Italien: So funktioniert der grüne Pass wirklich

Italien: So funktioniert der grüne Pass im Sommer 2021

In vielen deutschsprachigen Medien als auch auf den Seiten der Reisehinweise des bundesdeutschen Auswärtigen Amts steht geschrieben, dass Reisende in Italien den sogenannten “grünen Pass” benutzen müssen um im Rahmen der Covid19 Pandemieregeln belegen zu können, dass sie geimpft sind.

Und vorweg: Es ist falsch und nicht im Sinne des grünen Passes, dass man diesen mit sich führen muss, denn so funktioniert er schlicht nicht.

Kurz gesagt: Alles was du brauchst, sind deine Impfzertifikate in Papierform oder die CoVPass App. Diese werden dann mittels der italienischen App gescannt. Die italienische App brauchst du NICHT laden.

Der grüne Pass funktioniert auch in Padua
Uhrenturm von Padua, Italien

Nachdem ich auf dem diesjährigen Roadtrip Italia (hier gehts zum Trip letztes Jahr) dieses Wunderwerk des Pandemiemanagements im Einsatz bewundern konnte, hier die Zusammenfassung, wie der grüne Pass in Italien denn wirklich funktioniert: 

Genau genommen ist der Pass kein Ausweis oder ein Instrument, welches Daten speichert, die belegen, dass du geimpft bist. Der grüne Pass ist eine sehr einfache App, welche Gastronomen oder Geschäftsbetreiber oder Museen benutzen können, um zu prüfen, ob ihre Kunden bzw. Gäste denn geimpft sind. 

Es steht in vielen deutschen Medien geschrieben, das Italienbesucher diese App laden sollen, welche im Google Play Store als auch bei Apple Itunes unter dem Namen “VerificaC19” zu finden ist. 

Das ist aber ein Missverständnis, denn die App kann die Bestätigungsdokumente von Geimpften gar nicht speichern, sondern diese bei Vorlage nur verifizieren, ohne irgendwelche Daten aufzunehmen.

Ausser eben dem QR Code deiner Impfbestätigung des RKI bzw. den QR Code der CovPass App, dieser wird von der App überprüft (keine Ahnung mit welchen Daten das abgeglichen wird) und als verifiziert oder eben nicht verifziert zurück gegeben.

Somit sind auch viele Bewertungen der App z.B. im Appstore schlicht nicht zutreffend, dass die App nämlich gar keine Dokumente speichern kann. Das soll sie ja auch nicht!

So funktioniert der grüne Pass in Italien

Betritt man in Italien ein Restaurant um dort Innen zu sitzen (bzw. ein Museum etc.) kann der Gastronom per grüner Pass App deinen QR Code des Impfzertifikats scannen, und bekommt dann angezeigt, dass du geimpft bist.

Mehr passiert im Prinzip nicht.  Die QR Code der Impfbestätigung sind innerhalb der EU lesbar und gültig, und das Abscannen des QR Codes der CovPass App funktioniert einwandfrei. Theoretisch müsste man noch seinen Ausweis ergänzend vorzeigen, denn ein Impfzertifikat von z.B. geimpften Verwandten kann ja im Prinzip jeder scannen und als sein eigenes ausgeben. 

Der grüne Pass Italiens bzw. die VerificaC19-App kann die Impfzertifikate in Papierform als auch die deutsche CovPass-App scannen und nur lesen und verifizieren bzw. nicht verifizieren, und rein theoretisch müsste das auch mit abfotografierten QR-Codes deiner Impfung klappen. Die App arbeitet verlässlich und mit dem Abscannen irgendeines QR-Codes lässt sie sich nicht austricksen. Die App speichert keine Zertifikate!

Der grüne Pass Italiens speichert keine Impfzertifikate

Um das noch einmal klar zu sagen: Nicht jede geimpfte Person welche nach Italien reisen möchte muss die App laden, da diese die Impfzertifikate gar nicht speichert. Man muss als Italientourist lediglich sein Impfzertifikat bzw. den QR-Code davon (also z.B. mit der CovPass App) vorzeigen, damit per Grüner-Pass-App dieses verifiziert werden kann.

Durch Gastronomen, Servicepersonal, beim Betreten von Museen und Sehenswürdigkeiten sowie ggf. von Geschäften. In Hotels in Venetien, Umbrien bzw. der Toskana wurde der grüne Pass auf meiner Reise bisher nicht eingesetzt.

Testweise kann man als Italienbesucher den Pass auf sein Smartphone laden und die vorhandenen Dokumente scannen um so angezeigt zu bekommen, ob sie ok sind. Mehr ist mit der App aber nicht möglich. Sie lässt sich weder personalisieren noch speichert sie die Zertifikate ab. Aber genau das ist die Idee: Its not a bug, its a feature!

Reisende welche Italien besuchen wollen und geimpft sind, sollten also ihre Impfbestätigung in Papierform oder per CovPass App mit sich führen. Die Verifizierung erfolgt dann vor Ort. Der grüne Pass muss also nicht zwingend mitgeführt werden und muss nicht vorgezeigt werden

  • Für die eigentliche Einreise nach Italien wird momentan noch ein Online-Dokument verlangt, siehe dazu die Erklärung und Verlinkung beim Auswärtigen Amt.

Das Auswärtige Amt hält den Status der vorzuzeigenden Dokumente (am 14.8.2021) wie folgt fest:

Reisende, die sich in den 14 Tagen vor Einreise nur in Ländern der Europäischen Union und damit auch in Deutschland sowie in Island, Liechtenstein, Norwegen, der Schweiz aufgehalten haben, müssen bei Einreise ein „EU Digital COVID-Certificate“ (in Italien certificazione verde COVID-19) vorlegen, das einen der drei folgenden Nachweise enthält: 

ein negatives Testergebnis (PCR oder Antigentest, nicht älter als 48 Stunden, Kinder unter sechs Jahren sind ausgenommen), oder

eine seit mindestens 14 Tagen abgeschlossene Impfung mit einem von der EMA zugelassenen Impfstoff, oder

Nachweis einer Genesung von COVID-19.

Ansonsten gelten nach wie vor die die üblichen Coronaregeln und Hygienemassnahmen im italienischen Alltag; Abstand; Maske, auch wenn dies in überfüllten Orten wie Venedig höchst unterschiedlich stark eingehalten wird.

dc
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