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Botswana: Übersicht der Nationalparks

Botswana Nationalparks: Eine Übersicht

Nationalparks und Schutzgebiete in Botswana, welche ideal für Safari, Trekking Safari, Selbstfahrer und Wildlife Fotografie sind. 

 

Botswana ist eines der wirklich dünn besiedelten Länder unseres Planeten – und hat eine atemberaubende Natur, Wildnis und Tierwelt zu bieten.

In einzigartigen Nationalparks werden die ebenso einzigartigen Ökosysteme wie Okavango – Delta oder Kalahariwüste geschützt. Ich habe hier im Reiseblog planetenreiter schon oft über Botswana berichtet. Jetzt wird das Land auf der ITB 2017 als Partnerland noch mehr Aufmerksamkeit finden – was gut ist, denn es ist eines der schönsten Reiseländer überhaupt.

Botswana Safari

Third Bridge camp site, Moremi, Botswana. Photo by Dc Loew

Als Safari – Destination hat Botswana für den Besucher einige wirklich spektakuläre Landschaften und eine grossartige Tierwelt zu bieten. Insbesondere für Selbstfahrer ist das Land eines der besten Zielgebiete Afrikas: 4×4 mit Dachzelt oder Jeeps zu mieten ist kein Problem, die Strassen sind gut in Schuss, Lodges oder zumindest Campingplätze sind fast überall vorhanden. Ausgangspunkt für das nördliche Botswana ist die Stadt Maun, welche von Johannesburg/Südafrika per Flug gut zu erreichen ist. Wer nach Botswana mit dem Camper oder 4×4 reisen möchte findet hier einige Tipps und Hinweise.

Momentan gibt es keinen Direktflug von Europa nach Botswana. Die Anreise erfolgt am besten über Johannesburg, mit Weiterflug nach Gabarone oder Maun, der Safarikapitale im Norden des Landes. Oder aus Namibia kommend fliegt man von Windhoek nach Gabarone, der Hauptstadt Botswanas. Eine Alternative ist die Anreise über Sambia bzw. Simbabwe, es besteht eine Flugverbindung mit British Airways von London nach Lusaka oder mit Air Namibia von Windhoek nach Victoria Falls. Die einfachste Option, finde ich, ist das Anmieten des 4×4 in Windhoek oder Johannesburg, hier sind Auswahl und Preise bei einer Vielzahl von Anbietern auch sehr gut!

Von Johannesburg kann man in zwei Etappen recht relaxed nach Botswana fahren, und kann z.B im Madikwe Game Reserve in Südafrika einen tollen Zwischenstopp einlegen.

Chobe National Park

Mit annähernd 11.000 qkm Fläche der zweitgrösste Park Botswanas. Im Norden Botswanas gelegen, bildet der aus Angola kommende Fluss Kwando, welcher in Botswana Chobe heisst, die Grenze nach Simbabwe und Sambia. Im Süden des Parks schliesst sich das Moremi Game Reserve an und bildet den Korridor zum Okavango – Delta. Der Chobe National Park umschliesst vier sehr unterschiedliche Ökosysteme: Waldgebiete im Nordosten, das Savuti – Feuchtgebiet im Süden, die Linyanti – Sümpfe im Westen sowie die Trockensavanne im Zentrum des Parks.

Chobe ist bekannt für seine weltweit grösste Elefantenpopulation mit geschätzten 60.000 Exemplaren. Die touristische Infrastruktur in Chobe ist ausgesprochen gut.

Viele Lodges und Campingplätze sorgen für Unterkünfte zwischen „Einfach“ und „Luxus“, der Park verfügt über ein gutes Netzwerk an zum Teil sehr sandigen Wegen – ein vierradangetriebenes Fahrzeug ist absolut notwendig, insbesondere in und nach der Regenzeit von Dezember bis April. Die Campingplätze müssen im Vorhinein über Safariveranstalter gebucht werden. Man kann als Selbstfahrer sehr gut Chobe und Moremi im Okavangaodelta verbinden.

Camps für Selbstfahrer: Linyanti, Savute, mit jeweils sehr guten Ablution Blocks.

Reservierung der Chobe camps über SKL campsites, Xomae Sites oder DWNP.

Ausgangspunkte: Kasane oder Maun.

Reisetipps für den Chobe hier bei planetenreiter.

Chobe ist ein toller Nationalpark, um Elefanten zu fotografieren. Die Chobe Riverfront, ab Kasane, ist ebenfalls sehr zu empfehlen, hier gibt es sehr viele Tiere auf kleinem Raum.

Beste Reisezeit ist von August bis Oktober. Dann sind an den Ufern der Flüsse die meisten Tiere und die grossen Elefantenherden anzutreffen. Im November ist es schön warm!

Moremi Game Reserve

Das Moremi Schutzgebiet in Botswana bedeckt ein Drittel des Okavango Binnendeltas und besitzt eine Fläche von 4871 qkm.

Das Binnendelta des drittgrössten afrikanischen Flusses ist  zudem das mächtigste Binnendelta unseres Planeten – der Okavango ergiesst sich in die Kalahari Wüste, bildet dort eine riesige Sumpflandschaft, und versickert schliesslich in den trockenen Ebenen der Kalahari. Dieses einzigartige Naturschauspiel bietet Lebensraum für unzählige Tiere, hervorzuheben ist die grosse Population des seltenen Wildhundes. Auch Vogelliebhaber kommen auf ihre Kosten, mehr als 350 Arten kommen in  Moremi vor.

Infrastruktur und Unterkünfte im Schutzgebiet sind hervorragend, ein 4WD ist allerdings absolut unerlässlich für Selbstfahrer. Walking Safaris werden von vielen Veranstaltern oder Lodges angeboten.

Ebenso oft bieten sich Safaris per Boot als probates Fortbewegungsmittel an. Die klassische Safari mit dem 4WD als Bushcamper oder mit Dachzelt  als Selbstfahrer ist natürlich auch möglich. Die Camps müssen vor Eintritt in den Park reserviert werden, vom Campveranstalter des South Gate gibt es am South Gate ein Büro, und man kann zumindest für den dortigen Campingplatz recht spontan reservieren, wenn dieser frei ist.

Moremi ist ein gutes Gebiet, um Löwen vor die Kamera zu bekommen.

Ausgangspunkt: Maun.

Campsites Moremi: Third Bridge, South Gate, North Gate, Xakanaxa. Ansonsten gibt es sehr viele und auch sehr teure camp sites oder tented camps, welche nur per Flugzeug oder Boot zu erreichen sind.

Central Kalahari Game Reserve CKGR

Mit 52.000 qkm Fläche bildet das Schutzgebiet in Zentral Botswana eine Fläche grösser als die Schweiz, und zählt als das zweitgrösste in Afrika, nach Selous in Tansania.

Gelegen im zentralen Botswana, bieten die Regionen im Norden des Parks die grössten Tierkonzentrationen. Hier ist eine sehr rudimentäre Infrastruktur vorhanden, Selbstfahrer müssen eigentlich alles mitbringen, Allradantrieb und GPS sowieso. Campingplätze ohne WC-Einrichtungen sind vorhanden, mittlerweile gibt es infrastrukturelle Verbesserungen und einige der Plätze im CKGR (Sunday pan zum Beispiel) haben einfache Toiletten und sogar Duschen.

Als Selbstfahrer muss man allerdings alles mitbringen, die nächstgelegene Tankstelle ist in Rakops, wenn man von Maun oder Serowe kommt.

Ausgangspunkt: Maun, Rakops.

Reservierung der Campingplätze für Selbstfahrer: Bigfoot Safaris oder DWNP.

Ein guter Rastplatz auf dem Weg in das CKGR ist das Khama Rhino Sanctuary: Schöner Ort, nette Leute, Tankstellen, Rastplatz, Auto Werkstätten, Banken, alles da in Serowe!

Botswana

Elefant im Savute camp Botswana. Photo by DC Loew

Khutse Game Reserve

Dieses Schutzgebiet schliesst mit einer Fläche von 2.500 qkm unmittelbar südlich an das Central Kalahari Game Reserve an. Von der Hauptstadt Gabarone ist es in ca. 4 Stunden Fahrtzeit zu erreichen (Entfernung: 210 km). Die trockene Landschaft bietet Schutz für eine Vielzahl von Tieren und Vogelarten, verfügt aber über keinerlei Lodges. Lediglich einige primitive Campingplätze stehen zur Verfügung. Khutse ist bewusst in einem solchen Zustand der Nichtentwicklung gelassen und bietet dafür eine nahezu unverfälschte Naturlandschaft im afrikanischen Busch.

Kalaghadi Transfrontier Park (KTP)

Im Grenzgebiet zu Südafrika und Namibia gelegenes Schutzgebiet mit einer Fläche von 38.000 qkm. Die Überquerung der im Park verlaufenden Staatsgrenze zur Republik Südafrika ist problemlos möglich, wenn man wieder nach Botswana oder Namibia zurückkehrt. Fauna und Flora des Schutzgebiets sind geprägt durch die Landschaft der Kalahari – einer Trockensavanne.

Strassen und Unterkünfte sind sehr gut, der Park eignet sich bestens für Selbstfahrer und Individualreisende.

Mit einem  4×4 von Johannesburg aus sehr gut zu erreichen.

Der Park verfügt über drei Lodges (Xaus! Lodge, Rooiputs Lodge, Polentswa Lodge) ansonsten stehen Campingplätze mit sog. Chalets zur Verfügung.

Makgadigadi Pans und Nxai-Pan National Park

Östlich von Maun in ca. 160 km Entfernung gelegen, bilden diese beiden Nationalparks zusammen eine Fläche von 7.500 qkm. Die Salzpfannen des Schutzgebiets sind die weltweit grössten ihrer Art und bilden ein einzigartiges Ökosystem. Viele Tiere aus dem Gebiet des Okavango Binnendeltas migrieren in die staubigen Ebenen dieser Parks und sorgen für ein ganz besonderes Naturschauspiel. Für Selbstfahrer sehr geeignet!

 

Afrika Safari

 

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DC Loew

DC Loew ist Reiseblogger auf planetenreiter.de und berichtet von seinen Reisen im Speziellen, über das Leben und das Reisen im Allgemeinen sowie über Afrika, Lateinamerika, Safari, UNESCO Welterbestätten und naturnahes und individuelles Reisen im Besonderen. Zudem fotografiert er gerne und liebt die Exotik: Ob Offenbach oder die Osterinsel - los gehts!
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