Fotoausrüstung und Objektive für Safari in Afrika

Safari in Afrika: Tipps für die Fotoausrüstung, Objektive, Kamera

Angenommen, ihr wollt auf eine Safari im wunderbarsten Kontinent von allen: Afrika. Gleich, ob in einer organisierten Gruppenreise, pauschal im Rahmen einer Reise z.B. an die Goldküste in Kenia, oder als sogar als Selbstfahrer im 4×4 mit Dachzelt: Die Frage für den fotointeressierten Reisenden lautet:

Welche Kamera bzw. Foto Ausrüstung und Objektive benötige ich für eine Safari in Afrika oder generell für die Tier- und Wildlife Fotografie?

Wetter, Klima, Licht, Landschaft – und Staub

Welche Faktoren sind zusätzlich zu  bedenken für eine Safari: Wetter, Licht, Landschaft. Das Wetter in den klassischen Safari – Destinationen Afrikas ist ziemlich ähnlich, und auch die Savanne oder semiaride Landschaft des afrikanischen Busch verlangt keine spezielle Foto – Ausrüstung pro Land. Was auf Safari in Tansania funktioniert, klappt auch in Nationalparks von Botswana. Oder in Kenia, Namibia, Südafrika, Zimbabwe, Zambia.

Das Licht in Afrika ist wunderbar und einzigartig, aber meistens nur am Morgen und am Abend. Deshalb gilt bei Safaris und insbesondere für die Safari – Fotografie: früh aufstehen, und Mittags pausieren. So machen das auch die meisten Tiere. Das Mittagslicht ist zu stark und und bleicht auf Fotos  die Farben raus. Der mittägliche Dunst und Staub tut sein Übrigens, gutes Fotolicht zu verhindern.

Löwin in der Serengeti Copyright: DC Loew planetenreiter.de

Kameraausrüstung Afrika: Robust, leicht, hart im Nehmen

Für mich sind bei der Kamera- und Fotoausrüstung für eine klassische Safari im Geländewagen bzw. 4×4, ob als Selbsfahrer oder mit einem Safariveranstalter,  oder für eine Walking Safari, folgende Parameter für das Fotoequipment wichtig:

  • Leicht und mobil
  • hart im Nehmen sprich: schlagfest, Staub- und Spritzwassergeschützt. Das widerspricht ggf. dem ersten Punkt, aber es gibt Kameras, die diesen Widerspruch auflösen
  • hohe Performanz an Bildqualität unter erschwerten Bedingungen und eingeschränkter Infrastruktur. Ich möchte nicht darüber nachdenken, ob es zu feucht oder kalt oder zu heiss für meine Kamera und Objektive ist und ob dies Auswirkungen auf ihre Funktionstüchtigkeit hat.

Beispielhaft  hier meine eigene Ausrüstung an Kameras und Objektiven. das ist für eine eher knapp bemessene Ausrüstung, dafür wird aber nicht an der Qualität gespart!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kamera: Canon EOS 5D Mark III

Canon Objektive:

Canon EF 100-400 L IS (Safari- und Tierfotografie)

EF 17-40 1:4 L IS (Landschaften)

EF 100mm 1:2,8 L Macro

EF 70-200 1:4 L IS

EF 24 – 105 1:4 L IS (Reiseobektiv bzw. Immerdrauf)

Canon Extender EX 2x III

Stativ und Stativkopf: Manfrotto

Kameratasche/Rucksack: Burton Camera Bag

Kameragurt: Crumpler Singapore Sling

Diese für die Reisefotografie gedachte Ausrüstung ist für eine Safari oder Expedition, wenn es um Tierfotografie geht, ggf. zu ergänzen mit (sehr) langen Objektiven speziell für die Tierfotografie:

Das 100-400 L IS von Canon ist ein tolles Objektiv, welches dem Fotografen alle Optionen gibt in einem tierreichen Gebiet wie der Serengeti, Krüger, Chobe oder der Masai Mara.

Ein Objektiv mit mindestens 300mm Brennweite sollte man auf eine Safari mitnehmen.

Zoomobjektive  mögen ein schlechteres Bild machen als lichtstarke Festbrennweiten (sog. prime lenses), sind aber variabler in der Nutzung, gerade wenn es viele Tiere gibt und diese recht nah am Safarifahrzeug sein können.

Wer ein 400mm Objektiv hat oder ein 200er und einen Doppler (Konverter), der liegt richtig. 500er oder 600er Linse – um so besser. Diese sehr langen Objektive kann man übrigens in Südafrika auch leihen, und erspart sich somit ggf. den Kauf als auch den Transport im Flieger auf der Langstrecke.

Besser: Kamera mit Vollformatsensor

Die Wahl der Kamera, insbesondere ob Nikon oder Canon, erscheint mir gegenüber der Objektivwahl fast sekundär. Für eine Safari und ambitionierte Tierfotografie würde ich eine Kamera mit Vollformatsensor nehmen – der Qualitätssprung von z.B. einer Canon 7D oder 6D zur Canon 5D III ist immens und lohnt sich!

Zubehör Liste für Safari Fotografie

Folgend noch eine Liste an Zubehör für Foto- und Kamera – Ausrüstung für eine Safari:

  • Staubschutz: In Afrika in der Trockenzeit ist es wirklich SEHR staubig, wenn man mit dem Fahrzeug unterwegs ist. Staubschutz für die Kameraausrüstung ist Pflicht. Der Handel bietet einige Optionen an, wasserdichte Beutel für Rucksäcke z.B. sind schon eine gute Lösung.
  • Adapter für Stecker: In Afrika und Asien als auch in Südamerika passen die europäischen Stecker oft nicht. Hier deckt ein Welt – Adapter meist alle Fälle ab, Spezialstecker wie die südafrikanischen, welche auch in Namibia und Botswana zu finden sind, bekommt man am Flughafen in Johannesburg oder Windhoek. Für Tansania und Kenia benötigt man oft den britischen Stecker, das ist aber landesweit nicht normiert!
  • Mobile Ladegeräte: Das Auto ist zuweilen die einzige Stromquelle, also sollte man versuchen, darin alles nachzuladen: Kamerabatterien, Notebook, GPS, für alles gibt es Adapter für  die 16V Steckdose im Fahrzeug. Gute Safarifirmen haben einen Trafo dabei, welcher im Landy Strom wandelt und mehrere Schukostecker versorgen kann. Dieser Punkt sollte im Vorfeld mit dem Safariveranstalter geklärt werden.
  • Dreifachstecker bzw. Steckerleiste: Wenn man nur ein Ladegerät für mehrere Endgeräte wie Batterien oder Notebook hat, sollte man versuchen, per Steckerleiste mehrere Geräte gleichzeitig aufzuladen. Auch in afrikanischen Hotels, Camps und Lodges gibt es oft zu wenig Steckdosen!
  • Mobile Speichergeräte: Eine externe Festplatte oder ein kleines Notebook mit grosser Festplatte, das hilft. Ich habe ein zehn Zoll Netbook, das ist vollkommen ausreichend für den Busch. Wahlweise sind auch einfache mobile Festplatten für die Fotodateien gut.
  • Licht und Lampen: Da kann man gar nicht gut genug ausgerüstet sein. Im Busch ist es so dunkel, dass kann man sich als Europäer kaum noch vorstellen. Also, eine Zeltlampe sollte man besitzen, eine sehr starke Stirnlampe, sowie eine wirklich gute Taschenlampe. Und genug Batterien mitnehmen!
  • Fensterstativ oder Bohnensack für die klassische Fotosafari per Jeep – das bringt wirklich enorme Gewinne an Qualität.
  • Kleines, leichtes Stativ – ich bin, ich gebe es zu, ein Stativmuffel. Und benutze ein klitzekleines Manfrotto Stativ.
  • Grauverlaufsfilter: Wer auf Safari geht, steht vor der Sonne auf – und erlebt also fast immer den Sonnenaufgang in der afrikanischen Steppe. Um hier die beste Bildqualität zu erzielen, gehört ein Grauverlauffilter (englisch: ND-grad) zur Fotoausrüstung dazu.
  • Empfehlung: Safari tauglicher Kameragurt von Crumpler. Ist besser als der Standard von Canon.
  • Mobiles Batterieladegerät für Kameraausrüstung für Safaris und unterwegs, kann man z.B. im Auto an den 16 Volt Anschluss anklemmen und die Kamerabatterien laden. Man sollte natürlich mindestens zwei Batterien für jede Kamera haben, eine wird geladen, eine wird genutzt.

DC Loew
Dabei sein

DC Loew

DC Loew ist Reiseblogger auf planetenreiter.de und berichtet von seinen Reisen im Speziellen, über das Leben und das Reisen im Allgemeinen sowie über Afrika, Lateinamerika, Safari, UNESCO Welterbestätten und naturnahes und individuelles Reisen im Besonderen. Zudem fotografiert er gerne und liebt die Exotik: Ob Offenbach oder die Osterinsel - los gehts!
DC Loew
Dabei sein