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Plastik in den Meeren: Was wir dagegen tun können

Plastic: It never goes away. Plastik: es bleibt – für immer.

 

Für mich ist es das schlimmste Umweltprobem unseres Planeten, denn es vergiftet uns Menschen und vernichtet den Lebensraum Meer und seine Tier- und Pflanzenwelt: Das Plastik im Ozean.

Die Reste bzw. Inhaltstoffe dieses gigantischen Müllbergs sind bereits in allen Menschen nachweisbar, und verursachen bzw. begünstigen die verschiedensten Krankheiten. (Quellen hier und hier).

Die Frage nach den Ursachen stellt sich in diesem Fall nicht, und die Antwort halte ich für ein Axiom: Das Plastikproblem ist menschgemacht.

Die erschreckenden Zahlen und wissenschaftlichen Erklärungen dieses Phänomens werden erschöpfend hier auf Wikipedia dokumentiert und erklärt.

Die Frage für uns als Reisende, Reiseblogger, umweltbewusst lebende Menschen ist: Was können wir tun?

 

Ein Boot mieten und das Plastik, die weggeworfenen Netze und all den Abfall aus dem Meer fischen ist, angesichts der Menge an Müll in der See, leider sinnlos. Es wäre ein Beginn und mehr eine symbolische Tat, ein drop in the ocean, wie es im englischen so passend heisst. Man muss also grösser denken, so wie es das Ocean Cleanup Projekt macht. Ich glaube, es lohnt sich, dieses einzigartige Projekt zu unterstützen.

Denn hier wird tatsächlich an einer Vorrichtung gebaut, die es ermöglichen soll, den Ozean vom Plastik, und zwar nicht nur den grossen Teilen, sondern den mittlerweilen kaum noch zu zählenden Mikroplastikpartikeln („five trillion pieces“), zu säubern.

Klingt irgendwie wahnwitzig, aber warum sollte es nicht funktionieren?  Ein sehr ambitioniertes Projekt, und wesentlich sinnvoller als z.B. zum Mars zu fliegen. 2017 soll das erste funktionsfähige Produkt fertig sein, 2020 soll es dann richtig losgehen.

Wer das Ocean Cleanup unterstützen möchte, bitte hier entlang!

Man kann weitere Naturschutzorganisationen unterstützen, welche sich ganz besonders um die Meere kümmern, so wie SeaShepherd oder Greenpeace.

Was kann man sonst noch tun? Plastik vermeiden im privaten Konsum!

 

Privater Konsum bzw. eben der Nichtkonsum von Plastik ist ein entscheidender Faktor. Die Tipps dafür sind auch wirklich eingängig, ich zitiere SeaShepherd Deutschland:

1. Trage deine eigene Wasserflasche bei dir.
2. Trage deine eigene Einkaufstasche bei dir.
3. Sag Nein zu Trinkhalmen oder benutze wiederverwendbare oder biologisch abbaubare Halme.
4. Vermeide unnötige Verpackungen bei Lebensmitteln.
5. Schreibe die Firmen, die dein Lieblingsessen produzieren, an, und bitte sie, kein Plastik mehr zu verwenden.
6. Sprich mit dem Leiter deines örtlichen Supermarktes und lasse ihn wissen, dass du loses Obst und Gemüse bevorzugen würdest. (Wer zur Hölle verpackt Bananen in Plastik, und warum???)
7. Bestelle Essen zum Mitnehmen bei verantwortungsvollen Restaurants, die biologisch abbaubare Verpackungen nutzen, oder – noch besser – iss dein Essen im Restaurant und produziere hiermit keinen Abfall.
8. Falls du oft in deinem Büro oder unterwegs isst, habe dein eigenes Besteck bei dir.
9. Vermeide Styropor um jeden Preis.
10. Schließe dich einer örtlichen Strand- oder Flussreinigungsaktion an.
11. Sei ein Vorbild für deine Mitmenschen.

Ähnliche Tipps zur Vermeidung von Plastik gibt es auch bei Greenpeace.

Grandios und revolutionär: Die Plastic Bank

 

Eine weitere grandiose Idee, um Plastik zu vermeiden, ist die PlasticBank. Wie so oft, sind die wirklich grossen Vorschläge auch ganz einfach zu erklären: Plastik wird gesammelt, und erhält einen eintauschbaren Gegenwert, wie z.B. Geld oder Dienstleistungen.

In Entwicklungsländern schafft man dadurch sogar bezahlte Arbeit, das Plastik wird eingesammelt und wiederverwertet oder entsorgt. So kann es nicht ins Meer gelangen. Ein weiteres grandioses Projekt, das sehr viel mehr Aufmerksamkeit verdient. In Haiti startete die PlasticBank bereits, es folgen die Philippinen und Brasilien. Die Idee kommt also nicht nur der Umwelt und dem Meer zu Gute, sondern auch den Menschen sehr armer Länder.

Plastik im Meer Videos

 

Abschliessend noch ein paar sehr schockierende Videoclips. Und letztlich: Sharing is caring, ganz besonders in diesem Fall freue ich mich, wenn dieser Artikel geteilt wird.

For the Oceans! If the Oceans die, we die!

 

 

 

DC Loew
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DC Loew

DC Loew ist Reiseblogger auf planetenreiter.de und berichtet von seinen Reisen im Speziellen, über das Leben und das Reisen im Allgemeinen sowie über Afrika, Lateinamerika, Safari, UNESCO Welterbestätten und naturnahes und individuelles Reisen im Besonderen. Zudem fotografiert er gerne und liebt die Exotik: Ob Offenbach oder die Osterinsel - los gehts!
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