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Peru für Einsteiger: Tipps für deinen ersten Trip

Zum ersten Mal nach Peru? Lies hier die Reisetipps für deinen Trip

 

Reisetipps Peru für Einsteiger: Du hast dich also entschlossen, nach Peru zu reisen, und bist auf der Suche nach guten Tipps für deinen ersten Tripp? Dann bist du hier richtig! In meinem Reiseblog nimmt Peru einen wichtigen Teil ein, und auf meiner Peru-Seite kannst du dich schon mal einlesen!

Aber gezielt für Einsteiger in eines der lohnenswertesten Länder Südamerikas habe ich noch einge spezifische und spezielle Reisetipps parat – vamos! Jeweils verlinkt ist das Thema auf Postings hier m Blog.

Ist Peru ein gutes Land für Fernreise – oder Südamerika – Einsteiger?

Klare Antwort: Ja. Es ist ein relativ sicheres, gut zu bereisendes Land mit guter touristischer Infrastruktur. Und es gibt wahnsinnig viel zu sehen und zu erleben! In Peru können die unterschiedlichsten Anforderungen an eine tolle Reise erfüllt werden: Backpacking. Surfen. Abenteuer. Wandern und Trekken in den Bergen. Gourmetrestaurants, Nachtleben. Kultur, Natur und Geschichte satt und in grossen Mengen. Eisenbahnreisen. UNESCO Weltkulturerben. Das Land ist auf Touristen eingestellt, es hat ein gutes Verkehrsnetz, Geldautomaten, Hostels, ist sicher, mit anderen Worten: Es ist ein Reiseziel auch für Leute mit vielleicht wenig Fernreiseerfahrung oder als erstes Land einer Reise nach Südamerika. Und ja, man muss kein Spanisch können, um in Peru zurecht zu kommen, mit Englisch geht es auch.

Regenwald, Berge, Wüste und Meer

Peru ist klimatisch vielfältig – es bietet mit den Anden eine grossartige Bergwelt – wandern, Inkakultur in Cuzco und Machu Picchu, eine Hochebene auf 4.000 Meter und der Titicacasee sind grossartige Ziele. Dazu kommt der Regenwald im Amazonas – Tiefland, die Wüste rund um Nazcar, und die Küstenregion mit Strand, Surf und Party.

Da das Land doch recht gross ist, muss man sich, je nachdem, wieviel Zeit man hat, entscheiden: Berge und Regenwald Perus passen zeitlich und räumlich super zusammen, ebenso Küste und Wüste. Das schafft man jeweils ganz gut, wenn man drei Wochen Zeit hat. Wer mehr Zeit hat, sowieso. Der Tipp ist also: Besser vorher überlegen, was man eigentlich sehen möchte!

Und dann schauen, wie das Wetter sein könnte in den doch sehr unterschiedlichen Klimazonen.Und entsprechende Kleidung und Ausrüstung einpacken! Die Packliste für die Anden findet ihr hier.

La rRya Peru

La Raya Pass, Peru, Altiplano, zwischen Cusco und Puno.

Variabel sein mit Zahlungsmitteln

Manchmal funktioniert in Peru, sogar in den touristischen Zentren, die Abhebung von Bargeld nicht mit allen Kreditkarten. Man sollte also eine zuminest je eine Visa und eine Mastercard haben.

EC Karten haben bei mir an peruanischen Geldautomaten ohnehin nie funktioniert. In Hotels kann man meistens mit Kreditkarten zahlen, ansonsten versuche ich dies dort auch immer, um meinen Bargeldbestand so gering wie möglich zu halten, aber auch um dann im Notfall, falls Kreditkarten nicht genommen werden, genug Barschaft dabei zu haben. Empfehlenswert ist in diesem Zusammenhang auch eine Debitkarte – man kann nur soviel Geld ausgeben, wie auf dem zur Karte gehörenden Konto vorhanden ist. Finde ich sinnvoll und praktisch.

Manchmal liest man immer noch von Reiseschecks – ich benutze die schon seit sehr langer Zeit nicht – zu umständlich, zu zeitraubend, und kann ich nicht empfehlen.

Bargeld, sprich peruanische Nuevo Soles erhält man an den Geldautomaten im Flughafen Lima bzw. an den Wechselstuben direkt an der Gepäckausgabe in der Ankunftshalle, noch bevor man durch den Zoll muss. Dort kann man Euro, US Dollars oder andere südamerkanische Währungen in die Landeswährung Perus eintauschen. Geldautomaten europäischer Banken sind im zweiten Stock des Flughafen zu finden, ausserhalb des Ankunftsbereichs.

Akklimatisieren: An die Höhe anpassen

Wer in die Berge Perus reisen möchte, muss sich Gedanken über die eventuellen Auswirkungen der Höhenkrankeit machen. Diese kann schon bereits ab einer Höhe von 2000 m einsetzen, das heisst: Arequipa, Cusco, Puno und der Titicacasee sind oberhalb dieser Grenze.

Ob und wer Probleme mit der Höhe bekommen wird, kann man kaum vorhersagen, es gibt nur einen Weg, es heraus zu finden….

Sinnvollerweise sollte man das nicht in Puno am Titicacasee (auf 3800m Höhe) versuchen, sondern vielleicht in einer etwas tiefer gelegenen Gegend, wie z.B. Arequipa (2300m). Dort akklimatisieren, und dann ggf. in grössere Höhen reisen. Cusco liegt auf 3.400 Meter, Machu Picchu ist relativ niedrig gelegen, dort sollte man keine Höhenkrankheit bekommen. Man kommt nur kaum dort hin, ohne vorher nach Cusco zu fahren. Lokale Medizin gegen die Soroche probiert jeder auf eigenes Risiko. Cocatee soll gegen die Symptome der Höhenkrankheit gut wirken – ob das so ist, kann ich nicht sagen, aber es ist definitv ein interessantes Getränk!

Leicht packen!

Wer nur surfen und baden möchte an Perus Stränden, der wird anders packen als jemand, der in die Berge des Landes reist. Leicht und variabel zu packen, ist dennoch kein Widerspruch. Vor allem kann man in Peru, so wie in ganz Südamerika, sich auf die wunderbaren Dienste der lokalen Wäschereien verlassen. Morgens hingebracht, am Nachmittag zurück, für eine Handvoll Pesos bzw. Soles…Peru für Einsteiger heisst also konkret: Nicht für die ganze Reise Klamotten einpacken, sondern nur für ein paar Tage. Und zwischendurch waschen oder waschen lassen!

Wer z.B. den Inkatrail erklettern möchte, muss natürlich etwas mehr an passender Bekleidung mit sich führen. Allerdings sollte man sich vorab informieren, und ggf. einen Schlafsack vor Ort leihen.

Iquitos Peru

Am Amazonas in Iquitos, Peru. Fitzcarraldo scheint gestrandet…

Hochsaison vermeiden

Ist ein Tipp, der für alle Gegenden aller Länder dieser Welt gilt! Hochsaison in Peru ist im Juni, Juli, August. Regenzeit in den Bergen ist im März April. Wenn es keine Unwetter wie im März 2017 gibt ist diese Zeit zu empfehlen, denn das Land ist angenehm leer, und sogar die grossen Attraktionen wie Machu Picchu sind halbwegs ok zu besuchen.

Platz im Gepäck lassen für Kunsthandwerk

Ich finde es gibt kaum ein Land mit schöneren Mitbringseln und Kunsthandwerk als Peru. In vielen Städten gibt es kleine Markthallen nur für Kunsthandwerk, und ein Besuch lohnt sich unbedingt. Schmuck, Kunst, Kleidung, Dekors, da sind wirklich schöne Sachen dabei! Wer den Reisetipp zum Thema „leicht packen“ beachtet, freut sich, wenn noch ein paar wirklich schöne Souvenirs ins Gepäck passen…

Flüge und Zugtickets vorab online kaufen

Wer seinen Zeitplan ungefähr kennt, der kann sich Flugtickets für Inlandsflüge in Peru oder Fahrscheine für die Eisenbahn (insbesondere PeruRail) schon zuhause kaufen, die Segnungen des Internets machen dies möglich. PeruRail hat eine gute Internetseite, per Kreditkarte lassen sich alle Zugtickets online erstehen. Das spart Zeit und Mühe im Land.

Das gleiche gilt für Inlandsflüge. wer sich lange Bustouren ersparen möchte oder keine Zeit dafür hat, der fliegt. Man kann in Peru sogar in sehr abgelegene Gegenden wie Iquitos oder Tarapoto oder Tacna fliegen.

In die touristischen Zentren wie Cusco oder Arequipa oder Puno gehen Flüge meist mehrerer Airlines. Es gibt fünf innerperuanische Fluggesellschaften: LATAM Peru, StarPeru, LC Peru, Avianca (früher Taca) und Peruvian.

Auf den jeweiligen offiziellen Buchungsseiten der Fluggesellschaften könnt ihr alle Flüge per Kreditkarte buchen. Wer wo hinfliegt lässt sich einfach per Wikipedia herausfinden: Auf den englischsprachigen Seiten des jeweiligen Flughafens findet ihr alle dort verkehrenden Fluglinien und Destinationen.

Peru Lima Airport

Peru für Einsteiger: Lima Airport

Wer den Amazonas in Peru bereisen möchte: Diese Tickets, für die lokalen Boote ab Iquitos z.B. kann man nicht über das Internet bestellen. Diese kann man nur in Iquitos, oder wer nach Manaus mit dem Schiff fahren möchte, in Tabatinga, Brasilien, vor Ort kaufen. Alles für die Fahrt auf dem Amazonas per Boot findet ihr hier.

Adapterstecker mitnehmen

Für Peru benötigt man für seine Technik wie Handy, Kamera, was auch immer, einen Adapterstecker. Gilt nicht für alle Städte und Gegenden, aber manchmal schon. Die Stromspannung sind zwar auch 230 Volt, aber die Steckdosen sind dann doch regional manchmal anders als unsere Schukostecker. Es gibt keinen einheitlichen Standard in Peru, es können mal die passenden runden Anschlüsse für europäische Stecker sein, mal sind es die flachen Anschlüsse, wie man sie in ganz Südamerika findet. Deshalb gehört ein Adapterstecker ins Gepäck.(Zum Beispiel dieser Adapterstecker, klein, leicht, mit USB)

Sonnenschutz!

Insbesondere in den Höhenlagen der Berge denkt man erst mal nicht daran, einen Sonnenbrand zu bekommen. Zudem ist es einfach nicht so heiss, es ist sogar meistens eher kühler, eben der Höhenlage geschuldet. Man ist also einige Kilometer näher an der Sonne als in unseren Breitengraden, und unterschätzt die Kraft unseres Zentralgestirns doch sehr. Also, wenn in den Anden Perus, unbedingt an einen Sonnenschutz denken, sowohl in Form einer Kopfbedeckung als auch an Creme etc. Gibt es aber auch in Cusco z.B. überall zu kaufen.

Meine Empfehlung: Ein Buff Tuch muss dabei sein – hilft gegen und für alles, ist warm, vielseitig einsetzbar, schützt vor Sonne und Moskitos, ist leicht und pflegeleicht!

Reisefotografie

Peru für Einsteiger, da sollte man auch unbedingt über seine Kameraausrüstung nachdenken. Ich habe meistens eine sehr gute (und schwere) Kamera dabei (Canon EOS 5D Mark III) für Natur-, Tier- und Landschaftsfotografie, als auch eine leichte Canon EOS M für die Reise – und Strassenfotografie.

Die Canon EOS M ist unauffälliger, und man muss die grosse Kamera dann auch nicht dauernd mit sich herum schleppen. Mit der Canon EOS M (vergleichbar dazu auch eine Bridgekamera, oder eine GoPro) ist man sehr gut bedient, sie ist klein, leicht, und die Fotos sind schon von sehr guter Qualität.

Zudem kann ich mir mit der 5D die Canon EF Objektive teilen – und das ist deshalb mein Tipp.

Denke über ein Kamera – System nach, was sich erweitern und kombinieren lässt. Dann kann man ggf. Kabel, Anschlüsse, Objektive mit mehreren Kameras benutzen. Die Aufteilung in eine leichte Kamera für die Unterwegsfotografie und eine robuste, anspruchsvolle Kamera für Landschaften und Tiere macht für mich sehr viel Sinn.

An Objektiven nehme ich meistens nur noch ein Immerdrauf – Objektiv mit (z.B. Canon 28 – 105mm), ein Weitwinkel – Objektiv (z.B. 17-40mm) und ggf,, wenn es um Tierfotografie geht, ein 100-400mm Telezoom. Am Amazonas hatte ich, nur so als Beispiel, lediglich das Immerdrauf- und das Weitwinkel – Objektiv dabei. Siehe auch Kapitel „leichtes Gepäck“!

Reisefotografie Peru

Peru für Einsteiger: Foto – Ausrüstung

Dieser Text enthält Affiliatelinks auf meinen Ausrüstungspartner Bergfreunde.de: Wenn ihr über diese Links dort kauft, bekomme ich eine kleine Kommission. Für euch entstehen keine zusätzlichen Kosten zum Kauf!

DC Loew
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DC Loew

DC Loew ist Reiseblogger auf planetenreiter.de und berichtet von seinen Reisen im Speziellen, über das Leben und das Reisen im Allgemeinen sowie über Afrika, Lateinamerika, Safari, UNESCO Welterbestätten und naturnahes und individuelles Reisen im Besonderen. Zudem fotografiert er gerne und liebt die Exotik: Ob Offenbach oder die Osterinsel - los gehts!
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