Perus Norden: Chachapoyas und Tarapoto. Bergwald und Dschungel.

Reiseblog Peru: Zwischen Chachapoyas und Tarapoto. Von den Anden in den Regenwald.

Eine faszinierende Reise ist die Strecke zwischen den beiden Städten im Norden von Peru, welche unterschiedlicher kaum sein könnten: Das auf  lässig-kühlen 2300 Meter Höhe in den Anden liegende Chachapoyas und das im nördlichen Amazonas – Tiefland vor sich hin schwitzende Tarapoto.

Beide Orte sind echte Traveller Destinationen, mit viel Flair, wenig Tourismus, schönen Attraktionen und einem Übermaß an charmanter Unverfälschtheit. Sozusagen off the beaten path.

Wie man hinkommt, warum es sich lohnt dort hinzufahren, was es kostet, wie man als Traveller oder Backpacker herum kommt und was es dort zu sehen gibt, folgt jetzt und hier im Peru Traveller Südamerika Reiseblog.

 

Chachapoyas: Peruanisches Städtchen mit Charme

Die Stadt heisst Chachapoyas, mit einem „s“ am Ende. Das Volk, welches Kuelap erbaute, wird Chachapoya genannt, ohne „s“.

Der Ort Chachapoyas mit ca. 27.000 Einwohnern befindet sich im nördlichen Hochland von Peru auf ca. 2300m Höhe und ist eine sehr gute Ausgangsbasis für Reisen in die Gegend, und überhaupt sehr angenehm und freundlich.

Man kann hier durchaus ein paar Tage verbringen, die Batterien wieder aufladen, durch die koloniale Gassen bummeln, sich neu verproviantieren, Ausflüge in die Umgebung machen, oder nach Lima, Cajamarca, Kuelap, Leymebamba, Trujillo, bzw. in Richtung Amazonas Tiefland, weiterreisen.

Chachapoyas hat eine schöne historische Altstadt, eine grosse Plaza, welche zu unserem Besuch gerade grundlegend verschönert wurde, viele Geschäfte, Cafés, Restaurants, Banken, eine Markthalle also im Prinzip alles wichtige für den Traveller.

Zudem einige angenehme und preiswerte Hotels, und eine große Busstation (Terminal terrestre) mit Verbindungen in alle Himmelsrichtungen.

Plaza de Armas, Chachapoyas, Peru
Plaza de Armas, Chachapoyas, Peru

Chachapoyas Infrastruktur für Reisende

Geldautomaten

Geldautomaten und Banken gibt es rund um die Plaza bzw. in der Fußgängerzone in grosser Auswahl. Wer in Richtung Kuelap bzw, Tingo, Leymebamba mit dem Ziel Cajamarca weiter reisen möchte, der muss wissen, dass es dort bis Cajamarca keine Geldautomaten und Banken geben wird, und sollte also genügend Bargeld einpacken.

Unterkunft Chachapoyas

Vom Hostel mit dorm room zum historischen  Schatzkästchen von Hotel in der kolonialen Altstadt. Alles bzw. die meisten Unterkünfte sind in Laufweite zur Plaza. Chachapoyas hat mit dem La Casona Monsante ein wirklich sehr empfehlenswertes Hotel zu bieten, und es ist meine Hotel Empfehlung.

Ein Doppelzimmer mit Frühstück kommt um die 70 Euro. Dafür wohnt man in einem sehr schönen historischen Gebäude mit zwei Meter dicken Mauern und viel Atmosphäre, sowie sehr freundlichen Menschen und einem tollen lokalen Frühstück. Das ist diese Art von Hotel, welche für Backpacker vielleicht zu teuer ist, Traveller welche sich ein höheres Hotel – Budget leisten, werden es lieben. Versprochen.

Wer es preiswerter haben möchte, die Hostals in Chachapoyas beginnen ab 10 Euro im Mehrbettzimmer (dorm room). Buchbar vor Ort, oder wer vorab online gehen kann über die üblichen Hotelbuchungsportale wie Expedia oder booking.com etc.

Essengehen in Chachapoyas

Ebenfalls große Auswahl. Nachdem wir eine eher für Touristen gedachte Pizzeria (Candela) ausprobiert hatten, mit guten Pizzen aber zu hohen Preisen (ca. 22 Soles die Pizza, also ca. 5 Euro), war am nächsten Abend das sehr regionale Lokal Las Rocas direkt an der nördlichen Seite der Plaza de Armas ein angenehmer Volltreffer.

Im Norden von Peru kann man zu zweit und vegetarisch für wirklich kleines Geld sehr angenehm essen. Der Preis im Las Rocas für ein vegetarisches leckeres Essen am Abend ist um die 8-12 Euro totalmente, inklusive Getränke und einer türkischen Soap Opera für alle, im TV.

Der Traveller und Backpacker Treffpunkt in Chachapoyas scheint mir das Cafe Fusiones, ebenfalls direkt an der Plaza in einem historischen Gebäude untergebracht, zu sein. Dort gibt es kostenloses WLAN und gutes Essen und Trinken, aber hierhin verirrt sich kein Local. Trotzdem ein schöner Ort, um sich die Zeit zu vertreiben und zu entspannen und zu schauen, was die anderen Traveller so machen.

La Ruta del Cafe ist eine tolle Marketingidee in Chachapoyas. Hier werden alle Caféhäuser, welche Kaffee aus der Region anbieten und auch abgepackt verkaufen, unter einem Label und im Stadtplan aufgeführt. Absolut empfehlenswert für die Freunde und Freundinnen des edlen Getränks, weil hier Kaffeesorten aus der Region und von lokalen Fincas und Plantagen aus dem Norden Perus verkauft werden. (hier zur Facebookseite von ruta del cafe)

In Chachapoyas gibt es in der Fußgängerzone viele kleine Geschäfte mit kalten Getränken oder kleinen Snacks, sowie einen tollen Bäcker. Kein Mensch spricht Englisch, geht aber auch so, wer kein Spanisch kann. Alle sind freundlich und höflich und haben Zeit, niemand quatscht dich an, und nach zwei Tagen in Chachapoyas kann man die ersten Bekannten in der Fußgängerzone grüssen. So geht Peru!

Markthalle Chachapoyas

Die Markthalle von Chachapoyas ist in einer Seitenstraße der Plaza, am besten durchfragen. Dort gibt es allerhand Obst- und Gemüsestände, Bäcker, aber auch Händler mit Drogerieartikeln, Kleidung, was man halt so braucht, wenn man unterwegs ist.

Chachapoyas, Peru: Markthalle
Die Markthalle von Chachapoyas, Peru. Foto: iPhone.

Ausflüge ab Chachapoyas

Die Veranstalter für Tagesausflüge in Chachapoyas sind rund um die Plaza sowie in der Fußgängerzone zu finden. Direkt an der Plaza ist auch das örtliche Tourismusbüro von iPeru, welches behilflich ist, den passenden Ausflug und Anbieter zu finden.

Tagesausflug Kuelap

Das historisch und touristische Reiseziel Nummer 1 in dieser Gegend von Peru, und auch der Grund, weshalb ich dort war, ist die alte Festung Kuelap. Mehr dazu liest du hier in meinem Posting im Peru Traveller Südamerika Reiseblog über Kuelap, wie man hinkommt, was es kostet, und was einen dort erwartet.

Von Chachapoyas gibt es Tagesausflüge nach Kuelap, welche einen hinbringen und auch wieder zurückfahren.

Fahrtdauer einfach ist eine Stunde. Wer abenteuerlustig ist, nimmt sich einen Colectivo Bus ab der Busstation von Chachapoyas nach Tingo oder Nuevo Tingo, das kostet 7 Soles.

Kuelap Peru
Kuelap Peru: Blick in das nördliche Hochland. So geht Peru! Foto mit Canon EOS 5D Mark III und Canon IS L Objektiv 17-40.

Zum Gocta Wasserfall

Einer der höchsten Wasserfälle der Welt kann als Tour gebucht werden, man kann aber auch individuell per Colectivo dort hin fahren.

Canyon de Sonche

Ist ebenfalls individuell machbar, man kann von der Plaza in Chachapoyas aus hinlaufen, das sind ca. 6 km.

Chachapoyas Anreise und Weiterreise

Nach Chachapoyas kommt man mit dem Flugzeug, ab Lima, oder mit dem Bus bzw. dem Colectivo.

Flug Chachapoyas ab/bis Lima

Seit Sommer 2017 fliegt die peruanische Fluggesellschaft ATSA Airlines die Strecke zwischen Chachapoyas und Lima. Diese Route wurde jahrelang nicht bedient, obwohl Chachapoyas einen kleinen Flughafen aufweisen kann. Buchbar ist die Route direkt beim Anbieter, und zwar hier. In einigen Reiseführern und auch Wikipedia steht, dass die Strecke zwischen Lima und Chachapoyas nicht bedient wird, aber das ist veraltet. Hier im Peru Reiseblog werden ich regelmäßig überprüfen, ob die Strecke noch bedient wird, dieser Text hier wird also diesbezüglich aktuell bleiben!

Chachapoyas Terminal Terrestre: Anreise ab Cajamarca bzw. Lima, Bus nach Tarapoto

Es gibt zwei Routen, welche man ab Cajamarca mit dem Bus nehmen kann. Über die Berge, oder außen herum. Die Strecke über die Berge ist mehr Abenteuer, und wird von der Busgesellschaft Virgen del Carmen ab Cajamarca bedient. Fahrtdauer Cajamarca – Chachapoyas sind 11 bis 12 Stunden. Mehr dazu hier in den Reisetipps zu Cajamarca.

Über Chiclayo (10-11 Stunden) kommt man in ca. 23 Stunden von Chachapoyas nach Lima.

In das Amazonas Tiefland führt die Strecke aus Chachapoyas in acht Stunden nach Tarapoto, mit Halt in u.a. Moyobamba.

Das Terminal Terrestre von Chachapoyas ist die sehr malerische Busstation, etwas am Rande der Innenstadt gelegen, aber noch fussläufig zu erreichen. Ein Taxi von der Altstadt in Chachapoyas zur Busstation kostet 3 Soles, also ca. 60 Cent.

Im Terminal haben alle Busanbieter ihre Schalter, wer wo hinfährt und was es kostet steht auf grossen Schildern. Hier kann man im Prinzip nichts falsch machen! Der colectivo von Chachapoyas nach Tarapoto kostet 35 Soles, also ca. 8 Euro. Es fahren mindestens drei Busse täglich die Strecke, einer sehr früh, der letzte um 10:30, einer dazwischen. Man kauft das Ticket inklusive der Reservierung des Sitzplatzes. Ich würde am Tag vorher das Busticket kaufen.

Reisetipps für die Busfahrt Chachapoyas Tarapoto

Für die achtstündige Busfahrt nach Tarapoto zu empfehlen: Essen und Getränke selbst mitbringen, oder aber von den fliegenden Händlerinnen in der Station bzw. an den Halten unterwegs kaufen. Sie bieten kleine abgepackte Portionen von Kartoffel – oder Bananenchips an, Erdnüsse, Obst, das kostet meistens einen Sol. Und ist immer lecker! Der Bus hat keine Toilette und hält in den ersten Stunden, also in den Bergen, kaum an. Zehn Leute passen in so einen Colectivo übrigens rein, können auch zwölf sein, wer will das schon so genau wissen.

Das Gepäck wird übrigens sehr sorgfältig auf dem Dach verstaut und auch mit einer Plane vor Regen geschützt.

Die meisten Halte kommen erst im Amazonas Tiefland, wenn man die Berge verlassen hat.

Die Fahrt durch die Berge ist ziemlich sensationell, man kann eine absolut ungewöhnliche Flora auf einer Höhe bewundern, die in den Alpen z.B. nur Schnee, Fels und Eis zulässt.

Hier im Norden von Peru an den Hängen der Bergnebelwälder wachsen Kakteen und Papayabäume. Wenn dann der Bus die Serpentinen der Anden verlassen hat, wird es grüner, schwüler und viel wärmer. Und plötzlich tragen die Menschen Flipflops und kurze Hosen und T-Shirts, und man sieht Kakao zum Trocknen vor den Häusern ausgelegt. Absolut faszinierend!

Das gibt es so nur in Peru, dieser Wechsel zwischen den Klimazonen, der Flora und Fauna. Von den Bergen in den Regenwald, das ist unendlich schön und spannend und abwechslungsreich, und wer sich in diesen acht Stunden Busfahrt langweilt, dem ist nicht zu helfen.

Tarapoto, Peru: Im Tiefland des Amazonas

Das nördliche Hochland von Peru ist eine wunderbare Region, die Natur ungewöhnlich und fast schon seltsam bemerkenswert. Man weiß, man ist auf 3.000m Höhe, aber die dampfenden grünen Berghänge sehen einfach nicht danach aus. Die Kolibris passen auch nicht in das Bild, das Klima ist sehr ungewöhnlich, die Menschen höflich und altmodisch zurückhaltend.

Und dann kommt man nach Tarapoto, und alles ist noch mal ganz anders.

Plaza Central Tarapoto Peru
Plaza Central Tarapoto Peru

Tarapoto, Yurimaguas und per Boot den Amazonas hinab

Tarapoto ist ein Städtchen mit ca. 100.000 geschäftigen Einwohnern, und ein Tor in den Regenwald Perus. Es ist, ähnlich wie Iquitos, Ausgangspunkt für Reisen den mächtigen Amazonas hinunter.

Mit dem Bus kann man in 2-3 Stunden nach Yurimaguas fahren, von dort mit Booten den Fluss bis Iquitos hinab, und dort in ein Boot nach Santa Rosa bzw. Kolumbien (Leticia) oder Brasilien (Tabatinga) und von dort auf dem Amazonas mit dem Kabinenschiff nach Manaus oder Belen.

Wer sich für die fahrt den Amazonas hinab interessiert, liest hier im Südamerika Reiseblog Peru Traveller weiter, auf der Peru Seite findest du alle Info!

Unterkünfte in Tarapoto, Peru

Es gibt eine recht grosse Auswahl an Unterkünften in Tarapoto. Die meisten sind eher rustikal, es gibt ein einziges Vier-Sterne Hotel.

Preiswert ist es in dieser Gegend in Peru sowieso. Wir haben im sehr sehr netten Casa del Italiano genächtigt, das DZ inklusive Frühstück für 40 Euro. Wie der Name des Hotels schon vermuten lässt, wird es von Italienern betrieben, was mich sprachlich etwas verwirrt hat, aber sehr sehr charmant war.

Natürlich ist das Essen spitze, wer vorher Bescheid gibt, kann dort auch zu Abend essen. Die Signora wird dann ein wunderbares peruanisch-italienisches Essen zaubern.

Das Casa ist etwas am Rand der Innenstadt, eine Fahrt mit dem mototaxi kostet 5 Soles hin, aber nur drei zurück in die Stadt.

Ansonsten beginnen die Unterkunftspreise in Tarapoto bei 7 Euro im dorm rooom bzw. 9 Euro für ein Doppelzimmer im Hostal.

Weitere Unterkünfte in Tarapoto bzw. in der Umgebung und mit etwas mehr Dschungelfaktor finden sich per Google bzw. den Hotelbuchungsportalen. Es sind sogenannte Lodges, welche teilweise einige Stunden außerhalb von Tarapoto sind, und in Buchungspaketen inklusive Ausflügen und Gassigehen mit Vogelspinnen zu buchen sind. Oder schwimmen mit Piranhas, ganz nach Geschmack!

Essengehen Tarapoto

Ziemlich gute Auswahl um die Plaza herum, sowie den angrenzenden Vierteln, wo die meisten Restaurants und Bars von Tarapoto zu finden sind. Viel klasschisches Peru und Südamerika mit Grillspeisen, aber auch Pizzerien und vegetarische Optionen zu kleinen Preisen.

In der Innenstadt gibt es auch einige Cafés, mit anständigem Kuchen, und sogar ein französisches Café mit Croissants!

Ansonsten quer über Tarapoto verteilt unzählige streetfood Optionen, man muss also nicht in die Innenstadt, wenn man eher außerhalb davon logiert.

Herumkommen in Tarapoto: Mototaxi zum Flughafen

Das macht man in Tarapoto Peru mit dem mototaxi, in Iquitos auch als motocarro bezeichnet, in Asien als Tuktuk bekannt.

Preis vorher verhandeln, die liegen aber meistens zwischen 3 und 5 Soles. Es handelt sich bei diesen Gefährten um ein Motor-Dreirad mit einer auf einer Achse befindlichen Sitzbank für zwei Fahrgäste. Etwas Gepäck kann auch transportiert werden, das muss man ggf. festhalten während der Fahrt. Fahren mit dem motocarro ist schnell, laut, und sehr spaßig. Es gibt immer was zu sehen!  Also keine Scheu, und vorher den Preis aushandeln, indem man sein Fahrtziel nennt.

Ein mototaxi zum Flughafen von Tarapoto kostet zwischen 8 und 10 Soles. Ansonsten kann man in der kleinen Stadt, in der Gegend um die Plaza de Armas, auch sehr gut zu Fuß gehen.

Ausflüge und Aktivitäten in Tarapoto

Um die Plaza von Tarapoto und die Seitenstraßen finden sich allerhand Tourveranstalter, alle haben die Ausflugsoptionen auf Schildern angebracht, man kann so sehr gut die Preise vergleichen.

Die meisten Trips haben etwas mit Dschungel und Regenwald zu tun, was vielleicht nicht so überraschend ist.

In der Schokoladenfabrik von Tarapoto

Sehr zu empfehlen in Tarapoto ist ein Besuch der Schokoladenmanufaktur. Hier wird, auch auf Englisch, erklärt, wie aus Kakao Schokolade gemacht wird, wie die lokalen Kakaobauern in den Produktionsprozess eingebunden werden, und was eine gute Schokolade eigentlich ausmacht, wie und wo die Kakaobäume wachsen und vieles mehr, was wirklich spannend und lehrreich ist.

Es gibt ein kleines Verkaufslokal, und man kann sich dort mit allen Sorten des Herstellers eindecken. Die Schokoladenfabrik ist Teil vieler Ausflugsoptionen in Tarapoto, unbedingt empfehlenswert, auch für Leute, die keine Schokolade mögen.

Regenwald Tarapoto Peru
Blick in den Regenwald bei Tarapoto, Peru

In der Tabak- und Zigarrenfabrik von Tarapoto

Wer Schokolade sagt muss auch die Tabakfabrik mit anschauen. Diese kleine Manufaktur am Stadtrand von Tarapoto fabriziert in einem ähnlich stark manuellen Prozess allerhand Zigarren und Zigarillos. Ein fast so spannender Herstellungsprozess wie bei der Schokolade ist die Produktion von Zigarren mit dem örtlichen Tabak. Hat mir sehr gut gefallen, man kann den Zigarrenmacherinnen über die Schulter schauen. Sehr Klasse. Es fehlt lediglich, so wie in Kuba, die Vorleserin, um die Arbeiterinnen mit Geschichten oder Nachrichten aus der Zeitung zu informieren.  Aber das ist ja auch Peru und nicht Kuba! Bilder des Commandante Che haben sie auch nicht. Aus Gründen, vermute ich!

Im kleinen Dschungelreservat Centro Urku

Das Centro Urku gehört zu Tarapoto wie die Schokoladen- und Tabakfabrik. Am Stadtrand befindet sich mit dem Centro ein privates kleines Tierreservat, welches verletzte Tiere des Regenwaldes wieder aufpäppelt und, angeblich, auch wieder auswíldert.

Dort kann der geneigte Besucher die ansonsten schwer anzutreffenden Tiere des Regenwaldes aus der Nähe sehen. Spektakulär sind die riesigen Ameisen, und der zahme Tapir, sowie die Volieren mit den Schmetterlingen. Sehr hübsch, lehrreich und informativ.

Zum Fotografieren ist es dschungtypisch etwas zu dunkel. Das Foto mit dem grünen Papagei (siehe oben) konnte ich auf einer Lichtung machen, der Vogel ist auch zahm und lässt einen nah heran.

  • Der Preis für eine Halbtagestour mit den oben genannten Besuchszielen war 40 Soles pro Person. Eintrittspreise inklusive. Wir waren die einzigen Gäste!

Infrastruktur Tarapoto für Traveller und Selbstversorger: Geldautomaten, Supermarkt

Supermarkt: In Tarapoto gibt es direkt an einer Straße der Plaza einen großen Supermarkt mit sehr guter Auswahl, übrigens auch der lokalen Kaffee- und Schokoladentorten.

Kleidung: An der Plaza von Tarapoto, wem die Klamotten ausgehen oder wer die kurzen Hosen vergessen hat, ist ein Topitop, der H+M von Peru. Für Frauen und Männer, preiswerte, gute Kleidung aus Südamerika.

Strassenmarkt: Etwas ausserhalb von Tarapotos Plaza ist der sehr geschäftige Straßenmarkt der der Stadt zu finden. Frage den  mototaxi – Fahrer deines Vertrauens, er (oder sie) wird dich hinbringen. Auf dem Markt gibt es alles, Haushaltsgegenstände, Kleidung, Werkzeug, Unterhaltungselektronik, Lebensmittel.

Kunsthandwerk, Souvenirs: Der Mercado Artesiana von Tarapoto ist direkt an der Plaza. Hier gibt es die schönen peruanischen Souvenirs, Kunsthandwerk, Klamotten, T-Shirts.

LATAM Office: An der Plaza, hier kann man auch am Automaten einchecken.

Banken, Geldautomaten Tarapoto: Ebenfalls an der Plaza. Geldautomaten gibt es ausreichend in Tarapoto, wenn auch eher im Zentrum als am Stadtrand.

Anreise und Weiterreise Tarapoto Peru

Per Flugzeug von bis Tarapoto

Tarapoto ab bis Lima wird von Peruvian, StarPeru, Viva Air Peru und von Latam mehrfach täglich bedient.

Die Strecke Tarapoto Iquitos fliegt StarPeru, ebenso die saisonale Route nach Pucallpa.

Latam bedient Iquitos ebenso saisonal.

Viva Air Peru fliegt von Tarapoto nach Lima, von dort Anschlussflüge zu anderen Destinationen in Peru.

Der Preis für einen einfachen Flug Tarapoto – Lima liegt zwischen 50 und 100 Euro. Viele der oben genanten Fluggesellschaften verkaufen ihre Tickets nur über ihre eigene Webseite, es lohnt sich also, dort nach günstigen Flugtickets zu schauen.

Mototaxi zum Flughafen von Tarapoto: Zwischen 8 und 10 Soles.

Per Bus und colectivo von bis Tarapoto

Die Busstation von Tarapoto heisst Terminal Terrestre Municipal.

Im Prinzip gibt es eine nördliche Busroute von Chiclayo und Trujillo, über Cajamarca und Chachapoyas nach Tarapoto.

Oder von Tarapoto weiter nach Yurimaguas (Schiff zum Amazonas bzw. Kolumbien und Brasilien).

Oder nach Lima. Nach Iquitos im Amazonas Tiefland fährt kein Bus, weil es dort keine Straße hin gibt!

Wer von Peru aus nach Norden und Ecuador reisen möchte, kann in Tarapoto den Bus nach Guayaquil besteigen.

Fazit Peru Traveller: Chachapoyas und Tarapoto

Der Norden von Peru ist eine der schönsten Gegenden in ganz Südamerika: Authentisch, ursprünglich, eine einzigartige Landschaft und Kultur, sehr freundliche Menschen.

Tolles Klima, Kultur, Historie, Essen und Trinken, alles ist besonders, und unverfälscht. Mit der Felsenfestung Kuelap hat man eine der bedeutendsten historischen Sehenswürdigkeiten Perus zu bieten. Mit Cajamarca und Chachapoyas sehr angenehme Städtchen mit malerischer kolonialer Altstadt.

Die Fahrt mit dem Kleinbus zwischen Chachapoyas und Tarapoto führt dich durch eine spektakuläre, mit nichts in Europa zu vergleichender Landschaft, von den Hängen der Bergnebelwälder in die tropisch-dampfenden Tiefen des Amazonas Regenwaldes.

Das ist nicht weniger als magisch, und für jeden Traveller wirklich lohnenswert. Zudem ist es, trotz der Abgelegenheit der Gegend, eine einfach zu realisierende Reise.

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DC Loew

DC Loew ist Reiseblogger auf planetenreiter.de und berichtet von seinen Reisen im Speziellen, über das Leben und das Reisen im Allgemeinen sowie über Afrika, Lateinamerika, Safari, UNESCO Welterbestätten und naturnahes und individuelles Reisen im Besonderen. Zudem fotografiert er gerne und liebt die Exotik: Ob Offenbach oder die Osterinsel - los gehts!
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