Packliste Weltreise: Was wirklich sinnvoll ist mitzunehmen, und was nicht

Packliste Weltreise: Travel like a Pro

(Mit freundlicher Unterstützung von Peek + Cloppenburg)

Ja, es stimmt, irgendwo hier in den Textwüsten dieses Reiseblogs schrieb ich einst, dass Packlisten sinnlos sind, und jeder Reisende doch am besten selbst wissen dürfte, was für die Reise, die lange Reise oder sogar die Weltreise, einzupacken ist. Jetzt mit einer Packliste für lange Reisen zu kommen ist also im besten Sinne inkonsequent, im Schlechtesten nichts als reiner Opportunismus. Egal, hier die Packliste Weltreise.

Packliste: Gepäckdogmen, Special Needs, auf eigene Faust reisen

Ich gebe es zu – ich bin ziemlich exzentrisch, was das Packen, das Mitnehmen von Dingen, das Besitzen von Dingen sowie das Gepäck als solches angeht. Da kommt vieles zusammen, ich möchte auflösen: Es gilt immer, für jede Reise: Nimm nicht soviel mit. Du musst es selbst tragen können. Koffer mit Rollen dran gelten nicht. Du musst dein Gepäck selbst tragen können.

Das ist die wirklich wichtige und einzige Regel, das Dogma zum Gepäck des Reisenden. Egal was du mitnimmst – du musst es selbst TRAGEN können.

Nicht schieben, rollen, schubsen, ziehen oder es von jemand anderem tragen lassen. Du selbst. Dein Gepäck, den Rucksack, den von mir aus Koffer, den Duffle Pack. Tragen. Das ist die eherne Regel des Travellers, alles andere sind Touristen. Insbesondere die mit den Rollkoffern.

Dies vorweggenommen, und ich meine das ernst. Wer Rollkoffer ok findet, braucht nicht mehr weiterlesen (gilt für den gesamten Reiseblog übrigens) und braucht generell und ohnehin auch gar keine Packliste.

Also, die Packliste hier ist für Menschen ohne spezielle Bedürfnisse, und ohne Luxusansprüche. Die Packliste ist für eine Reise auf eigene Faust, dort, wo man alle Verkehrsmittel nutzt, auch mal zwischendurch fliegt, und für Leute, die ihr Gepäck tragen. Und deshalb leicht reisen.

Und diese Packliste lehrt von meinen Erfahrungen unserer Weltreise, den diversen Trips am Ende der Welt in Südamerika, in der Südsee und Tahiti, der Osterinsel, oder am Amazonas.

Packliste Weltreise: Handgepäcktipp Aeronaut von Tom Bihn
Packliste Weltreise: Handgepäcktipp

Unterschiedliche Klimazonen verursachen (viel) Gepäck

Das ist einem vielleicht zu Beginn der Planung einer Reise nicht so bewusst – aber natürlich hat der oder die Zielorte eine große Auswirkung auf das Packvolumen.

Wer in kalte Regionen oder die Berge zum Trecken fährt, braucht hat mehr Gepäck als wer nur in warme Gegenden reist.

Insbesondere solche Ecken wie Patagonien, Neuseeland, Südafrika und Namibia im afrikanischen Winter oder die Berge in Peru sind kälter, als man denkt. Da reichen T-Shirts auf keinen Fall.

Wichtig ist also, sich vor Abreise klar zu machen, welche Klimazonen man besuchen wird, wie die durchschnittliche Temperatur dort ist, und wie oft und wasserreich es regnet. Und welche Aktivitäten man vorhat. Wer nur am Strand sein möchte, braucht einfach weniger Zeug als Leute, welche in den Anden wandern möchten.

Packliste Weltreise: Die Anden, am Meer, Osterinsel, Tahiti, Moorea und Neuseeland

Exemplarisch habe ich in der Überschrift angemerkt, wo es in meinem Fall hinging, einfach mal, um die unterschiedlichen Klimazonen auf zu zeigen, unabhängig von der Jahreszeit. Rein in eine Langzeitreise, Weltreise, round the world Trip sollte also folgendes. Selbstverständlichkeiten wie Unterwäsche oder Toilettenartikel (kann man weltweit kaufen, muss man nicht alles mitnehmen!) etc. lasse ich weg!

  • Warme, geruchsresistente Longsleeves oder T-Shirts und Socken: Unbedingt zu empfehlen, sich so etwas zu besorgen, denn das ist wirklich praktisch. Hält warm, ist robust, kann man mehrere Tage hintereinander anziehen. Und auch mal zwischendurch im Waschbecken waschen, und z.B. Produkten aus Merinowolle dann beim Trocknen zuschauen.
  • Hoodie oder Fleecejacke: Ist ebenfalls multifunktional einsetzbar, als zweite Schicht oder als äußere Schicht. Ist nicht teuer, wenn es verloren geht, hält warm, passt gut bei Flug- und Busreisen.
  • Schuhe: Kann man gar nicht oft genug sagen, dass man bei den Schuhen auf keinen Fall sparen soll. Hier bin ich für Qualität: Sneaker aus leichtem, waschbaren Material, für Strand und Stadt und Sport. Trekkingschuhe mit fester Sohle, wenn man mal wandern möchte. Und irgendwas dazwischen für den harten Reisealltag, also z.B. Sneaker mit robuster Sohle, die aber dennoch keine Bergschuhe sind, die werden manchmal als Approach Schuhe oder Trail Running Schuhe bezeichnet. Finde ich sehr Klasse für lange Reisen.
  • Hosen: Ich finde eine Jeans die unpraktischste Hose für alles, was man unterwegs so macht: Reisen, Wandern, im Flieger oder Bus sitzen. Jeans sind zu schwer, schmutzen zu leicht, sind nass ein Alptraum, sind zu eng, halten keine Wärme, und lassen Kälte durch. Also für aktive Reisende das unpassendste Kleidungsstück. Man muss aber auch keine super fancy Outdoor – Funktionshose kaufen. Eine ganz normale Stoffhose (z.B. eine Cargohose) ist für die meisten Gegenden dieses Planeten total ausreichend, in kalten Wetterzonen kann man diese mit einer z.B. langen Unterhose aus Merino kombinieren.
  • Regenjacke. Ich empfehle eine kleine, leichte und zusammenfaltbare Regenjacke. Die passt sicherlich auch ins Handgepäck.
  • Halstuch. Das Merino Multifunktionstuch von Buff muss mit. Robust, trocknet schnell, ist extrem praktisch, kann man als Hals- oder Kopftuch gebrauchen, hält warm. Wer in klimatisierten Räumen friert, oder es in Flugzeugen immer als zu kalt empfindet, dem empfehle ich ein Halstuch. Funktioniert!
  • Beleuchtung: Wie kann man denn verreisen ohne z.B. eine Zeltlampe, oder eine vernünftige Taschenlampe? Die sind heutzutage wirklich leicht, und helfen auch mal in entlegenen Gegenden, wo vielleicht im Hotel das Licht ausfällt. Wer campen geht, benötigt ohnehin mehr als ein Leuchtmittel. Bewährt beim Campen: Stirnlampe. Da hat man die Hände frei. Anzumerken ist, dass es in Gegenden um den Äquator sehr früh und sehr schnell recht dunkel wird. Das mag überraschen, aber alleine deswegen ist es gut, eine Taschenlampe oder ähnliches dabei zu haben. Mehr zu den besten Reise – Gadgets findest du hier.
  • Das Reisegepäck an sich: Duffel oder Rucksack – sollte leicht, robust, abwaschbar und vielseitig einsetzbar sein. Die Duffel Bags von z.B. The North Face sind genial, und Marken wie Patagonia, Eagle Creek oder Osprey sowie die Rucksackgenies von Gregory haben sehr gute Alternativen im Sortiment. Darüber hinaus sind diese Art von Taschen farbig auffällig, und man sieht sie sofort, wenn sie auf den diversen Flughäfen dieser Welt über das Gepäckband rollen. Da ist die Gefahr sehr gering, dass sie jemand aus Versehen mitnimmt. Mehr zum Thema Gepäck für die Weltreise ist hier.
Packliste Weltreise: The North Face Duffel Bag
Packliste Weltreise: Duffel Bag. Ist eine Tasche, welche man wie einen Rucksack tragen kann

 

  • Packtaschen. Finde ich unverzichtbar. Diese kleinen Helfer sind leicht, farbenfroh, robust, und helfen dir, dein Gepäck in kleinen übersichtlichen Mengen zu packen. So geht alles viel leichter und schneller in Duffel Bag oder Rucksack hinein, das Packen wird so zum Kinderspiel, wer viele Stationen auf seiner Reise wird dies zu schätzen wissen. Auch wer nur eine Übernachtung hat, und sein System mit den Packtaschen im Griff, wird merken, wie schnell man aus- und einpacken kann. Die wahre Freude! Die Packtaschen von Eagle Creek sind meine Empfehlung!
Packliste Weltreise: Kleiner Tagesrucksack und Packtaschen
Packliste Weltreise: Kleiner Tagesrucksack und Packtaschen
  • Kleiner Tagesrucksack. Das war ebenfalls auf unserer Weltreise eine tolle Idee, welche sich extrem bewährt hat. Einen kleinen, faltbaren Rucksack dabei zu haben erleichtert vieles. Darin kann man in Tagestouren, Ausflügen, Städtetrips schnell mal Kleinkram oder die Fotokamera unauffällig transportieren. Und der Tagesrucksack lässt sich zusammenfalten und passt ins Gepäck. Ich würde nicht die ganz billigen nehmen die aus so einer Art Segeltuch sind, das taugt nichts. Etwas robuster sollte der leichte Tagesrucksack schon sein, und mehr als 20 Liter Volumen braucht er auch nicht haben.
  • Unterwegs waschen. Muss man das erwähnen? Ja, sollte man. Wer noch nie z.B. in Südamerika oder in Afrika unterwegs gewesen ist, weiß dies vielleicht nicht. Dort gibt es eigentlich überall Wäschereien, welche für kleines Geld deine Wäsche sorgfältig waschen und bügeln. Oft bieten diesen Service auch Hotels und Unterkünfte an. Man gibt die Wäsche morgens ab, und hat sie am Nachmittag zurück. Was im Umkehrschluss heißt, dass man eigentlich nie saubere Wäsche für mehr als eine Woche einpacken muss.
  • Universalstecker, Adapterstecker, Steckdosenleiste. Wer viele elektrische Gerätschaften dabei hat, wer fotografiert, Videos macht oder sein Smartphone dauernd laden muss, sollte einen Universaladapter dabei haben. In Südamerika z.B. aber auch im südlichen Afrika gibt es zuweilen Länder, wo bereits innerhalb des Landes diverse Steckernormen zu finden sind. Und wie ich finde, gibt es in vielen eher einfachen Unterkünften meistens viel zu wenige Steckdosen. Meist muss man aber mehr als ein Gerät laden, wenn man unterwegs ist. Hier hilft ein Verteiler oder eine kleine Steckdosenleiste, wo man z.B. auch USB Geräte anstöpseln kann.

DC Loew
Dabei sein

DC Loew

DC Loew ist Reiseblogger auf planetenreiter.de und berichtet von seinen Reisen im Speziellen, über das Leben und das Reisen im Allgemeinen sowie über Afrika, Lateinamerika, Safari, UNESCO Welterbestätten und naturnahes und individuelles Reisen im Besonderen. Zudem fotografiert er gerne und liebt die Exotik: Ob Offenbach oder die Osterinsel - los gehts!
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