Cusco Peru: Die zehn schönsten Sehenswürdigkeiten

Cusco im Süden Perus: Die zehn schönsten Highlights

Cusco in den südlichen Ausläufern der Anden Perus zählt zu den absoluten Highlights einer jeden Peru- oder Südamerikareise. Cusco von A bis Z wie Anreise und Züge findest du hier im Südamerika-Blog, der folgende Artikel ist eine vollkommen subjektive Zusammenstellung der wichtigsten touristischen Highlights der ehemaligen Hauptstadt des Inkareichs.

Diese sind übrigens alle ganz leicht zu Fuß zu erreichen, auch wenn das auf mehr als 3400m Höhe teilweise recht fordernd ist. Mehr zum Thema Höhe und Höhenkrankheit sowie zum notorischen Boleto turistico, der Sammel-Eintrittskarte aller Sehenswürdigkeiten der Andenstadt findest du am Ende des Blog-Artikels. Ich versuche, die spanischen Originalnamen der Sehenswürdigkeiten ebenfalls aufzulisten.

Die alte inkastadt ist Ausgangsbasis für deinen Besuch von Machu Picchu. In Cusco kannst du die Tickets für Perus berühmteste Sehenswürdigkeit kaufen, als auch deine Anreise nach Aguas Calientes organisieren.

Plaza de Armas del Cuzco

Das wird für die meisten Reisenden der erste Anlaufpunkt Cuscos sein. Die Plaza de Armas wurde von den Spaniern um 1535 auf den Ruinen der einstigen Hauptstadt des Inkareichs errichtet. Seit 1983 ist der zentrale Platz der Stadt ein UNESCO-Weltkulturerbe. Der einstige Name des Platzes war wohl  „Huacapata“ und bedeutete in der Quechua-Sprache „heiliger Platz“. Der heutige Platz wird im Osten von der Kathedrale, um Süden von der Iglesia Campania de Jesus beherrscht.

Die beiden anderen Seiten des Platzes sind malerische-koloniale Gebäude mit Balkonen, Erkern, Geschäften, unter anderem einem Büro von Inkarail, wer nach Machu Picchu mit der Bahn fahren möchte, auf der Nordseite. Auf der Westseite kann man in den Cafés im zweiten Stock sitzen und bei Coca-Tee und Käsekuchen eine der schönsten Aussichten des Planeten bewundern, mit Blick auf die Kathedrale, das Treiben des Platzes vor sich, und die Berge der Anden am Horizont. Priceless!

Cusco Peru Highlights: Plaza de Armas
Cusco Peru Highlights: Plaza de Armas mit Blick nach Süden auf die Iglesia Compania

Kathedrale von Cusco und Iglesia de Compania

Wer schon mal auf der Plaza de Armas ist wird die beiden mächtigen Sakralbauten bemerken: Die Kathedrale nimmt die (Nord)-Östliche Seite ein, die Kirche der Campania Jesus ist auf der südlichen Seite des zentralen Platzes von Cusco. Die Hauptkirche heisst mit vollen Namen „Catedral Basílica de la Virgen de la Asunción“ und wurde ab 1560 errichtet, wobei der Bau bereits gegen 1538 begonnen wurde. Die christliche Kirche ist auf den Ruinen des Wiraqucha –  Inkatempels errichtet, und die Symbolkraft dieses Überbauens der alten Götter durch die neuen der Invasoren ist durchaus beabsichtigt. Die Jesuitenkirche eine Platzecke weiter wurde ebenfalls auf den Ruinen der Inkastadt errichtet, und zwar auf einem ehemaligen königlichen Palast. 1552 bis 1688 wurde dieser Sakralbau mindestens genauso mächtig wie die Kathedrale erbaut, was die damalige macht des Jesuitenordens veranschaulicht. Wer die Kirchen besuchen möchte benötigt das Cusco-Boleto für die Kirchen.

Denn: Die meisten Kirchen von Cusco, inklusive der Kathedrale, sind übrigens nicht im Boleto General enthalten. Wer unbedingt die Kirchen von innen sehen möchte, der muss das Boleto del Circuito Religioso del Cusco kaufen, und kann die folgenden Monumente betreten:

  • die Kathedrale
  • Kirche von San Blas
  • Palast des Erzbischofs sowie die
  • Capilla de San Cristobal.

Die Plaza de Armas mit den beiden Sakralbauten steht seit 1983 auf der Welterbe-Liste der UNESCO.

Cusco Peru Highlights: Plaza de Armas
Cusco Peru Sehenswürdigkeiten: Plaza de Armas

Inkaruinen und Festung Sacsaywayman

Diese absolut beeindruckenden alten Mauern eines Inkaheiligtums sind ca. 3km oberhalb der kolonialen Altstadt auf einem Plateau zu finden. Ab der Plaza de Armas ist der Weg ausgeschildert, und man kann zu Fuß ganz gut aufsteigen. Die Ruinen sind sehr beeindruckend, die Inka haben diesen Ort im 15. Jahrhundert erreichtet, und man fragt sich schon, wie schwer es war, die riesigen Felsklötze ohne  Räder und Zugtiere bewegt zu haben. Von Sacsaywayman (was in der Quetschua-Sprache soviel wie „gesättigter Falke“ bedeutet) hat man eine tollen Blick über Cusco. Wer es den Inkas gleichtun möchte und die spektakuläre Felsrutsche ausprobiert: Achtung, das Ding ist nix für Anfänger!

Rund um die Festung als auch den Aufgang zu ihr bieten viele einheimische Führer ihre Dienste an. Ich schaue ja immer lieber selbst, aber manchmal ist ein lokaler Guide nicht schlecht. Mein Tipp: Vorher Preis und Dauer der Führung ausmachen, das verhindert spätere Diskussionen.

Cusco Peru Highlights: Festung Sacsaywayman
Cusco Peru: Festung Sacsaywayman

Stadtviertel San Blas

San Blas ist das Prenzlauer-Berg von Cusco. Alle sind sich einig, dass dieser Stadtteil direkt hinter der Kathedrale das malerischste und pittoreskeste Viertel der alten Stadt sind. Nun ja, auf jeden Fall ist es das touristischste Barrio, mit vielen engen Gassen, schmalen Treppen, hübschen Cafes, einigen Hotels. Wer in San Blas übernachtet, darf sich am Ende des Tages die steilen Stiegen bergauf quälen. Die Aussichten über den Talkessel und die bebauten Hänge der Stadt sind schön, ebenso die etwas stilleren Gassen.

Stadtviertel San Francisco

Dieses Viertel ist das Gegenprogramm vom überlaufenen Hipsterviertel San Blas, und liegt auf der westlichen Seite der Altstadt, rund um die gleichnamige Kirche. Es ist tatsächlich erstaunlich, wie wenige Besucher dann durch San Francisco streunen. Hier gibt es tolle authentische Bauten zu bestaunen, zudem hat die Gegend eine gute Infrastruktur für individuelle Reisende, mit Hotels und Unterkünften, Wäschereien, einem grossen Supermarkt (Orion, Calle Union) und dem wunderbaren Markt von San Pedro. Wem San Blas zu hip und zu voll ist, der bleibt einfach auf dieser Seite der Altstadt. Ich habe schon in beiden Ecken genächtigt, beide Viertel sind charmant und als Sehenswürdigkeiten ein besuchenswerter Teil Cuscos.

Cusco Peru Highlights: In den Gassen von San Blas
Cusco Peru Highlights: Stadtviertel San Blas

Markt San Pedro und Bahnhof

Der Mercado Central  von San Pedro ist mehr tatsächlicher Marktplatz und Einkaufsort für die Einheimischen als touristisches Highlight für Besucher. Hier kaufen die Einwohner Cuscos ein, es gibt Früchte, Obst, Fleisch, Milchprodukte wie Käse, Brot, im Prinzip alle Grundnahrungsmittel in toller und malerischer Auswahl.

Der Markt hat von 6-19 Uhr täglich geöffnet, wer nichts einkaufen braucht, kann sich an einen der vielen Obststände einen Fruchtsaft gönnen, ich würde empfehlen, eine Frucht zu nehmen, die man weder kennt noch aussprechen kann. Alle Obstsäfte werden frisch zubereitet, auch ohne Milch und Eiswürfel.

Der Bahnhof von San Pedro ist direkt neben dem Markt, und seit einigen Jahren fahren von hier auch wieder Personenzüge von PeruRail nach Machu Picchu bzw. Aguas Calientes ab. Die Adresse des Marktes ist Thupaq Amaru 477, Cusco 08002, Peru.

Cusco Peru Highlights: Straße im Viertel San Francisco
Cusco Peru Sehenswürdigkeiten: Straße im Viertel San Francisco

Coricancha (Qoriqancha)

Der einst wichtigste Tempel der Inka in ihrer südlichen Hauptstadt (die nördliche Kapitale des Inkareichs war Quito). Und klar, auf den Ruinen des Tempels haben die europäischen Eroberer eine Kirche und ein Konvent gebaut. Das Konvent Santo Domingo wurde im wahrsten Sinne des Wortes auf den Mauern des 1438 errichteten und 1533 geplünderten Heiligtum der Ureinwohner errichtet.

Diese Mauen sind von Aussen als auch von Innen sehr gut zu sehen. Zum Coricancha-Komplex gehört ein kleiner Park wo man schön sitzen kann sowie ein kleines Museum mit recht interessanten Artefakten, u.a. diverser Mumien. Die Gebäude sind direkt an der Avenida el Sol, etwas südlich von der zentralen Plaza.

  • Plazoleta Santo Domingo, Öffnungszeiten: Montags bis Samstags 08:30 – 17:30, Sonntags 14 – 17 Uhr. Eintrittspreis ohne Boleto Turistico: 20 Soles/Erwachsener.
Cusco Peru Highlights: Coricancha mit Konvent Santo Domingo
Cusco Peru Highlights: Coricancha mit Konvent Santo Domingo

Cuzcos koloniale Altstadt mit Calle Hatunrumiyoc

Hinter der Kathedrale, in den verwinkelten Gassen der kolonialen Altstadt befindet sich eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten Cuscos, nämlich die kleine Gasse Hatunrumiyoc mit den Resten der Mauern einstiger Paläste der Inka.

Das Besondere ist, dass die Inka diese Mauern ohne Mörtel oder ähnlichen Klebstoff zwischen den Steinen bzw. Fugen errichtet haben, sondern die Steine sehr akkurat aufeinander geschichtet haben. Diese Mauern hielten auch dem grossen Erdbeben von 1650 statt. Der berühmteste Stein ist der 12-eckige Quader, und man würde an ihm vorbei schlendern, wenn die Touristengruppen nicht alle dort halt machen würden. Mein Insider-Tipp für die Calle Hatunrumiyoc: Früh da sein. Siehe mein Foto. Es war niemand anderes früh morgens aktiv, ausser mir. was zu diesem schönen Foto führte.

Cuscos wirklich sehenswerte barock-koloniale Altstadt wurde bereits mehrfach zerstört und wieder aufgebaut, als geschlossenes architektonisches Ensemble ist für mich, zusammen mit dem historischen Stadtkern von Cartagena de Indias, die schönste koloniale Altstadt Südamerikas.

Cusco Peru Highlights: In der Altstadt, Calle Hatunrumiyoc
Berühmte Mauer in der Altstadt von Cusco: Die Gasse Hatunrumiyoc

Markt für Kunsthandwerk/Perus schönste Souvenirs

Der für mich schönste Kunsthandwerk-Markt von Cusco, mit wunderbaren peruanischen Souvenirs ist das Centro Artesanal, am südlichen Ende der Avenida El Sol, kurz vor dem Bahnhof Wanchaq.

Hier gibt es wirklich sehr nette original-peruanische Kleidung zu finden, allerhand Mitbringsel, und alles in entspannter, sehr freundlicher Atmosphäre. Wer also denkt, unbedingt shoppen gehen zu müssen, dem sei dieser schöne Ort ans Herz gelegt.

Frauen können für die Shoppingtour ihre Männer im kleinen Food-Court abgeben wo es in sehr authentischen Restaurant echtes peruanisches Essen gibt. Und diese Restaurants, für Mittags ideal, sind auch für Vegetarier geeignet und mein persönlicher Geheimtipp.

  • Die Adresse ist Avenida Tullumayo 28, Cusco 08000, Peru. Wer spanisch sprechen kann ist hier im Vorteil.
Blick auf Cusco aus dem Stadtviertel San Blas
Cusco Highlights: Blick auf die Altstadt, von San Blas aus

Museo Machu Picchu/Das Museum Machu Picchu in der Casa Concha

Last but not least: ein Museum muss bei den zehn schönsten Sehenswürdigkeiten Cusco doch dabei sein. Dieses ist südlich der Plaza de Armas in einem wirklich tollen barocken Gebäudekomplex untergebracht, welcher an sich bereits eine wirklich schöne Sehenswürdigkeit ist. Gezeigt werden hier faszinierende Ausstellungsstücke aus Machu Picchu. Da für die meisten Peru-Reisenden Cusco ohnehin nur Zwischenstation auf dem Weg zu Perus grösstem Highlight in den südlichen Anden ist, kann man sich in diesem schönen ruhigen Museum schon mal mental einschwingen. Ein Besuch in der Casa Concha ist wirklich zu empfehlen!

  • Die Adresse ist Santa Catalina Ancha 320. Öffnungszeiten Mo – Fr 8:00 bis 19 Uhr, Samstags 9 – 17 Uhr. Eintrittspreis: 20 Soles für Erwachsene. Der Link zum Museum ist hier. 

Ausflüge ab Cusco, weitere Aktivitäten:

Es gibt einen klassischen Topos von Zielen rund um Cusco, die man mit eintägigen Touren in kleinen Bussen oder auch privaten Taxen sehr gut besuchen kann. Dazu zählen im Heiligen Tal der Inka die Ruinen von

  • Ollantaytambo
  • Tambomachay
  • Puka Pukara

Die sehr malerische und beeindruckende kleine Kirche von Chinchero ist ebenfalls ein UNESCO Welterbe. Das Örtchen Pisac bietet einen tollen Markt und viele Optionen für das erstehen von Souvenirs, Silberschmuck und peruanischen Klassikern wie die berühmten bunten Decken und Kleidungsstücke.

Die Kreise von Moral sind ein Experimentierfeld der Inkas, dort wurde getestet wie Mais und Kartoffeln auf welcher art von Ackerfläche am besten gedeihen. Faszinierend!

Das Boleto Turistico oder: Was kostet der Eintritt zu den Highlights von Cusco

Um die bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt, die Museen und Kirchen sowie die Inkastätten besuchen zu können, gibt es eine Art Sammelticket, in vier Varianten, welches dem Besucher erlaubt, alle diese Highlights mit einer Eintrittskarte betreten zu können. Dies ist das Boleto Turistico.

Das Boleto General kostet 120 Soles (ca. 32 Euro pro Person) Studenten zahlen dafür 70 Soles, also ca. 19 Euro.

Das Boleto ist zehn Tage ab Kauf gültig und man kann damit die folgenden Sehenswürdigkeiten in und um Cusco besuchen:

  1. Festung von Sacsayhuaman
  2. Qenqo
  3. Puca Pucara
  4. Tambomachay
  5. Museo de Arte Contemporáneo
  6. Museo Histórico Regional
  7. Museo de Arte Popular
  8. Museo de Sitio de Qoricancha (Korikancha – Tempel der Sonne)
  9. Centro Qosqo de Arte Nativo
  10. Monumento al Inca Pachacuteq
  11. Pikillaqta
  12. Tipón
  13. Pisac
  14. Ollantaytambo
  15. Chinchero
  16. Moray

Um die Sache noch schön zu verkomplizieren, gibt es drei Abstufungen zum Boleto General, welche jeweils nur noch 70 Soles kosten, und die folgenden Sehenswürdigkeiten abdecken:

  • Archäologische Stätten  wie Sacsayhuaman  (circuito 1)
  • Museen in Cusco (circuito 2)
  • Archäologische Stätten rund um die Stadt und im Heiligen Tal wie Chinchero und Poroy (circuito 3)

Im Prinzip bringen die abgestuften Tickets nicht wirklich viel, wer sich halbwegs die bekanntesten und wichtigsten Sehenswürdigkeiten in und um Cusco sowie im Heiligen Tal anschauen möchte, kommt um das Boleto General nicht herum. Man kann es an allen historischen Stätten und Sehenswürdigkeiten, wo es Gültigkeit hat, dort am Ticketschalter kaufen.

Oder, ganz offiziell, an dieser Adresse:

  • Oficina principal COSITUC: Galerías Turísticas, Av. Sol N° 103 (Öffnungszeiten Montag bis Freitag  8 bis 17:30,  Samstag 8:30 bis 12:30).

Das Boleto ist keine flat rate. Man bekommt das Ticket beim Besuch der Sehenswürdigkeit erstmalig abgestempelt, und man kommt damit in jedes Highlight nur einmal herein.

Machu Picchu sowie der Colored Mountain sind nicht im Preis des Boleto General enthalten.

Spezialtip: Das Planetarium von Cusco

Dieser Tipp ist auch eine Notiz an mich selbst, wenn ich das nächste Mal in der Stadt bin. Etwas ausserhalb des Stadtzentrums in den Ruinen von Sacsaywayman gelegen findet man nach 15 Minuten Fussweg ein originelles kleines Planetarium mit täglichen Vorstellungen, in welchen dem geneigten Besucher die astronomischen Kenntnisse der Inkas nährgebracht. Ein Besuch ist unbedingt lohnenswert, wie mir scheint.

Das Planetarium holt Leute mit einer Reservierung ab einem der zentralen Plätze in der Altstadt per Kleinbus ab.

Die Adresse des Planetariums ist Fundo Llaullipata carretera a Sacsayhuaman Km2, Cusco 08002, Peru.  Täglich gibt es eine Sternenschau um 18 Uhr, in der Hochsaison bis zu zwei Terminen pro Tag mehr. Es wird gebeten, zu reservieren! Die Webseite des Planetariums ist hier.

 

dc
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