Costa Rica: Zehn Ausflugstipps für deinen Karibiktrip

Zehn Ausflugstipps für Costa Ricas Karibikküste: Strände, Kakao, Faultiere. Ein Roadtrip.

 

Wer mit dem Mietwagen in Costa Rica unterwegs ist und die Karibikküste dem Pazifik vorgezogen hat, wird die folgenden Ausflugstipps leicht anfahren können. Die Strecken sind kurz, die Strassen südlich von Puerto Limon fast leer und ohne den anstrengenden  LKW Verkehr wie zwischen San José und dem Hafen von Limon. Und in meinen Tipps erfahrt ihr auch, wo man Buttercup treffen kann. Buttercup ist: ein Faultier. Siehe Foto:

Das Faultier Buttercup im Sloth Sanctuary Costa Rica

Alle Tipps (bis auf einen) habe ich während meines Panama Costa Rica Roadtrips selbst besucht, zusammen mit der besten Ehefrau von allen, das heisst, diese Reisetipps sind Paarkompatibel! Und es sei erwähnt, wir waren in der totalen Nebensaison (die sogenannte „tempora verde“, also „Grüne Jahreszeit“ ist ein schöner Euphemismus für: Regenzeit) vor Ort, da ist es sogar in Puerto Viejo ziemlich menschenleer. Lediglich einige Restaurants hatten geschlossen, die wichtige Infrastruktur für Traveller (Banken, Bus, Tankstelle, Supermarkt etc.) ist aber vorhanden und hat geöffnet.

Strände: Zwischen Cahuita und Manzanillo gibt es sehr viele Strände, teilweise mit dunklem Sand, meistens aber hell, welche alle direkt von der parallel verlaufenden Straße einzusehen und zu erreichen sind. Ziemlich leicht, den schönsten Strand zu entdecken! Ich fand allerdings die großartigste Bucht innerhalb des Cahuita Nationalparks, da kann man nur hinlaufen (nicht weit, ein paar Kilometer), aber es lohnt sich wirklich.

Costa Rica: Die besten Strände

Strand bei Cahuita

Cahuita Nationalpark: Ein kleines Stück Dschungel zwischen Küste und Straße, südlich von Cahuita. Der kleine Rest verbliebener  Küstenwald, aber ein sehr lohnendes Stück Natur, denn es gibt tatsächlich viel   zu sehen: Pflanzen, Vögel, Nasenbären. Von Cahuita kann man zu Fuß über den nördlichen Zugang in den Nationalpark die tollen Strände des Areals besuchen. Eintritt kostenlos. Seltsamerweise kostet der Zugang über den südlichen Eingang eine Eintrittsgebühr. Man kann an beiden Eingängen sein Fahrzeug abstellen. Die Strände haben keinerlei Infrastruktur ausser ein paar Tischen und Bänken, es gibt keine Toiletten oder Imbissbuden, dafür aber auch keine Kokosnussverkäufer.

Cahuita: Mehr über Cahuita lest ihr hier in diesem Posting. Für einen Ausflug ist das Örtchen wirklich Klasse, auch wenn es, streng genommen, eigentlich nichts zu sehen gibt. It is about the atmosphere, you dope! Genau, man lässt die Hippiehistorie des Ortes auf sich wirken, setzt sich in eines der karibisch-malerischen Cafés, bestellt eine Kaltschale  oder einen Tee oder eínen Fruchtsaft und tut: nichts. Cahuita ist nördlich von Puerto Viejo, es ist alles ausgeschildert, ein Kind mit einem Falkplan kann dorthin navigieren…

Costa Rica Ausflugtipps: Faultiere und Schokolade

 

Schokoladen bzw. Kakaomuseum: Wo kann man schon ein Nationale Kakaomuseum finden? Welches strenggenommen noch nicht mal ein Gebäude ist, sondern eine Art Freilichtmuseum im Grünen? Mit ein paar Kakaobäumen mitten drin? An der Karibikküste von Costa Rica, nördlich von Hone Creek ist das famose Museo del Cacao. Das Kakaomuseum sollte eigentlich kein Geheimtipp sein, weil es so toll, unterhaltsam und lehrreich zugleich ist.

Wann kann man schon mal so viel Spaß an Biologie haben? Jede der charmanten Führungen (auch in Deutsch möglich) endet mit dem Zubereiten der eigenen Schokolade. Das lohnt wirklich. Und zu lernen, dass die Kakaopflanze eine der wenigen Pflanzen ist, welche von Moskitos bestäubt wird – wer hätte das gedacht?

Eintrittspreis: Die große Tour dauert 2 Stunden und kostet 25 US Dollar pro Person. Die kleine Tour dauert 45 Minuten und kostet (Stand Nebensaison 2015) 15 US Dollars pro Person.

Kakaopflanzen im Kakaomuseum Costa Rica

So sieht ein Museum aus? Pero claro, Gringas y Gringos!

Faultier Schutzzentrum: Ähnlich lohnenswert wie das Kakaomuseum ist das Faultier Schutzzentrum, englisch Sloth Sanctuary. Nördlich von Cahuita an der Küstenstraße gelegen, ist es  kaum zu verfehlen. Man möchte denken, dass es sich um einen traurigen Touristennepp handelt, aber die 30 US Dollar Eintritt sind den Besuch wirklich wert. Das Faultier Schutzzentrum pflegt und verarztet verunglückte Faultiere, und den armen Kerlchen stößt so einiges zu: Hunde, Autos, Strommasten. Als Faultier hat man es nicht leicht. Die als Baby gefundenen Fautliere müssen den Rest ihres Lebens leider im Sanctuary verbringen, denn kein Mensch kann einem Faultier beibringen, wie man ein Faultierleben erfolgreich im Wald verbringen kann. Traurig! Im Eintritt inbegriffen ist eine Fahrt mit dem Kanu über lichtumflorte Dschungelkanäle, wer Glück hat, sieht Krokodile, Fledermäuse, Vögel, Leguane. Sehr charmant, sehr empfehlenswert!

Grünes Bambusdach über Wasserkanal Costa Rica

Der Bambus stammt nicht aus Costa Rica, er ist aber dennoch da. Eingewandert aus Asien!

Puerto Viejo: Puerto Viejo ist natürlich ein Ausflugsziel für sich genommen, gerade wenn man dort oder in der Umgebung seine Zelte aufgeschlagen hat. An Travellerinfrastruktur gibt es alles: Bank, Geldautomat, Tankstelle, Souvenirs, Supermärkte, kaltes Bier, Hostels, Hotels, Autovermietung, Bushaltestelle, Tour- und Aktivitätenveranstalter, Reisebüros, Kneipen, Restaurants. Den Strand direkt am Ort fand ich eher wenig bemerkenswert. Zu den Restauranttipps für Puerto Viejo.

Manzanillo: At the end of the road liegt Manzanillo. Was kann man dort machen: Im Cafe sitzen und Nichts tun. Surfen. Bootfahren. Bier trinken. Wandern im angrenzenden Naturschutzgebiet. Nach Panama laufen. Einfach mal schauen. Der Strand ist ziemlich gut.

Flughafen Puerto Limon: Das Wort „Flughafen“ ist etwas hochgegriffen. Zwar verfügt man über eine beeindruckende Landepiste, aber das Flughafengebäude in Turnhallengröße  ist der eigentliche Grund, warum der Flughafen hier als Ziel aufgeführt wird. Wer nämlich sehen will, wie eine Kolonie Blattschneideameisen den Check In Bereich als Straße nutzt, der ist hier richtig. Und ja, es gibt öffentliche Toiletten am Flughafen – wer zwischen San José und Puerto Viejo mit Frau und/oder Kindern unterwegs ist, ist für diesen Hinweis eventuell dankbar.

Delfine suchen: In Manzanillo gibt es die Option, mit einem der Bootsbesitzer in die Bucht rauszufahren und die dort lebende Population von Delfinen aufzusuchen. Ich habe diesen Tipp nicht selbst ausprobiert, man kann aber bei einem der Touren Veranstalter in Puerto Viejo (an der Hauptstraße) das Dolphin watching buchen.

Surfen: Am Playa Chicita am südlichen Dorfende in Richtung Manzanillo ist der Strand für die Surfer unter uns. Also nicht mich. Aber hier kann man die Bretter leihen, die für manche die Welt bedeuten, obwohl Wasser keine Balken hat. Und jetzt werfe ich zwei Zwickel in das Phrasenschwein und sage: Pura Vida Costa Rica!

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DC Loew ist Reiseblogger auf planetenreiter.de und berichtet von seinen Reisen im Speziellen, über das Leben und das Reisen im Allgemeinen sowie über Afrika, Safari, Welterbestätten und naturnahes und individuelles Reisen im Besonderen. Zudem fotografiert er gerne und liebt die Exotik: Ob Offenbach oder die Osterinsel - los gehts!
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