permit in Uganda 600 US Dollar, in Ruanda 1500 Dollar, in Virunga/Kongo sind es 400 Dollar. Dazu kommen die Kosten für Unterkunft, Anfahrt, Verpflegung, Trinkgelder
  • Ausgangspunkt: Kisoro, Uganda für Bwindi und Mgahinga; Goma und Kigali für den Kongo und Ruanda. Nach Virunga reist man am besten auch ab Kigali und überquert dann von Ruanda aus kommend die Grenze.
  • Internationaler Flughafen: Uganda: Entebbe; Ruanda: Kigali, DR Kongo: Kigali.
  • Uganda Corona-Update: Ab dem 3. Oktober 2020 hat Uganda die Landesgrenzen als auch den internationalen Flughafen von Entebbe wieder eröffnet und lädt Touristen wieder ein, das Land zu besuchen. Bitte prüft vorab, wie die Einreisebestimmungen sind, ob man in Quarantäne muss bei Einreise und nach der Rückreise etc.

Walking Safari Madikwe Game Reserve, Südafrika

Ich wollte für diese Liste der besten Trekkingtouren in Afrika nicht nur schwierige Destinationen und Routen auswählen, sondern auch mal ein leicht zu erreichendes Reiseziel. Das Madikwe Game Reserve zählt zu diesen Zielen. Es ist in nur vier Stunden Autofahrt (auf Asphaltpiste) vom internationalen Flughafen Johannesburg aus zu erreichen. Zudem wirbt Madikwe, welches ein privates Game Reserve ist damit, dass es dort keine Malaria gibt.

Sehr praktisch, um dieses Thema braucht man sich also schon mal nicht kümmern. Ich war bereits selbst in Madikwe, es ist ein ganz hervorragend geführtes Schutzgebiet, mit tollen Lodges, sehr netten Menschen die dort arbeiten, und einer tollen Vielfalt an Tieren. Die Walking Safaris in Madikwe kann man sich quasi selbst zusammenstellen, und von Lodge zu Lodge laufen. Oder einen klassischen Safari Game Drive mit einer halbtägigen Wanderung kombinieren.

Wandern dort ist sehr einfach, die Gegend ist flach, der Boden ist typisches afrikanisches Buschland (“veld” sagt man dazu in Südafrika). Also robuste Wanderschuhe aber keine Bergstiefel, kurze Hosen, Halstuch, Hut. An Tieren gibt es neben fast vierhundert Vogelarten Elefanten, Nashörner, Löwen, Geparden, viele Zebras. Die eigentliche Sensation des Parks sind aber die Afrikanischen Wildhunde – glücklich wer diese seltenen Tieren antreffen darf. Die Wanderungen werden natürlich nur mit erfahrenen Rangern durchgeführt, und es sei an dieser Stelle erwähnt: Die gefährlichsten Tiere sind nicht die Löwen. Eher die Elefanten…

  • Kosten: Tageskosten bzw. der Eintritt in den Park sind momentan 180 südafrikanische Rand pro Person pro Tag, ca. zehn Euro. Dazu kommen die Übernachtungen in den Lodges, da ist Madikwe eher teuer, ab 100 Euro pro Person pro Nacht gibt es manchmal schon etwas.
  • Zeitraum: ganzjährig, die Walking Safaris ab einem bis drei Tage
  • Ausgangspunkt: Johannesburg. Madikwe ist in der Region Nordwesten, in der Nähe von Sun City.
  • Schwierigkeitsgrad: Extrem einfache Anreise, man braucht keinen 4×4 um nach Madikwe zu fahren!
  • Internationaler Flughafen: Johannesburg, Südafrika
  • Südafrika hat im Rahmen der Corona-Pandemie Deutschland, Österreich als auch die Schweiz als Risikoländer („high risk“) eingestuft, eine Einreise ist also im Oktober 2020 für Reisende aus dieser Länderkategorie nicht möglich. Ansonsten sind die Grenzen als auch die internationalen Flughäfen für reisende aus low risk oder medium risk Ländern wieder geöffnet.
Die besten Walking Safaris Afrikas
Trekking in Afrika

Trekking in Äthiopien: Bale Mountains und Simien Mountains

Ich habe diese beiden Zielgebiete zusammengefasst, weil beide in Äthiopien sind, ansonsten haben sie aber wenig gemeinsam. Das leichter zu bereisende Gebiet sind die Simien Berge im Norden des Landes. Hier gibt es eine touristische Infrastruktur, man kann sein Gepäck bei den Reiseanbietern deponieren und mit leichtem Gepäck in die Berge stiefeln. Es gibt Guides und Träger, und man kann auch Esel anheuern und die tragen dein Gepäck und die Zelte und Essen. Dauer der Trekkings in Simien ist ab drei Tagen. Man kann diese Trips auch recht kurzfristig vor Ort buchen.

  • Kosten: drei Tage um die 300 US Dollar
  • Ausgangspunkt: Gonder
  • Schwierigkeitsgrad: Mittel. Die Simien Berge sind touristisch gut erschlossen, nach Gonder kommt man per Inlandsflug
  • Internationaler Flughafen: Addis Abeba

Die Bale Mountains im Süden von Äthiopien sind da noch mal ein ganz anderes Kaliber. Diese Gegend ist schon recht abgelegen. Trekkings sind jedoch möglich, die meisten Touranbieter fahren ab Addis mit dem Auto in das Schutzgebiet. Alles muss mitgebracht werden, und die Infrastruktur ist deutlich weniger ausgebaut als in den Simien Bergen. Das besondere an diesen diesen bis zu 4400 m hohen Bergen ist Flora und Fauna. Der äthiopische Wolf ist nur hier anzutreffen, es gibt Steinböcke, Gelada-Paviane und Bartgeier, mit Glück sieht man auch mal einen Leoparden. Klima und Wetter sind deutlich montan, nachts wird es kalt. Wer in die Bale-Mountains fährt kann dadurch lokale Projekte, Guides, Träger als auch das Schutzprojekt des äthiopischen Wolfs der Frankfurter Zoologischen Gesellschaft unterstützen. 

  • Kosten: auf Anfrage
  • Anreise: Die meisten Tourveranstalter reisen ab Addis mit dem Auto an
  • Ausgangspunkt und internationaler Flughafen: Addis Abeba
Trekking und Wandern in Afrika
Trekking und Wandern in Afrika: Die schönsten Routen in Afrika

Schimpansen Trekking: Kibale Forest Uganda und Mahale und Gombe Stream in Tansania

Jane Goodall hat, glaube ich, gesagt, dass die meisten Menschen gerne wie Gorillas sein würden: Stark, ruhig und friedfertig, sozial und Pflanzenfresser. Statt dessen aber stellen  sie dann fest, dass sie eher wie Schimpansen sind: Klein und aggressiv, laut, chaotisch, andere Affen und Tiere jagend und essend. Oben habe ich beschrieben, wie man zu den Berggorillas in Ostafrika trekken kann, und weil dies ein Reiseblog des Ausgleichs und der Harmonie ist, muss eine Empfehlung zum Aufsuchen der Schimpansen folgen.

Es gibt in Afrika drei Orte, wo man unsere nächsten Artverwandten antreffen kann und und wo es habituierte Gruppen bzw. Familienverbände gibt, denen der Besuch von Menschen nichts ausmacht. Diese drei Schutzgebiete sind der Kibale Forest im Westen von Uganda, und die beiden Nationalparks Mahale und Gombe Stream am Tanganyika-See im Westen von Tansania.

In Kibale ist es eher ein Tagesausflug zu den Schimpansen, und der Park ist auch relativ leicht erreichen mit einem Fahrzeug. Oft wird Kibale mit einer Safari in die bedeutendsten ugandischen Nationalparks Queen Elisabeth NP und Murchison Falls NP kombiniert, denn Kibale liegt quasi zwischen den beiden großen Schutzgebieten.

In die tansanischen Rückzugsgebiete der Schimpansen am Ufer des Tanganyika Sees zu reisen ist schon sehr viel aufwändiger, und teurer.  Zudem sind die Parkgebühren in z.B. Gombe mit 100 Dollar pro Person pro Tag sehr hoch. Wenn man einen ganzen Tag durch den Urwald dort streifen möchte, muss man drei Tage lang dort sein, wobei zwei dieser drei Tage Reisetage sind. Von Kigoma nimmt man ein Boot, um den Park zu erreichen, Kosten um die 200 Dollar. Da ist die Anreise nach Kibale in Uganda schon sehr viel weniger komplex. 

In Kibale kann es sein, dass man bis zu 5 Stunden durch den Wald laufen muss, um die Schimpansen anzutreffen. Ohne Garantie natürlich, dass dies geschehen wird! 

  • Kosten: siehe Text. Kibale ist die preiswerteste Option, wer Schimpansen in freier Wildbahn treffen möchte
  • Ausgangspunkte: Kibale: Fort Portal, Uganda. Gombe Stream, Tansania: Kigali, Mahale NP: Mpanda. Anreise in den Park auch nur per Boot!
  • Schwierigkeitsgrad: Das Trekking ist einfach, die Anreise in Tansania eher beschwerlich und nichts für Anfänger.
  • Kosten: In Tansania recht hoch, Uganda adäquat.
  • Internationaler Flughafen: Uganda: Entebbe. Tansania: Dar es Salaam.

Trekking und Wandern in Afrika

Besteigung des Mount Meru, Walking Safari im Arusha Nationalpark, Norden von Tansania

Der Mount Meru in Tansania ist mit 4566 m Höhe nach dem Kilimandscharo, dem Mount Kenya und dem Ngaliema/Mount Stanley der vierthöchste Berg Afrikas. Der Meru ist vom Kili ca. 70km entfernt, und von dessen Gipfel an klaren Tagen sehr gut zu sehen. Für viele Bergsteiger ist der Trip auf den Meru eine gute Vorbereitung für den Kili. Man kann den Meru in drei/vier Tagen besteigen, es braucht keine alpinen Kenntnisse. Auf dem Weg zum Gipfel des Meru gibt es Schutzhütten und Toiletten, und die Veranstalter (tour provider) in Arusha oder Moshi sind erfahren, diesen Trip auch kurzfristig durchzuführen.

Um den Meru herum liegt der sehr malerische, sehr unterschätzte Arusha -Nationalpark. Man kann in diesem feinen Park auch sehr schöne Walking Safaris unternehmen, und muss an gefährlichen Tieren nur die Büffel im Auge behalten, Löwen gibt es dort keine. Im Arusha Nationalpark, und das macht ihn so besonders, gibt es sehr unterschiedliche Naturräume in einem sehr kleinen Gebiet: Montanwald an den Hängen des Meru, Regenwald, sowie eine kleine Savanne und ein Gebiet mehrerer kleiner Seen. Von Flusspferd über Giraffe und Zebra bis zu Kolobusaffen geht also die Bandbreite der Tierwelt. Es war im Arusha NP, wo ich einen Leopard als auch einen Serval am helllichten Tag gesehen habe, das ist schon speziell. 

  • Kosten: Dreitägige Besteigung des Mount Meru, mit Guide und Träger, um die 400 Dollar.
  • Ausgangspunkt: Arusha, Tansania
  • Schwierigkeitsgrad: Eigentlich einfach. Anreise in den Norden Tansanias ist problemlos, vom Flughafen fährt man vielleicht eine Stunde zum Park. Lodges und Unterkünfte gibt es von einfach bis Luxus.
  • Internationaler Flughafen: Kilimanjaro International
Mount Meru Tansania: Panorama des vierthöchsten Berges Afrikas
Mount Meru Tansania

Trekking und Wanderungen Mount Kenya, Kenia. 

Der Berg, welcher dem Land den Namen gibt. Oder umgekehrt?! Das Bergmassiv des Mount Kenya ragt mit 5199 m aus der afrikanischen Steppe hervor und ist, wie der Kili oder der Meru, ein einzigartiger montaner Lebensraum mit endemischen Pflanzen und Tieren. Die Besteigung der beiden höheren Gipfel des Massivs, des Nelion (5.188 Meter) und des Batian (5.199 Meter) erfordert tatsächlich alpines Bergsteigen mit allem Drum und Dran und ist demnach eher nichts für eine Trekkingtour.

Der dritte Gipfel des Mount-Kenya-Massivs heißt Point Lenana, und hat eine Höhe von 4985 Metern, dieser ist im Rahmen einer Bergwanderung auch ohne alpines Klettern zu bewältigen. Die Veranstalter in der Gegend bieten von der eintägigen Tageswanderung bis zur vier- oder fünftägigen Bergtour, mit Guides und Trägern, sehr viele Varianten von Trekkingtouren an.

Ähnlich wie der Mount Meru in Tansania ist auch der Mount Kenya von einem Nationalpark umgeben, welcher alle Vegetationszonen vom Gipfel bis in die afrikanische Ebene beinhaltet. Der Mount Kenya Nationalpark hat eine Fläche von 715 qkm, es gibt dort  in der Ebene zu Fuß des Berges Elefanten, Büffel, Antilopen, und je höher man steigt, desto spezifischer werden die Tiere. 

  • Kosten: Tageswanderung um die 50/60 Dollar pro Person, eine fünf bis sechstägige Wanderung im Mount Kenya Nationalparks, mit Guide und Trägern und der Übernachtung in Zelten kostet um die 300 US Dollar pro Person.
  • Schwierigkeitsgrad: Anreise ist einfach, der Berg ist schon eher etwas für Fortgeschrittene Wanderer.
  • Ausgangspunkt: Nairobi
  • Internationaler Flughafen: Nairobi, Kenia.
  • Mehr Info: Erschöpfende Information über die Routen auf den Gipfel, die Vorbereitung, die notwendige Ausrüstung, die beste Reisezeit und wo man buchen kann: hier
  • Kenia Corona Update: Ähnlich wie in Tansania hat Kenia seine Grenzen als auch den internationalen Flughafen in Nairobi und Mombasa wieder geöffnet. Negativer Covid19 PCR-test ist vorzuzeigen. Bitte frage die genauen Konditionen für die Einreise auf den offiziellen Webseiten Kenias ab. Ähnlich wie in Südafrika werden reisende nach Herkunftsländern kategorisiert, entsprechend gibt es dann Quarantänebedingungen.

Fish River Hiking Trail, Fish River Canyon, Namibia

Der zweitgrößte Canyon des Planeten ist der Fish River Canyon im Süden Namibias. Hier hat der Fluss sich tief bis sehr tief in die trockene Wüstenerde eingegraben, und bietet zwischen April und September eine der besten Wanderungen Afrikas.

Namibia ist ein einfach zu bereisendes Land mit einer sehr guten touristischen Infrastruktur. Die Wanderungen im Canyon entlang des Fish River werden in einer Länge von 2,3 und 5 Tagen angeboten. Es gibt noch die Variante, die gesamten begehbaren 90 km Flusslauf im Canyon auf eigene Faust zu wandern, dann muss man allerdings alle Lebensmittel, Zelte, Ausrüstung etc. selbst mitbringen, und man benötigt eine Genehmigung des Umweltministeriums für das Trekking. 

  • Kosten: die fünftägige Wanderung entlang des Flusses kostet um die 1.000 Euro pro Person.
  • Anreise: Mit dem Fahrzeug ab Windhoek, Namibia anreisen. Alternativ mit Fahrzeug von Kapstadt  oder Johannesburg.
  • Schwierigkeitsgrad: Klimatisch anspruchsvoll wegen der Hitze, und man muss sein gesamtes Gepäck selbst tragen sowie in den Canyon hinabsteigen. Also eher Mittelschwer.
  • Internationaler Flughafen: Johannesburg, Windhoek, Kapstadt.
  • Namibia hat die Grenzen wieder geöffnet, der internationale Flughafen in Windhuk empfängt ebenfalls wieder internationale Flüge (Oktober 2020). Bitte frage die genauen Einreisebestimmungen auf den offiziellen Webseiten Namibias ab.

Botswana: Wandern auf dem Tuli Trail

Botswana ist ein eher untypisches Land für Wanderungen oder Trekkings in diesem Teil Afrikas. Allerdings gibt es ganz im Süden des Landes, an der Grenze zu Südafrika, das private Schutzgebiet namens Tuli-Block. Dort gibt es, meines Wissens nach, die einzige Option für eine Walking Safari in Botswana, und zwar einen dreitägigen Trek entlang des Limpopo-Flusses. Diese Wanderung findet durchgehend auf privatem Schutzgebiet statt, ist aber nicht im Luxussegment angesiedelt. Die Tierwelt hier am Fluss ist ziemlich spektakulär, es gibt Löwen und Wildhunde, also vom Feinsten. Reisetipp aus eigener Erfahrung: Checke vorab, wie der Wasserstand des Limpopo sein wird, dieser Fluss neigt zu Überflutungen

  • Kosten: Auf Anfrage bei Walk Mashatu. Die Übernachtungskosten im Mashatu Game Reserve liegen bei 350 Dollar pro Nacht, pro Person.
  • Anreise: Ich würde ab Johannesburg anreisen, das erscheint mir am einfachsten
  • Schwierigkeitsgrad: Leicht. Keine Berge, keine Schluchten, Buschland und viel Grün entlang des Flusses.
  • Internationaler Flughafen: Johannesburg, Südafrika, Gaborone, Botswana
  • Corona Update Botswana: Das Land hat seine Grenzen geschlossen, touristischer Reiseverkehr, ob über Land oder mit dem Flugzeug, ist im Oktober 2020 in Botswana nicht möglich.

Sambia: Mutinondo Wilderness – Wandern zu geerdeten Preisen

Noch mal ein authentisch abgefahrener Reisetipp für eine Wanderung in Afrika. In Sambia wurde die Walking Safari als vermarktbares touristisches Produkt quasi erfunden, von Robin Pope im South Luangwa Nationalpark. Robins Unternehmen bietet weiterhin sehr tolle Wanderungen an, aber auch zu sehr tollen Preisen.

Etwas weniger klassisch organisiert und eher was für Leute wie mich als auch die Lesenden dieses Reiseblogs ist sicherlich die Mutinondo Wilderness im zentralen Sambia. Über die Great North Road auf Höhe des Ortes Mpika kommt man dort hin, und es gibt einen fünftägigen Hike/Wanderung dort durch den Busch. (Link: hier). Tolle Landschaft, richtig schön abgelegen aber für Afrika Selbstfahrer keine unmögliche Anreise, man braucht noch nicht mal einen 4×4.

  • Kosten: Die 5-tägige Wanderung mit vier Übernachtungen und einem Guide kostet 280 Dollar insgesamt, Camping Equipment und Essen muss man selbst mitbringen und tragen.
  • Schwierigkeitsgrad: Die Wanderung ist einfach, aber Klima und Busch sind schon anstrengend, mittelschwer.
  • Anreise: Am besten mit dem eigenen Fahrzeug ab Lusaka.
  • Internationaler Flughafen: Lusaka, Sambia
  • Die Einreise nach Zambia ist auch zu Zeiten der Corona-Pandemie möglich. Ein negativer PCR-Test wird verlangt, Reisen und Safaris im Land sind wohl möglich (Stand: 20.Oktober 2020).

Weitere Tipps für die besten Wanderungen Afrikas

Beste Objektive und Kamera für Safari in Afrika
dc
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