Reiseblog Peru für Traveller: Zwei Wochen Peru mit Tipps für Einsteiger

Reiseblog Peru: Zwei Wochen in Peru – Reisetipps und Routenempfehlung, auch für Einsteiger

Bei vielen Leuten hält sich hartnäckig, so glaube ich jedenfalls, und korrigiert mich, wenn ich irre, das vermeintliche Wissen im Kopf, dass man für eine Fernreise mindestens drei Wochen Zeit benötigt.

Mag sein, dass dies für Neuseeland, die Südsee und Australien zutrifft. Für Südamerika aber, und ich spreche durchaus aus Erfahrung, trifft dies ganz und gar nicht zu.

Kann man also eine Reise nach Peru machen, von Europa aus, wenn man nur zwei Wochen Zeit dafür hat: Klar kann man das machen.

Und macht es Sinn? Absolut!

Warum?

Weil man trotz der relativ  langen Anreise nach Peru (ein Flug nach Lima ab Amsterdam oder Madrid dauert um die zehn/elf Stunden) innerhalb des Landes sehr gut und unkompliziert reisen kann, und die grössten Sehenswürdigkeiten verkehrstechnisch recht angenehm erschlossen sind.

Man kann eine solche Reise selbst zusammenstellen, aber auch bei einem Reiseveranstalter buchen. Die von mir aufgezeigte Beispielsreise wird so recht ähnlich von vielen Anbietern angeboten.

Und obendrein eignet sich Peru auch sehr gut für Südamerika Einsteiger, als erste Reise auf diesen spannenden Kontinent. Was man da beachten sollte, woran du insbesondere als alltägliche Ausrüstungsgegenstände denken solltest, steht im zweiten Teil dieses Artikels im Reiseblog Peru.

Reiseblog Peru

Wer also bereit ist bzw. das Budget dafür hat, eventuelle zehnstündige Busfahrten durch einen einstündigen Flug zu ersetzen (was ich generell nur empfehlen kann), der kann locker einige der schönsten Ziele in Peru in zwei Wochen absolvieren.

Folgend also, als Vorschlag und Inspiration, eine Zwei-Wochen-Tour durch Peru und eine dreiwöchige Variante. Da ich das Land mittlerweile ganz gut kenne und hier im Südamerika bzw. Peru Reiseblog oft thematisiere, weiß ich aus eigener Erfahrung, was in Peru geht und was nicht.

Alles zum Thema Flüge nach Peru steht hier, die Info zum Flughafen Lima hier, alles zum Thema Inlandsflüge in Peru findest du hier!

Wichtige Info zu Land und Leuten, praktische Reisetipps zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten findest du hier im Peru Reiseblog.

Weitere Informationen zu den Möglichkeiten und Voraussetzungen, die Peru in dieser Hinsicht bietet, sind auch unter inkatrotter.com zu finden. 

Peru Traveller

Warum Peru?

Was macht Peru als Reiseland eigentlich so einzigartig?

Für mich ist es die Mischung aus atemberaubenden Landschaften, einer uralten Kultur und den Relikten der Inka sowie anderer präkolumbianischen Völker wie den Moche oder den den Chachapoya. Peru als das flächenmässig drittgrösste Land Südamerikas hat sehr unterschiedliche, faszinierende Landschaften:

Die Anden mit vielen Sechstausendern und noch mehr Dreitausendern, das nördliche Hochland mit seiner bemerkenswerten Fauna an Nebelwäldern voller Kolibris  und der Quetchua-Kultur sowie dem Erbe des rätselhaften Volkes der Chachapoya mit der Festung Kuelap an erster Stelle.

Der absolut erstaunliche Regenwald des Amazonas Tieflandes mit riesigen Wäldern, drückender Hitzen und vielen Tieren. Den Oberlauf des Amazonas, des grössten Stromes des Planeten, findet man ebenfalls in Peru. Mit dem Manu Nationalpark befindet sich in Peru eines der wichtigsten Schutzgebiete dieses Landschaftstyps.

Das Inka – Herzland um die einstige Hauptstadt Cusco herum, mit mythischen Orten wie Machu Picchu, Choquequirao, Sacsaywayman und Ollayntatambo. Cusco mit seiner fabelhaften kolonialen Altstadt, welche an sich immer eine Reise wert ist.

Die seltsame Küstenwüste um Lima und Trujillo mit Dutzenden von einzigartigen historischen Arealen wie Chan Chan oder den monströsen Tempeln der Moche Kultur und historischen Artefakten wie dem Königsgrab von Saipan.  Und ebenfalls in der Küstenwüste südlich von Lima die rätselhaften und riesigen Polyglyphen der Nazca Kultur.

Zudem: Das moderne Peru ist mit höflichen und freundlichen Menschen gesegnet, verfügt über eine sehr gute touristische Infrastruktur, ist ausser in Cusco und Machu Picchu sehr fern davon, überlaufen zu sein, und bietet dem Reisenden alle Annehmlichkeiten der Moderne an Hotels, Essen, Internetzugang, Alltagskultur. Deshalb mag ich Peru als tolles Reiseland, und schreibe im Peru Reiseblog darüber!

Beispiel zwei Wochen Peru – so gehts.

Erster bis 3. Tag: Ankommen in Lima. Chillen in den ruhigen Stadtteilen, zu Fuß durch die Altstadt, Plaza de Armas und Kathedrale. Sonst gibt es eigentlich nicht so viel zu sehen in Lima. Gourmets finden ein fancy Restaurant mit irgendwelchen Fusion Sachen. Man kann hier schon die Reise abkürzen und nach einer Übernachtung Lima schon wieder Adios sagen. Was ich immer tue. Reiseveranstalter haben meist ein Lima Programm für zwei bis drei Tage im Angebot. Richtig Ankommen ist ja auch nicht schlecht.

4. bis 6. Tag: Jetzt geht die eigentliche Reise los. Ab in den Bus und und zum eingrooven die achtstündige Fahrt nach Nazca. Dort die berühmten Nazca Linien bewundern, das geht am besten per Kleinflugzeug. Kosten dafür um die 200 Euro.

6. Tag: Und weiter nach Arequipa, der wunderbaren Stadt am Fuße des Vulkans El Misti. Mit dem Bus ab Nazca sind es ca. zehn Stunden Fahrt bis Arequipa.

7. und 8 Tag: Chillen in Arequipa. Wunderbare Altstadt, einen tollen Markt für Kunsthandwerk, Craft Bier, und schon mal an die Höhe (2400m) akklimatisieren. Wer will, macht einen Ausflug zum Colca Canyon. Oder besteigt den Vulkan El Misti. In Arequipa die grösste Sehenswürdigkeit und Teil des UNESCO Welterbes ist das Katharinenkloster.

Arequipa Peru Plaza de Armas
Arequipa, Peru: Plaza de Armas mit Kathedrale und Vulkan El Misti im Hintergrund

9. Tag: Von Arequipa nach Cusco. Ich würde fliegen (dauert nicht mal ne Stunde, kostet um die 100 Euro, tolle Aussichten in die Anden), der Bus braucht Ewigkeiten (10-12 Stunden).

10. und 11. Tag. Cusco, der einstige Nabel der Welt der Inkas. Eine fabelhafte Altstadt, hier kann man viel laufen und spannende Ecken der ganz wunderbaren Stadt entdecken. Cusco ist UNESCO Welterbe, und bietet auch allerhand Aktivitäten und Wanderungen, z.B. nach Sacsaywayman. Und das alles auf 3400m Höhe!

12. und 13 Tag: Machu Picchu. Der Höhepunkt einer jeden Peru Reise kommt zum Schluss. Man kann die von mir vorgeschlagene Runde durch Peru natürlich auch anders herum fahren. Mit Bus und Zug geht es von Cusco nach Aguas Calientes, dem Ort zu Füßen von Machu Picchu. Alle Details und Reisetipps liest du hier bei den Machu Picchu Profitipps.

Übernachten in Aguas Calientes, und morgens ganz früh auf den Berg hinauf, auf welchem Machu Picchu seit 500 Jahren steht. Am Nachmittag mit dem Zug zurück nach Cusco. Entweder dort zum Flughafen, oder noch mal übernachten und morgens den Flieger nach Lima nehmen.

14. Tag: Rückflug ab Flughafen Lima nach Europa

Buchungstipps für eine selbstorganisierte Reise nach Peru: Flüge und Reisen im Land

Was muss man für diese zweiwöchige Reise nach Peru organisieren? Den Interkontinental Flug natürlich, von Europa nach Lima. Diese Flugverbindungen sind möglich, ich favorisiere mittlerweile den Flug mit Iberia oder KLM:

  • Iberia, über Madrid. Finde ich mittlerweile die beste Option. Iberia fliegt morgens in Frankfurt los, der Flug ab Madrid geht gegen Mittag, und kommt gegen Nachmittag Ortszeit in Lima an.
  • KLM, über Amsterdam
  • LATAM, über Madrid, ab Frankfurt
  • Air Europa über Madrid
  • Lufthansa, über Panama oder San Jose de Costa Rica oder Bogota, Kolumbien.
  • Avianca, über London und Bogota
  • Air France, über Paris CDG
  • American Airlines, Delta, United, jeweils mit Umsteigen in den USA

Die Inlandsflüge in Peru: Arequipa – Cusco und Cusco – Lima: Mit LATAM oder Avianca, buchbar auf deren Webseiten. Die Flüge kann man vorab aus Europa buchen, muss man aber nicht. Geht auch recht kurzfristig vor Ort in Peru, die Preise sind dann etwas ggf. höher, aber immer noch moderat. Entweder online auf den Webseiten der Fluggesellschaften buchen, oder in den örtlichen Reisebüros. Zwischen Cusco und Lima fliegen noch Peruvian. LC Peru, StarPeru und Viva Air.

Es macht Sinn, nicht über Europa oder ein europäisches Account zu buchen, sondern mit „peruanischem“ Browser zu agieren, das tut den Preisen gut, man bekommt dann die lokalen Tarife angezeigt!

Die Busfahrten würde ich vor Ort in Peru organisieren, einfach zum Busterminal laufen einen oder zwei Tage vorher, und die besten Tickets kaufen.

Die Zugfahrt nach Machu Picchu kann man ebenfalls vorab und direkt bei PeruRail, online, buchen und kaufen. Habe ich auch schon gemacht, funktioniert! Man benötigt eine Kreditkarte zum Bezahlen.

Übernachtungen: Ich buche die ersten Übernachtungen im Land meistens online und vorab, danach nur noch, wenn ich im Land bin. Die Auswahl an Hotels in allen Preisklassen, vom dorm room oder Hostel bis zum Fünfsterne – Hotel ist reichhaltig in Peru. Die üblichen Hotelbuchungsseiten wie z.B. Expedia oder booking sind super dafür.

Aktivitäten: In Arequipa die Besteigung diverser Vulkane sowie die Fahrt zum Colca Canyon würde ich vor Ort buchen, in den dortigen Agenturen oder im Hotel. Der Eintritt zu Machu Picchu sowie die Tickets für den Pendelbus von Aguas Calientes hinauf zum Weltwunder kauft man am besten vorab in Cusco. Den Flug in Nazca würde ich auch in Nazca selbst buchen.

Unterwegs in Peru

Drei Wochen Peru für individuelle Traveller

Wer die oben geschilderte Peru Reise in zwei Wochen absolviert, hat vielleicht doch noch eine Woche mehr Zeit, und es lassen sich sehr einfach noch ein bis zwei Ziele dazu addieren. Von Cusco oder von Lima kann man umstandslos die folgenden Optionen in eine weitere Woche in Peru packen. je nach Inhalt der Reise finden sich diese Module auch in den Programmen von Reiseveranstaltern. wenn diese z.B. einen privaten Bus einsetzen, gewinnen sie Zeit und können mehr Sehenswürdigkeiten in z.B. zwei Wochen packen.

Eine Woche Peru: Trujillo mit UNESCO Welterbe Chan Chan, an den Strand bei Huanchaco.

Im entspannten Trujillo kann man eine schöne Altstadt besuchen, und fernab den Touristenströmen wie in Cusco den Alltag in einer peruanischen Stadt erleben. Trujillo bietet zudem zwei sehr spektakuläre Sehenswürdigkeiten aus präkolumbianischer Zeit auf, nämlich die komplett aus Lehmziegeln erbaute alte Stadt Chan Chan, den Drachentempel und die beiden riesigen Tempelanlagen der Mochica, Sonne- und Mondtempel. Diese alten Bauwerke sind mehr als spektakulär, sie sind einzigartig, und ihre Lage in der steinigstaubigen Wüstenlandschaft schon sehr exotisch.

Trujillo bietet dem Besucher die Möglichkeit, die schon recht exotische Wüstenlandschaft entlang der Küste Perus zu bestaunen.

Wer surfen oder baden will, kann dies in Huanchaco tun, einem kleinen Ort an der Küste, unweit von Trujillo entfernt.

Nächstgelegener Flughafen: Trujillo, Peru. Flüge von/nach Cusco und Lima direkt, ansonsten gute Umsteigeverbindungen über Lima.

Alle weiteren UNESCO Weltkulturerbe in Peru habe ich hier aufgelistet, ebenfalls mit praktischen Reisetipps.

Eine Woche Peru: In die Anden und das nördliche Hochland bei Cajamarca, Leymebamba, Kuelap und Chachapoyas

Über die bezaubernde alte Stadt in den nördlichen Anden, Cajamarca, fährt man über atemberaubende Pässe in Richtung der einmaligen Felsenfestung der Chachapoya Kultur, nach Kuelap. In der unverfälschten, alten, geradezu romantischen und sehr untouristischen Stadt Chachapoyas kann man ein Peru fernab der Touristenströme erleben. Ebenso authentisch und wunderbar ist das Örtchen Leymebamba in der Region der Bergnebelwälder.

Diese Variante einer Perureise ist sehr gut in einer Woche machbar, die Preise in dieser Gegend sind (noch) niedrig, die Menschen sehr sehr freundlich und angenehm. Mit öffentlichen Bussen und Collectivos lässt sich sehr gut reisen. Nach Kuelap kommt man mittlerweile sehr komfortabel mit einer Seilbahn ab dem Örtchen Nuevo Tingo.

Flüge und Busse nach Cajamarca und Chachapoyas ab Lima.

Eine Woche Peru: Iquitos und der Amazonas Regenwald, alternativ: Tarapoto.

Ebenfalls einfach machbar und als Thema ein Reiseblog Peru Klassiker, und eine der tollsten Reisen überhaupt: Nach Iquitos im Norden von Peru fliegen (es gibt keine Straße dorthin, mit Bus ist also nicht) und dort eine sehr spannende Zeit im Regenwald des Amazonas Tieflandes verbringen. Iquitos liegt am Amazonas, es gibt um die Stadt herum aber noch weitere Flüsse, und die ganze Gegend, der Regenwald, das Fluss-System, ist mehr als faszinierend. Iquitos ist geprägt von seiner einstigen glorreicheren Vergangenheit aus den Zeiten des Gummibooms.

Bevor Gummi künstlich hergestellt wurde, waren die Gummibäume des Regenwaldes der Quell dieses Naturstoffes. Und Iquitos Heimat der Gummibarone. Jetzt ist die Stadt ein mehr als interessantes Pflaster, Ausgangspunkt von Wanderungen, Ausflügen, Besuch von Ddschungellodges im Amazonas Regenwald. Wer Abenteuer mag, nimmt ein Schnellboot den Fluss hinab und bleibt ein paar Tage in einer der kleinen Gemeinden dort. Oder fährt weiter bis nach Kolumbien oder Brasilien.

Die Stadt Tarapoto liegt ebenfalls im Amazonas Tiefland, und ist zudem per Strasse zu erreichen. Der Kontrast, wenn man aus den Anden nach Tarapoto kommt, ist wunderbar, hier die Ruhe der Berge, zurückhaltende Menschen, gesetztes Klima. Jetzt, in Tarapoto eine schwüle Hitze, Menschen in Flipflops, und die ganze Stadt voller Motocarros (in Asien werden die Dinger Tuktuks genannt), welche wie ein wütender Schwarm Hornissen über die staubigen Strassen sausen.

Reisen in Peru
Reisen in Peru: Optionen für deinen Trip

Weitere Peru Optionen

In die Berge nach Huaraz: In den Anden wandern und die Bergwelt mit Perus höchstem Gipfel, dem Huascaran mit mehr als 6700m Höhe, bestaunen. Flug von/ab Lima nach Huaraz, Busse fahren natürlich auch. Huaraz ist das Outdoor Mekka des Landes.

Den Inka Trail wandern: Geht nur ab Cusco, muss man recht lange vorab anmelden. Dauert vier bis fünf Tage, Preis bei ca, 400 Euro, Anbieter vor Ort in Cusco um die Plaza de Armas.

Nach Choquequirao wandern: Eine echte Alternative für gute Trecker, in den Bergen um Cusco herum, und Alternative zum stark besuchten Machu Picchu.

In den Regenwald bei Puerto Maldonado und zum Manu Nationalpark: Von Cusco gibt es eine Flugstrecke nach Puerto Maldonado, eine Stadt an einem Zulauf des Amazonas. Ein Besuch des Manu Nationalparks ist ab hier möglich. Ebenfalls gibt es zahlreiche tolle Dschungellodges im Umkreis der Stadt.

Nach Puno zum Titicaca See und weiter nach Bolivien. Einfacher Trip von Cusco ausgehend. Mit dem Bus über die Hochebene der Anden bis nach Puno an den Titicacasee auf 3800m Höhe. Das geht an einem Tag, man fährt über einen 4.000m hohen Pass, und einige Anbieter machen Pausen an ultraspannenden orten wie alten Inkatempeln. Mehr dazu hier in meinem Reisebericht Cusco – Puno. Von Puno zurückfliegen nach Lima, oder weiter bis La Paz in Bolivien, einer ziemlich interessanten Stadt!

Zum ersten Mal nach Peru? Lies hier die Reisetipps für deinen Trip im Peru Reiseblog

Reisetipps Reiseblog Peru für Einsteiger:

Du hast dich also entschlossen, individuell oder als Backpacker nach Peru zu reisen, und bist auf der Suche nach guten Tipps für deinen ersten Tripp? Dann bist du hier richtig! In meinem Reiseblog nimmt Peru einen wichtigen Teil ein, und auf meiner Peru-Seite kannst du dich schon mal einlesen!

Aber gezielt für Einsteiger in eines der lohnenswertesten Länder Südamerikas habe ich noch einge spezifische und spezielle Reisetipps parat – vamos! Jeweils verlinkt ist das Thema auf Postings hier m Blog.

Ist Peru ein gutes Land für Fernreise – oder Südamerika – Einsteiger?

Klare Antwort: Ja. Peru ist ein relativ sicheres, gut zu bereisendes Land mit guter touristischer Infrastruktur. Und es gibt wahnsinnig viel zu sehen und zu erleben!

In Peru können die unterschiedlichsten Anforderungen an eine tolle Reise erfüllt werden: Backpacking. Surfen. Abenteuer. Wandern und Trekken in den Bergen. Gourmetrestaurants, Nachtleben. Kultur, Natur und Geschichte satt und in grossen Mengen. Eisenbahnreisen. UNESCO Weltkulturerben. Und der Regenwald mit dem Amazonas.

Das Land ist auf Touristen eingestellt, es hat ein gutes Verkehrsnetz, Geldautomaten, Hostels, ist sicher, mit anderen Worten: Es ist ein Reiseziel auch für Leute mit vielleicht wenig Fernreiseerfahrung oder als erstes Land einer Reise nach Südamerika.

Und ja, man muss kein Spanisch können, um in Peru zurecht zu kommen, mit Englisch geht es auch.

Regenwald, Berge, Wüste und Meer

Peru ist klimatisch vielfältig – es bietet mit den Anden eine grossartige Bergwelt – wandern, Inkakultur in Cuzco und Machu Picchu, eine Hochebene auf 4.000 Meter und der Titicacasee sind grossartige Ziele. Dazu kommt der Regenwald im Amazonas – Tiefland, die Wüste rund um Nazcar, und die Küstenregion mit Strand, Surf und Party.

Das nördliche Hochland der Anden ist für mich noch immer Geheimtipp, wenig besucht, aber sehr charmant und wunderbar, mit hohem Erlebniswert und mit echten Highlights wie die Gegend östlich von Cajamarca und die spektakuläre Felsenburg Kuelap.

Da das Land doch recht gross ist, muss man sich, je nachdem, wieviel Zeit man hat, entscheiden: Berge und Regenwald Perus passen zeitlich und räumlich super zusammen, ebenso Küste und Wüste.

Das schafft man jeweils ganz gut, wenn man drei Wochen Zeit hat. Wer mehr Zeit hat, sowieso. Der Tipp ist also: Besser vorher überlegen, was man eigentlich sehen möchte!

Und dann schauen, wie das Wetter sein könnte in den doch sehr unterschiedlichen Klimazonen.Und entsprechende Kleidung und Ausrüstung einpacken! Die Packliste für die Anden findet ihr hier.

La rRya Peru
La Raya Pass, Peru, Altiplano, zwischen Cusco und Puno.

Geld in Peru: Variabel sein mit Zahlungsmitteln

Manchmal funktioniert in Peru, sogar in den touristischen Zentren, die Abhebung von Bargeld nicht mit allen Kreditkarten. Man sollte also eine zuminest je eine Visa und eine Mastercard haben.

EC Karten haben bei mir an peruanischen Geldautomaten ohnehin nie funktioniert. In Hotels kann man meistens mit Kreditkarten zahlen, ansonsten versuche ich dies dort auch immer, um meinen Bargeldbestand so gering wie möglich zu halten, aber auch um dann im Notfall, falls Kreditkarten nicht genommen werden, genug Barschaft dabei zu haben.

Empfehlenswert ist in diesem Zusammenhang auch eine Debitkarte – man kann nur soviel Geld ausgeben, wie auf dem zur Karte gehörenden Konto vorhanden ist. Finde ich sinnvoll und praktisch.

Manchmal liest man immer noch von Reiseschecks – ich benutze die schon seit sehr langer Zeit nicht – zu umständlich, zu zeitraubend, und kann ich nicht empfehlen.

Bargeld, sprich peruanische Nuevo Soles erhält man an den Geldautomaten im Flughafen Lima bzw. an den Wechselstuben direkt an der Gepäckausgabe in der Ankunftshalle, noch bevor man durch den Zoll muss. Dort kann man Euro, US Dollars oder andere südamerkanische Währungen in die Landeswährung Perus eintauschen.

Geldautomaten europäischer Banken sind im zweiten Stock des Flughafen zu finden, ausserhalb des Ankunftsbereichs.

Mehr zum Thema Geld und Kosten in Peru und Finanzen unterwegs findest du hier im spezifischen Reisetipp

Peru Anden: Akklimatisieren und an die Höhe anpassen

Wer in die Berge Perus reisen möchte, muss sich Gedanken über die eventuellen Auswirkungen der Höhenkrankeit machen. Diese kann schon bereits ab einer Höhe von 2000 m einsetzen, das heisst: Arequipa, Cusco, Puno und der Titicacasee sind oberhalb dieser Grenze.

Ob und wer Probleme mit der Höhe bekommen wird, kann man kaum vorhersagen, es gibt nur einen Weg, es heraus zu finden….

Sinnvollerweise sollte man das nicht in Puno am Titicacasee (auf 3800m Höhe) versuchen, sondern vielleicht in einer etwas tiefer gelegenen Gegend, wie z.B. Arequipa (2300m). Dort akklimatisieren, und dann ggf. in grössere Höhen reisen.

Cusco liegt auf 3.400 Meter, Machu Picchu ist relativ niedrig gelegen, dort sollte man keine Höhenkrankheit bekommen.

Man kommt nur kaum nach Machu Picchu hin, ohne vorher nach Cusco zu fahren.

Lokale Medizin gegen die Soroche probiert jeder auf eigenes Risiko. Cocatee soll gegen die Symptome der Höhenkrankheit gut wirken – ob das so ist, kann ich nicht sagen, aber es ist definitv ein interessantes Getränk!

Nach Peru mit leichtem Gepäck

Wer nur surfen und baden möchte an Perus Stränden, der wird anders packen als jemand, der in die Berge des Landes reist. Leicht und variabel zu packen, ist dennoch kein Widerspruch. Vor allem kann man in Peru, so wie in ganz Südamerika, sich auf die wunderbaren Dienste der lokalen Wäschereien verlassen.

Morgens hingebracht, am Nachmittag zurück, für eine Handvoll Pesos bzw. Soles…Peru für Einsteiger heisst also konkret: Nicht für die ganze Reise Klamotten einpacken, sondern nur für ein paar Tage. Und zwischendurch waschen oder waschen lassen!

Wer z.B. den Inkatrail erklettern möchte, muss natürlich etwas mehr an passender Bekleidung mit sich führen. Allerdings sollte man sich vorab informieren, und ggf. einen Schlafsack vor Ort leihen. Meine aktuelle Peru Packliste findet sich hier!

Iquitos Peru
Am Amazonas in Iquitos, Peru. Fitzcarraldo scheint gestrandet…

Hochsaison in Peru vermeiden

Ist ein Tipp, der für alle Gegenden aller Länder dieser Welt gilt! Hochsaison in Peru ist im Juni, Juli, August. Regenzeit in den Bergen ist im März April. Wenn es keine Unwetter wie im März 2017 gibt ist diese Zeit zu empfehlen, denn das Land ist angenehm leer, und sogar die grossen Attraktionen wie Machu Picchu sind halbwegs ok zu besuchen.

Platz im Gepäck lassen für Kunsthandwerk

Ich finde es gibt kaum ein Land mit schöneren Mitbringseln und Kunsthandwerk als Peru. In vielen Städten gibt es kleine Markthallen nur für Kunsthandwerk, und ein Besuch lohnt sich unbedingt. Schmuck, Kunst, Kleidung, Dekors, da sind wirklich schöne Sachen dabei! Wer den Reisetipp zum Thema „leicht packen“ beachtet, freut sich, wenn noch ein paar wirklich schöne Souvenirs ins Gepäck passen…

Reiseblog Peru: Flüge und Zugtickets vorab online kaufen

Wer seinen Zeitplan ungefähr kennt, der kann sich Flugtickets für Inlandsflüge in Peru oder Fahrscheine für die Eisenbahn (insbesondere PeruRail) schon zuhause kaufen, die Segnungen des Internets machen dies möglich. PeruRail hat eine gute Internetseite, per Kreditkarte lassen sich alle Zugtickets online erstehen. Das spart Zeit und Mühe im Land.

Das gleiche gilt für Inlandsflüge. wer sich lange Bustouren ersparen möchte oder keine Zeit dafür hat, der fliegt. Man kann in Peru sogar in sehr abgelegene Gegenden wie Iquitos oder Tarapoto oder Tacna fliegen.

In die touristischen Zentren wie Cusco oder Arequipa oder Puno gehen Flüge meist mehrerer Airlines. Es gibt sechs innerperuanische Fluggesellschaften: LATAM Peru, StarPeru, LC Peru, Avianca (früher Taca), Viva Air und Peruvian.

Auf den jeweiligen offiziellen Buchungsseiten der Fluggesellschaften könnt ihr alle Flüge per Kreditkarte buchen. Wer wo hinfliegt lässt sich einfach per Wikipedia herausfinden: Auf den englischsprachigen Seiten des jeweiligen Flughafens findet ihr alle dort verkehrenden Fluglinien und Destinationen.

Mittlerweile punktet LATAM mit neuen Direktflügen insbesondere ab und nach Cusco (Arequipa, Pisco, Trujillo, Iquitos, Lima). Umsteigen in Lima ist aber auch kein Problem. Wo es generell sehr angenehm und effizient ist, in Peru zu fliegen. Kann ich nur uneingeschränkt empfehlen.

Alle Info zum Flughafen Lima hier.

Peru Lima Airport
Peru für Einsteiger: Lima Airport

Wer den Amazonas in Peru bereisen möchte: Diese Tickets, für die lokalen Boote ab Iquitos z.B. kann man nicht über das Internet bestellen. Diese kann man nur in Iquitos, oder wer nach Manaus mit dem Schiff fahren möchte, in Tabatinga, Brasilien, vor Ort kaufen. Alles für die Fahrt auf dem Amazonas per Boot findet ihr hier.

Südamerika und Peru: Adapterstecker mitnehmen

Für Peru benötigt man für seine Technik wie Handy, Kamera, was auch immer, einen Adapterstecker. Gilt nicht für alle Städte und Gegenden, aber manchmal schon. Die Stromspannung sind zwar auch 230 Volt, aber die Steckdosen sind dann doch regional manchmal anders als unsere Schukostecker.

Es gibt keinen einheitlichen Standard in Peru, es können mal die passenden runden Anschlüsse für europäische Stecker sein, mal sind es die flachen Anschlüsse, wie man sie in ganz Südamerika findet. Deshalb gehört ein Adapterstecker ins Gepäck.

Anden und Küste: Sonnenschutz!

Insbesondere in den Höhenlagen der Berge denkt man erst mal nicht daran, einen Sonnenbrand zu bekommen. Zudem ist es einfach nicht so heiss, es ist sogar meistens eher kühler, eben der Höhenlage geschuldet.

Man ist also einige Kilometer näher an der Sonne als in unseren Breitengraden, und unterschätzt die Kraft unseres Zentralgestirns doch sehr. Also, wenn in den Anden Perus, unbedingt an einen Sonnenschutz denken, sowohl in Form einer Kopfbedeckung als auch an Creme etc. Gibt es aber auch in Cusco z.B. überall zu kaufen.

Meine Empfehlung: Ein Buff Tuch muss dabei sein – hilft gegen und für alles, ist warm, vielseitig einsetzbar, schützt vor Sonne und Moskitos, ist leicht und pflegeleicht!

Im Regenwald Perus dagegen braucht man eher einen Regen- als einen Sonnenschutz – Sonne gelangt an den Boden des Waldes ohnehin kaum.

Reisefotografie Peru

Peru für Einsteiger, da sollte man auch unbedingt über seine Kameraausrüstung nachdenken. Ich habe – als Reiseblogger in Südamerika –  meistens eine sehr gute (und schwere) Kamera dabei (Canon EOS 5D Mark III) für Natur-, Tier- und Landschaftsfotografie, als auch eine leichte Canon EOS M für die Reise – und Strassenfotografie.

Die Canon EOS M3 z.B. ist unauffälliger, und man muss die grosse Kamera dann auch nicht dauernd mit sich herum schleppen. Mit der Canon EOS M (vergleichbar dazu auch eine Bridgekamera, oder eine GoPro) ist man sehr gut bedient, sie ist klein, leicht, und die Fotos sind schon von sehr guter Qualität.

Zudem kann ich mir mit der 5D die Canon EF Objektive teilen – und das ist deshalb mein Tipp.

Denke über ein Kamera – System nach, was sich erweitern und kombinieren lässt. Dann kann man ggf. Kabel, Anschlüsse, Objektive mit mehreren Kameras benutzen. Die Aufteilung in eine leichte Kamera für die Unterwegsfotografie und eine robuste, anspruchsvolle Kamera für Landschaften und Tiere macht für mich sehr viel Sinn.

An Objektiven nehme ich meistens nur noch ein Immerdrauf – Objektiv mit (z.B. Canon 28 – 105mm), ein Weitwinkel – Objektiv (z.B. 17-40mm) und ggf,, wenn es um Tierfotografie geht, ein 100-400mm Telezoom. Am Amazonas hatte ich, nur so als Beispiel, lediglich das Immerdrauf- und das Weitwinkel – Objektiv dabei. Siehe auch Kapitel „leichtes Gepäck“!

Reisefotografie Peru
Peru für Einsteiger: Foto – Ausrüstung

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DC Loew

DC Loew ist Reiseblogger auf planetenreiter.de und berichtet von seinen Reisen im Speziellen, über das Leben und das Reisen im Allgemeinen sowie über Afrika, Lateinamerika, Safari, UNESCO Welterbestätten und naturnahes und individuelles Reisen im Besonderen. Zudem fotografiert er gerne und liebt die Exotik: Ob Offenbach oder die Osterinsel - los gehts!
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