So wird dein Ausflug nach London Greenwich perfekt!

Der perfekte Kurztrip in London Greenwich: Weltkulturerbe 2x kostenlos

Im folgenden Beitrag kannst du nachlesen, welche großartigen Ziele man in London recht kostengünstig und sogar kostenlos besuchen kann, und von wo man die wahrscheinlich beste und kostenlose Panorama – Aussicht auf die Stadt hat! Und dazu gehört der sehr lohnenswrte Tripp nach London Greenwich.

Am Ende des Textes findest du alle Links mit praktischen Tipps, Preisinfo, Info zur Anreise etc.

Manchmal fährt man doch einfach wohin, um woanders zu sein, als man vorher war. Das nennt man dann wohl Fernweh oder Reiselust.

In diesem Fall verschlug es mich nach London. Einfach so. Was wollte ich spezielles in London sehen oder machen? Eigentlich nichts! Planlos sein auf Reisen entspannt ungemein!

Und in einer Stadt wie London, mit mehr Weltklasse Ausflugszielen als man in einem ganzen Leben wird besuchen können, ist dies eine gehaltvolle Strategie. Ich nenne es mal slow travel. Ist nicht von mir, aber passt.

London eye under blue skies
Vom Boostpier am Parlament geht es los nach Greenwich

Wie auch immer. Da mein Reiseblog bzw. ich als Reiseblogger an Weltkulturerbestätten der UNESCO interessiert bin, sollte während meines London Kurztrip der Besuch eines Welterbes mit dabei sein. In London gibt es vier UNESCO Welterben: Greenwich mit dem Greenwich Marinemuseum und königlichem Observatorium, die königlichen Gärten in Kew, den Tower of London sowie die Westminster Abtei und das angrenzende Parlamentsgebäude. Das famose Stonehenge ist ein Stück weit außerhalb von London, aber per organisiertem Tagesausflug zu bestaunen. (Kosten um die 45 – 50 Pfund pro Person).

greenwich

Welterbe in Greenwich

Meine Wahl fiel auf Greenwich, nachdem ich heraus fand, dass das Anwesen einer meiner all time heroes, nämlich das Landhaus von Charles Darwin in Kent, etwas außerhalb von London, gar kein Welterbe ist. Außerdem ist es etwas komplex, zu Darwins Landhaus hinzukommen. Mit dem öffentlichen Nahverkehr Londons muss man mit British Rail und dem Bus fahren. Für einen Besuch des Landhauses von Darwin in Downe empfiehlt sich deshalb ggf. auch ein Mietwagen oder ein Wohnmobil. Wer in UK campen oder ein Wohnmobil mieten möchte, dem sei übrigens die große Auswahl von Campanda empfohlen.

Ganz klar, dass das Ausflugsziel also das Marinemuseum in Greenwich sein wird, das National Maritime Museum. Das Tolle: Der Eintritt in die Dauerausstellung des Royal Maritime Museum ist kostenlos. Nur die Sonderausstellungen kosten Eintritt.

London Tower Bridge view fron river under blue sky
Die Tower Bridge vom Themse Boot aus gesehen

So kommst du nach Greenwich

Man kann nach Greenwich, im Südosten von London gelegen, natürlich auch mit der U-Bahn bzw. der Docklands Railway DLR fahren. Dann sieht man nur nichts von dieser tollen Stadt! Außer U-Bahnstationen, aber dafür ist London nicht gerade bekannt. Zu Recht, möchte ich hinzufügen!

Die Alternative zur Tube ist das Themse Boot. Denn wer mit dem Themse Boot nach Greenwich schippert, erhält interessante Einblicke in die Geschichte Londons. Denn die Geschichte von Englands Hauptstadt ist eng verwoben mit der Geschichte des Flusses, den Brücken darüber, den Hafen und Werftanlagen entlang des Stroms, welche heutzutage fast alle in schicke Wohngebiete konvertiert sind.

Zudem kann man vom Fluss aus sehr entspannt die Stadt aus eher ungewöhnlichen Winkeln sehen, und das ohne sich durch die touristischen Menschemassen winden zu müssen. Die Fahrt vom Pier direkt am Westminster Parlamentsgebäude bis Greenwich dauert ca. 45 Minuten.

Am Westminster Pier fahren mehrere Bootslinien ab, es gibt drei Fahrkartenkioske, aber die Haltestellen sind alle sehr deutlich angezeigt. Hilfreich ist auch der Plan London River Services (siehe Foto oben bzw. diesen Link) mit allen Haltestellen und Linien auf der Themse, zu erhalten in den meisten Hotels.

View to Greenwich from river Thamse
Über die Themse nach London Greenwich. Rechts im Bild die Masten der Cutty Sark

In Greenwich angekommen (die Haltestelle heißt Greenwich Pier) sind unmittelbar an den Bootsanlegern das Visitor Centre sowie die Cutty Sark zu sehen. Die Cutty Sark ist eines der wenigen vollständig erhaltenen Segelschiffe des 19. Jahrhunderts, welche damals zwischen London und China als Frachtschiffe unterwegs waren. Hauptsächlich wurde Tee transportiert. Die Cutty Sark kostet extra Eintritt, und zwar 13,50 UK Pound für Erwachsene.

Greenwich Visitos Center
London Greenwich: Besucherzentrum unmittelbar am Bootspier

Vom Visitors Centre sind es dann fünf Minuten Fußweg in das famose National Maritime Museum. Wer meine Schwäche für alles maritime, die Seefahrt und das Zeitalter der Entdeckungen kennt (mit meinen personal heroes Cristobal Colon, James Cook und Ernest Shackleton) der weiß, daß für mich an diesem Museum gar kein Weg vorbei führt (Wie schon im Schifffahrtsmuseum Amsterdam).

Und der Hammer ist, und ich bin dem britischen Steuerzahler aufrecht dankbar dafür: Das Marinemuseum und seine Dauerausstellung kann kostenlos besichtigt werden! Jawoll, freier Eintritt! No Admission!! (Ich weiß, habe ich oben bereits erwähnt, aber da dieser Umstand im teuren London so großartig ist, sei es zweimal erwähnt.)

Nationa Maritme Museum London Greenwich
Ahoi! Und ne Buddel voll mit Schiff! London Marinemuseum Greenwich

Im National Maritime Museum lassen sich Instrumente wie Kompasse, Sextanten und andere Navigationsinstrumente bewundern, viele aus dem 17. und 18. Jahrhundert, teilweise auch in Deutschland hergestellt.

Zudem weist die Dauerausstellung eine begehbare Weltkarte aus, und eine sehr lehrreiche Exposition zum Thema Sklavenhandel: Waffen, historische Dokumente, Gemälde, maritime Gegenstände aller Art stellen Europas gemeinsamen historischen Schandfleck sehr akkurat dar. Ebenfalls ausgestellt ist die berühmte Uniform von Admiral Nelson, welche er in seiner letzten Schlacht trug. Und ja, habe ich es bereits erwähnt? Londons Marinemuseum, das größte Marinemuseum der Welt (Eigenwerbung) kostet keinen Eintritt.

Das National Maritime Museum hat übrigens auch eine Klasse Cafeteria, mit kalten und warmen Speisen, Sandwiches, Kaffee, Tee, Kaltgetränken.

Vom Marinemuseum zum königlichen Observatorium

Von der Cafeteria des National Maritime Museums ist dann auch nur noch ein Katzensprung hinauf auf den kleinen Hügel, auf welchem das königliche Observatorium (Royal Observatory) zu finden ist. Londons einziges Planetarium, übrigens.

In dieser wunderbaren Institution der Aufklärung wurde Wissenschaftsgeschichte geschrieben, und unter anderem geht genau hier der Nullmeridian durch, mit dessen Hilfe die Längengrade unseres Planeten und somit lokale Uhrzeiten definiert werden konnten. Der Begriff der Greenwich Mean Time (GMT) dürfte den meisten Reisenden noch bekannt sein. (Beispiel: In London ist es bei GMT 12 Uhr Mittags, in Berlin 13 Uhr, und in New York 7 Uhr morgens.)

GMT wurde allerdings mittlerweile von der UTC, der Universal Time Coordinated abgelöst. (Eine schöne Erklärung zu GMT und UTC hier bei zeitzone.de)

London Panorama from Greenwich
Blick vom Hügel des Royal Observatoty auf London, die City, und Docklands sowie im Vordergrund Greenwich

Auf dem Nullmeridian: Breitbeinig in zwei Hemisphären

Der exakte Punkt, genauer gesagt ist es ja eine Linie, durch welchen der Nullmeridian hindurch geht, ist im Inneren des Observatoriums , und man muss Eintritt bezahlen, um dort hinzukommen. Aber man kann sich die Linie natürlich auch außerhalb des Zauns vorstellen!

Und dann, breitbeinig über dem Nullmeridian, in zwei Hemisphären stehen. Es gibt keinen asiatischen Besucher, der sich dieses Selfie entgehen lässt!

Eintritt in das königliche Planetarium ist 9,50 UK Pound für einen Erwachsenen.

Die Aussicht vom Hügel des Royal Observatory auf London ist ziemlich einzigartig, bei gutem Wetter geradezu großartig, und kostenlos. Links begrenzt von The Shard, rechts von der 02 Arena, in der Mitte das Marinemuseum, das ist wirklich ein wow-Effekt. Mit etwas Glück erwischt man auch den Tag im Jahr, an welchem der Himmel so strahlend blau ist wie auf meinem Foto.

Zurück in die City kann man dann wieder das Themse Boot nehmen (alle Preise siehe unten), oder die U-Bahn bzw. Docklands Railway DLR.

DC Loew
Dabei sein

DC Loew

DC Loew ist Reiseblogger auf planetenreiter.de und berichtet von seinen Reisen im Speziellen, über das Leben und das Reisen im Allgemeinen sowie über Afrika, Lateinamerika, Safari, UNESCO Welterbestätten und naturnahes und individuelles Reisen im Besonderen. Zudem fotografiert er gerne und liebt die Exotik: Ob Offenbach oder die Osterinsel - los gehts!
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