Botswana Safari Selbstfahrer: Wie erstelle ich eine Route und Infos zu den Strassen

Botswana Safari für Selbstfahrer: Reisetipps für die Route

 

Bevor man sich für eine selbst zu fahrende Route für eine Safari in Botswana entscheidet, muss man natürlich seinen Zeitrahmen als auch sein Budget kennen. Da schon Campingplätze in Botswana bis zu 50 US Dollars pro Person und pro Nacht verlangen, ist das Budget bzw. die Art der Unterkunft ziemlich entscheidend für die Route – denn wenn ich aus Kostengründen keine Lodges ansteuern möchte, bleiben mir lediglich die Campingplätze des Landes.

Botswana Safari

Damit wäre auch klar, dass ich für diese Art von Safari in Botswana ein 4×4 Fahrzeug benötige, denn abseits der Strassen, welche alle in einem ziemlich guten asphaltierten Zustand sind, benötigt man in Botswana zu 100% einen 4×4. Und damit ist auch klar, für wie lange in Verpflegung und Wasser und Benzin benötige, wenn ich dies zwischendrin nicht aufstocken kann.

Ich gehe davon aus, dass die meisten Reisenden die Nationalparks Botswanas besuchen möchten, insbesondere also Chobe, Moremi bzw. das Okavangodelta, den Kgalaghadi Transfrontier Park (KTP) sowie das Central Kalahari Game Reserve (CKGR). Je nach Anfahrt kann man in zwei Wochen Zeitspanne schon eine ganz nette Route einbauen, ohne dass man tageweise den ganzen Tag im Fahrzeug und auf der Strasse und eben nicht im Busch verbringt.

Botswana Safari
Wo ist noch mal der Weg? So sehen im Chobe NP die pads aus –  planetenreiter.de Reiseblog

Bei Abfahrt und Rückgabe des Mietwagens in Johannesburg, Südafrika muss man mit zwei Tagen Fahrt (mit einem Übernachtungsstopp) nach Maun oder Kasane im nördlichen Botswana rechnen.

Der Grenzübergang nach Botswana, Namibia oder Südafrika ist kein Problem, euer Autovermieter muss euch lediglich alle verlangten Papiere für den Grenzübergang zur Verfügung stellen.

Hier mal als Beispiel meine Botswana Route 2014. Es ist eine Mischung aus Lodges und Camping, ich fahre nie mehr als ca. 400 km am Stück, und es gibt genug Orte mit Supermärkten und Tankstellen dazwischen:

  • Start in Johannesburg
  • Madikwe Game Reserve, Südafrika
  • Khama Rhino Sanctuary
  • CKGR Deception Valley
  • Maun
  • Savute im Chobe NP
  • Kasane mit Chobe Riverfront
  • Nata mit Nata Bird Sanctuary
  • Tuli Block
  • Pilanesberg NP, Südafrika
  • Zurück nach JNB

Die Strecke zwischen Maun und Kasane durch den Chobe NP bedeutet:

Keine Tankstelle, kein Supermarkt.

Man sollte also genug Benzin bzw. Diesel an Bord und im Tank haben sowie ausreichend Verpflegung und Wasser. Die meisten 4×4 die man in Namibia oder Südafrika mieten kann, haben einen Langstreckentank eingebaut und schaffen so um die 1.000 km Reichweite – diese Angabe ist natürlich ohne Garantie und davon abhängig, wie tief der Sand ist, wieviel Gamedrives man fährt etc. etc.

Third Bridge Campsite, Moremi Game Reserve, Botswana by planetenreiter.de Reiseblog
Third Bridge Campsite, Moremi Game Reserve, Botswana by planetenreiter.de Reiseblog

Ich bin allerdings auch schon die Strecke zwischen Kasane und Maun, mit der Routenerweiterung über die Camps in Southgate und Third Bridge im Moremi Game Reserve gefahren, mit Aufenthalt in Savute und in Linyanti, ohne tanken zu müssen. Da hatte ich noch einen 20 Liter Reservekanister dabei, den kann man bei fast allen Verleihern auch zusätzlich erhalten

Für die Fahrt auf den Strassen in Botswana gilt: Höchstgeschwindigkeit ist 120 km/h außerhalb von Ortschaften, innerhalb sind es 60 Km/h, ein internationaler Führerschein ist notwendig, es gibt Geschwindigkeitsmessungen der Polizei und auch Kontrollen der Fahrzeugpapieren.

Die Strassen in Botswana sind ausserhalb der wenigen Städte ziemlich leer, es gibt kaum Verkehr, und man kann sehr entspannt einen Schnitt von 100 km pro Stunde schaffen – ab und an überqueren Esel, Rinder, Ziegen und andere Haustiere die Strasse bzw. weiden daneben. Aus diesem Grund würde ich auch nicht Nachts fahren – es gibt keine Strassenbeleuchtung, und einen Esel bei Nacht sehen nicht mal die Eulen.

Den sieht man erst, wenn man ihn überfahren hat. Das gilt übrigens auch für Elefanten – Kaum zu glauben, wie solch grosse Tiere sich unsichtbar machen können!

Die Wege in den Nationalparks in Botswana sind zumindest in Chobe ganz passabel ausgeschildert, in Moremi schon nicht mehr. Man sollte auch nicht denken, dass man sich in der Landschaft ohne künstliche Navigation orientieren kann bzw. man sollte sich auf keinen Fall auf die Ausschilderung verlassen: Der afrikanische Busch ist visuell ausgesprochen gleichmässig und wie eine Wüste, es fehlen die landschaftlichen Merkmale, mit deren Hilfe man sich seinen Weg suchen kann. Ein Navi, eine gute Landkarte sowie ein Kompass sind notwendig und sollte jeder Selbstfahrer für seine Safari in Botswana an Bord haben.

Second Bridge, Moremi Game Reserve, Botswana by planetenreiter.de Reiseblog
Second Bridge, Moremi Game Reserve, Botswana by planetenreiter.de Reiseblog
DC Loew
Dabei sein

DC Loew

DC Loew ist Reiseblogger auf planetenreiter.de und berichtet von seinen Reisen im Speziellen, über das Leben und das Reisen im Allgemeinen sowie über Afrika, Lateinamerika, Safari, UNESCO Welterbestätten und naturnahes und individuelles Reisen im Besonderen. Zudem fotografiert er gerne und liebt die Exotik: Ob Offenbach oder die Osterinsel - los gehts!
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