Botswana: Khama Rhino Sanctuary – Der perfekte Zwischenstopp

Khama Rhino Sanctuary. Botswana für Selbstfahrer.

 

In Afrika tobt ein Krieg. Es ist der Krieg dummer und gieriger Menschen gegen die Nashörner und die Elefanten. Die Wilderei der Nashörner hat pandemische Ausmaße angenommen.

In Südafrika werden täglich mehrere Tiere gewildert, ihre Hörner abgeschnitten und nach China und Vietnam geschmuggelt. Dort glaubt man, das Keratin, aus dem Nasenhorn besteht, kann Krebs heilen oder das Leben verlängern.

Man könnte auch seine Fingernägel zermahlen und Essen, die sind auch aus Keratin. Mit anderen Worten: Wir lassen es zu, dass Nashörner wegen Aberglauben ausgerottet werden. Und die Elefanten für Briefbeschwerer aus Elfenbein. Hochgradiger Aberglauben einer komsumorientierten und skrupellosen neureichen Mittel- und Oberschicht generiert die Nachfrage, unterstützt von mafiösen, hochgradig korrupten Regierungsmitgliedern in Südafrika, Kenia, Mosambik, Tansania, Namibia, welche alle an der Nashornwilderei verdienen.

Botswanas letzte Nashörner hat man seit 1992 in einem kleinem Schutzgebiet im Landesinneren zentriert, unmittelbar neben einem Armeestützpunkt, in der Nähe der Stadt Serowe, dem privat geführtem Khama Rhino Sanctuary.

Das Schutzgebiet unter dem Patronat des Präsidenten von Botswana, Ian Khama, heisst Khama Rhino Sanctuary und befindet sich ca. 20 km nordwestlich der Stadt Serowe, im zentralen Botswana.

Das Schutzgebiet ist privat betrieben, eingezäunt, und bietet einige sehr schöne Campingplätze (insgesamt 22), im grünen Buschland gelegen, mit wunderbarem Baumbestand. Die Campingplätze verfügen über sogenannte Ablution Blocks, also Duschen und Toiletten, welche rustikal, aber benutzbar sind.

Camp site Khama Rhino Sanctuary Botswana
Camping Botswana: Khama Rhino Sanctuary bei Serowe, Botswana

Wahlweise kann man auch im Khama Rhino Sanctuary auch in sogenannten Chalets übernachten, kleine Bungalows mit Terrasse und Toilette und großem Außengrill, für bis zu sechs Personen. Ebenso bietet die Einrichtung ein Restaurant, welches von freundlichen Menschen betrieben, gutes afrikanisches Essen (botswanische Pizza z.B., auch gut für Vegetarier!) und Frühstück serviert.

Wenn man das Schutzgebiet in Richtung Serowe verlässt, kommt noch vor der Stadt ein großes Einkaufszentrum, mit Banken, Bankautomaten, Tankstelle, Supermarkt, Bottleshop, Café. Hier bekommt der Reisende, welcher als Selbstfahrer in Botswana unterwegs ist, eigentlich alles Notwendige. In Serowe, einem freundlichen, trubeligen Städtchen gibt es zudem Werkstätten, Toyota Händler, Busstation, Hotels, Supermärkte, Tankstellen, Krankenhaus.

 

Anreise Khama Rhino Sanctuary in Serowe

 

Zu erreichen ist das Khama Rhino Sanctuary über die Straße A14  in Richtung Paje, Letlhakane, Orapa, welche nordwestlich aus Serowe hinausführt. Der Abzweig zum Schutzgebiet ist ca. 20 km hinter Serowe. Kommt man von Süden bzw. Südafrika über die A14, muss man fast durch ganz Serowe hindurchfahren, und dann am anderen Ende der Stadt rechts abbiegen. Leider ist keine gute Ausschilderung vorhanden, aber es gibt kaum Straßen zum Verfahren!

Khama Rhino Sanctuary Botswana: Auf Safari.
Khama Rhino Sanctuary Botswana: So sehen die buschumrandeten Pfade aus.

Im Sanctuary kann man auf sandigen, gut ausgeschilderten Pisten durch dichtes Buschland auf Pirschfahrt gehen. Es gibt im Norden des eingezäunten Areals eine kleine Savanne, die Serwe Plain, und hier sieht man sie zuweilen, die letzten Breitmaulnashörner Botswanas.

Weitere Tiere im Park sind Antilopen wie Elen und Springböcke, Giraffen, und wer Glück hat, sieht einen Leoparden. Löwen gibt es keine in Khama. Für Vogelliebhaber und für Vögel ist das Schutzgebiet ein Paradies, ganz toll ist es auf den Campingplätzen, wo die Vögel aus nächster Nähe zu bewundern sind. Es gibt ca. 230 Arten in Khama. Jüngst hat man versucht, auch Spitzmaulnashörner (Black Rhino) in Khama aufzuziehen, es bleibt abzuwarten, ob sich aus den zwei dort angesiedelten Tieren eine gesunde Population entwickeln kann.

Für Botswana Selbstfahrer auf dem Weg nach Maun bzw. in Richtung des Chobe NP oder des Central Kalahari Game Reserves befindet sich das Khama Rhino Sanctuary  perfekt gelegen als Zwischen- und Relaisstation.

Hier kann man in Afrika ankommen, das Fahrzeug nach den ersten paar hundert Kilometer auf guter Asphaltstraße überprüfen und warten, Vorräte und Benzin aufstocken, um dann bereit zu sein für die echte Wildnis weiter nördlich.

Kosten: Campinggebühr plus Parkeintritt plus Fahrzeuggebühr für zwei Personen liegt insgesamt bei ca. 400 Pula (ca. 40 Euro, Stand November 2016). Es kann vorab reserviert und per Kreditkarte gezahlt werden.

Momentan gibt es 22 Standplätze für Camper und Selbstfahrer.

Am Eingang zum Schutzgebiet ist die Parkverwaltung, hier erhält man z.B. eine Karte des Parks, Brennholz, Wasser.

DC Loew
Dabei sein

DC Loew

DC Loew ist Reiseblogger auf planetenreiter.de und berichtet von seinen Reisen im Speziellen, über das Leben und das Reisen im Allgemeinen sowie über Afrika, Lateinamerika, Safari, UNESCO Welterbestätten und naturnahes und individuelles Reisen im Besonderen. Zudem fotografiert er gerne und liebt die Exotik: Ob Offenbach oder die Osterinsel - los gehts!
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