And now for something completely different: Rom für Insider

Rom für Insider und an einem Wochenende: Tipps für den Kurztrip

Wie heisst es so schön seit dem Mittelalter: Alle Wege führen nach Rom. Vermutlich deshalb aber auch aufgrund der zahlreichen Touristenattraktionen der Hauptstadt Italiens – vom Kolosseum über das Engelsburg bis zur Peterskirche – ist die Ewige Stadt eines der am meisten besuchten und am meisten klischeebeladenen Reiseziele in Europa.

Wer also dem Klischee entkommen und im Speedsightseeing die unvermeidbaren Attraktionen wie das Forum Romanum, die angrenzenden Reste des Circus Maximus und weitere, zugegeben spektakuläre römische Ruinen schon von seiner To-do-List streichen konnte – keine Angst: In Rom gibt es noch eine Menge mehr zu entdecken.

Hier folgend ein paar Tipps für alle, die Rom nicht zum ersten Mal besuchen und etwas Zeit und Entdeckerlust mitbringen.

  • Die Katakomben von Rom

Etwas außerhalb der Stadtmauern – und ein kleines bisschen unter der Erde – findet man die Katakomben von Rom. Dieser uralte, unterirdische Friedhof, der von Christen und Juden gleichermassen genutzt wurde, ist eine der faszinierendsten Attraktionen der Stadt. Nicht zuletzt, weil keiner so richtig weiß, wie viele Personen hier wirklich begraben liegen – man schätzt, dass allein die Calixtus Katakomben auf mehr als 500.00 Tote kommen. Die Katakomben teilen sich in mehrere Gräberfelder entlang der antiken Via Appia auf, und wurden bis zum 4. Jahrhundert genutzt. Interessant und ein wenig peinlich, dass ausgerechnet unsere germanischen Vorfahren die Katakomben bei einem ihrer diversen Eroberungszügen zerstörten. Man kann sich seine Vorfahren aber leider nicht aussuchen!

Außerdem hat der Untergrund Roms durchaus auch eine künstlerische Seite. Zahlreiche Gemälde und Skulpturen schmücken die ansonsten eher düsteren und Furcht einflößenden Gänge der Katakomben.

Eine wunderbare Abwechslung zu sonst so typischen Touristenattraktionen und außerdem auch viel billiger und auf keinen Fall weniger interessant – die Katakomben kann man für freundliche 5 Euro besuchen. Anfahrt mit dem Bus 218, welcher die Calixtus als auch die Domitilla Katakomben anfährt.

  • In der Gladiatoren Schule

Während all die anderen Romtouristen dafür zahlen, um das Kolosseum zu besuchen, können nur wenige behaupten, halbwegs zu wissen, wie es sich anfühlt, ein echter Gladiator zu sein. Die Gruppo Storico Romano bietet sowohl 2 Monats-Intensivkurse als auch 1 Tages-Kurse an. Man kann also z.B. in einem Sprachkurs Italienisch lernen, und gleichzeitig ein praktisches Handwerk wie das des Gladiatoren erfahren. Kann man bestimmt irgendwann mal gebrauchen, dieses Handwerk.

Bei Storico Romano kann man viel über die Kampfstile und Trainingsmethoden der Gladiatoren lernen. Wer sich das Ganze lieber nur aus sicherer Entfernung ansieht, kann an einer Gladiator-Show mit anschließendem Dinner teilnehmen. Mit diesem Wissen kann man den nächsten Besuch im Kolosseum bestimmt noch mehr genießen.

  • Dinner in luftiger Höhe

Dinner in the Sky wird immer bekannter und ist mittlerweile schon in über 40 Ländern vertreten – und natürlich könnt ihr diese Erfahrung auch in Rom machen.

Das Konzept ist einfach – man wird an einen Sessel gegurtet, samt Tisch hoch in die Luft gehoben und genießt dort oben sein Dinner. Meiner Meinung nach eine tolle Möglichkeit, die zwei besten Dinge, die Rom zu bieten hat, zu vereinen – Ausblicke und Essen. Man muss nur schwindelfrei sein!

  • Scuba Diving lernen

Ja, richtig gelesen. Die Scuba Training Academy Roma in der italienischen Hauptstadt machts möglich. Auch wenn das Meer nicht in unmittelbarer Reichweite liegt, wird man euch hier für den Tauchgang im offenen Wasser vorbereiten. Freut euch auf ein paar verwirrte Gesichter – wenn euch jemand fragt, wo ihr das Tauchen gelernt habt, könnt ihr ganz lässig antworten: „Als ich in Rom war…“

  • Kayak auf dem Tiber

Weil Scuba Diving in den braunen Fluten des Tiber nicht so sinnvoll ist: Wie wäre es mit ein bisschen Kayaking oder Canyoning? Der Tiber fließt seit Äonen quer durch die alte Stadt. Was allerdings nicht jeder weiß: Einige Firmen bieten Schnupperkurse und Touren im Kayaking und Canyoning an – also ab in die Stromschnellen des Tibers.

Nach einem anstrengenden Tag in Katakomben, Kayak oder Tauchanzug ist es angenehm, wenn man sich entspannt in die eigenen vier Wände zurückziehen kann. Vor allem, wenn man mit Freunden in der ewigen Stadt unterwegs ist, ist ein Apartment genau das Richtige für gemütliche Abende in netter Gesellschaft und – falls ihr noch nicht müde genug seid – der perfekte Start in eine Partynacht. Rom hat nämlich einige coole Clubs im Angebot. Am Wochenende z.B. bieten sich das Coyote und das Piper an. Wenn euch unter der Woche schon nach Clubbing ist, solltet ihr donnerstags im Goa vorbeischaun – anschnallen und los und feiern wie die Römer.

Es führen nicht ohne Grund alle Wege nach Rom – die Ewige Stadt kennt keine Langeweile und kein Ausruhen, und das seit 2500 Jahren!

Anreise: Von den grossen deutschen Flughäfen sowie von Wien und Zürich mit Lufthansa, EasyJet, Swiss, Austrian und Alitalia nach Rom Fiumicino (FCO). Ryan Air fliegt den Flughafen Ciampino (CIA) an.

Vom Flughafen Ciampino fährt ein Bus bis Roma Termini (Hauptbahnhof)

Vom Flughafen Rom Fiumicino geht es mit dem Leonardo Express in die Stadtmitte Roms, ebenso nach Roma Termini.

  • Offizielle Webseite der Stadt Rom
DC Loew
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DC Loew

DC Loew ist Reiseblogger auf planetenreiter.de und berichtet von seinen Reisen im Speziellen, über das Leben und das Reisen im Allgemeinen sowie über Afrika, Lateinamerika, Safari, UNESCO Welterbestätten und naturnahes und individuelles Reisen im Besonderen. Zudem fotografiert er gerne und liebt die Exotik: Ob Offenbach oder die Osterinsel - los gehts!
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