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Peru Regenzeit: März April im Andenhochland

Reisetipps für Peru in der Regenzeit: Die Anden, die Höhenlage, Cusco

 

Die Regenzeit in den Anden in Peru wird in den meisten Reiseblogs und Reiseführern etwas stiefmütterlich behandelt, ich weiss aber gar nicht, warum. Und um es kurz zu machen und die Frage „Kann ich in der Regenzeit in die peruanischen Anden fahren“ kurz und knapp mit einem kräftigen „Ja“ zu beantworten.

Absolut geht das! Man muss allerdings einiges beachten, und sich entsprechend wappnen bzw. ausrüsten.

Valle sagrado Peru

Peru Anden in der Regenzeit: Das Heilige Tal

Streng genommen kann ich nicht für mehr als einen März sprechen, aber ich möchte einfach annehmen, diesen März stellvertretend für die anderen Märze nehmen zu können und zu sagen, wie man sich denn nun das Wetter im peruanischen Hochland, also im Prinzip zwschen Cusco und La Paz, vorzustellen hat.

Die Reiseführer sind da nämlich alle seltsam uneindeutig und verschwommen, so als ob sie sich nicht trauten, mit der Wahrheit herauszurücken. Und das gilt für fast alle Texte, die ich online recherchiert habe, als auch für die Printausgaben von Lonely Planet Peru sowie für Stefan Lohse Peru. Vielleicht liegt das daran, dass die Autoren der Reiseführer ebenfalls NICHT im März vor Ort waren?

Peru Regenzeit: Ja oder Nein?

 

Wie auch immer, um es kurz zu machen: Kann man als Individualreisender in der sogenannten Regenzeit in das Andenhochland Perus reisen, OHNE Gummistiefel, Regencape und Schwimmweste? Klare Antwort: ja, man kann. Aber auf keinen Fall ohne Sonnenschutz!

Geregnet hat es nämlich, als ich dort war im peruanischen Andenhochland, immer nur Nachts. Tagsüber trocken, die Temperaturen angenehm, mit T-Shirt und Fleecepulli darüber war man bestens gerüstet. Tagsüber schien fast immer die Sonne, und dies ausgesprochen stark. Man tendiert dazu, die Sonne auf einer Höhe ab 3.000 Meter zu unterschätzen, weil es einfach kälter zu sein scheint. Aber die Sonne in dieser Gegend nah am Äquator und auf diesen Höhen ist ein Killer: Kopfbedeckung, Halstuch, Bergsteigersonnencreme sollte man unbedingt dabeihaben, und die Sonne meiden sollte man generell auch!

Beim Besteigen diverser Inkafestungen und Bergeshöhen im und um das Heiligen Tal gerät man ziemlich schnell ausser Puste, und holt sich obendrein einen schlimmen Sonnenbrand, wenn man, siehe oben, keine guten und gutgemeinten Ratschläge befolgt!

Das Wetter in der Regenzeit im Hochland (Peru hat sehr heterogene Klimazonen, im Amazonas Tiefland oder dem Küstenstreifen ist das Wetter im März komplett anders, also bitte beachten, hier geht es um das südliche Andenhochland, auf der östlichen Seite der Anden) eignet sich hervorragend, um das Land um Cusco herum zu besuchen, und obendrein hat es den Vorteil, dass die Touristenströme der Hauptsaison, um den August, dann noch fern allen Sehenswürdigkeiten sind.

Akklimatisieren an die Höhe in den Anden Perus

 

Die Höhenlage von Cusco (3400 m ü. NN) ist dann eine andere Herausforderung, auch hier gilt: Nicht verrückt machen lassen. Ob ihr auf die Höhe reagiert und wie, dafür gibt es nur einen Weg es herauszufinden: Hinfahren! Und dann vor Ort erst mal akklimatisieren und nicht gleich einen Halbmarathon laufen. Höhenkrankheit heisst auf Spanisch Soroche, und die lokalen Apotheken verkaufen dagegen örtliche Heilmittel.

Wem dies zu exotisch ist und wer unter Kopfschmerzen wegen der Höhe leidet, der nimmt bekannte Kopfschmerzmittel. Und verlässt die Höhenlage in Cusco wieder. In Machu Picchu zum Beispiel, welches nur etwas über 2000 Meter liegt, ist die Höhe kein Problem.

Akklimatisieren an die Höhe kann auch sinnvolle Konsequenzen für die Reiseplanung nach Peru haben: Besser man fängt NICHT mit den sehr hohen Höhen in Puno am Titicacasee (3800m) an bzw. in Cusco.

Sondern beginnt z.B. in Arequipa, welches nur auf etwas mehr als 2.000 Meter Höhe liegt. Von dort kommt man leicht mit Bus oder Flieger nach Cusco. Und kann sich dann dort leichter eingewöhnen, Machu Picchu besuchen, und weiter nach Puno am Titicacasee fahren.

Und es gilt darüber hinaus, wenn man in der Regenzeit z.B. Machu Picchu besuchen möchte (also zwieschen Januar und April) – die Züge ab Cusco könnten an einer anderen Station abfahren, als Poroy oder Wanchac. In der Regenzeit 2017 fahren sie nämlich ab Ollayntaytambo ab, siehe Perurail Webseite Expedition Zug.

Packliste Anden Peru Regenzeit

 

In das Gepäck, wer sich in der Regenzeit in die peruanischen Anden begibt, gehört also u.a.:

 

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DC Loew
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DC Loew

DC Loew ist Reiseblogger auf planetenreiter.de und berichtet von seinen Reisen im Speziellen, über das Leben und das Reisen im Allgemeinen sowie über Afrika, Lateinamerika, Safari, UNESCO Welterbestätten und naturnahes und individuelles Reisen im Besonderen. Zudem fotografiert er gerne und liebt die Exotik: Ob Offenbach oder die Osterinsel - los gehts!
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