Reiseblog Südamerika: Südamerika für Flashpacker

Was ist eigentlich ein Flashpacker? Und was ist der Unterschied zwischen Backpacker und Flashpacker?

Flashpacker grenzen sich in erster Linie von Backpackern, auch wenn man sie zuweilen rein vom äußerlichen Habitus nicht auseinanderhalten kann, über das zur Verfügung stehende Reisebudget ab. Der Flashpacker orientiert sich bei Unterkünften, Aktivitäten und Verkehrsmitteln eher an höherpreisigen Reise-Optionen. Der Flashpacker ist die postmoderne Spielart des Backpackers, legt ebenso wie dieser Wert auf authentische und individualistische Reiseerlebnisse, kann sich aber vor Ort höherpreisige und komfortablere Reisesegmente leisten.

Um es an dieser Stelle festzuhalten: Nichts ist mir fremder als der Gebrauch eines - für deutschsprachige Leser - seltsamen Wortes und der Kategorisierung einer ganzen Gruppe von Reisenden. Aber in Ermangelung besser etablierter Alternativen ist es jetzt nun mal: Flashpacker.

Südamerika Flasphpacker
Südamerika Reiseblog für Flasphpacker

Dieses Wort hat sich - zumindest in der englischen Sprache - offenbar etabliert (laut dem Collins Dictionary seit 2005, in einem Artikel der Sunday Times), und wird dort sogar noch durch den Poshpacker (das sind Reisende, die noch mehr Wert auf Stil legen als der Flashpacker) ergänzt.

Also: Flashpacker können auch per Rucksack oder duffle bag unterwegs sein, steigen aber dann nicht mehr in preiswerten Unterkünften ab. Sondern nutzen eher Hotels als Hostels, schon mal gar nicht einen Mehrbettraum (dorm room), und auch nichts mit geteiltem Bad. 

Die Art des Reisens ist bei Flashpackern ähnlich wie bei Backpackern, beide legen Wert auf ihre Individualität und das Reisen fernab der touristischen Massen, aber als Flashpacker nimmt man eher den Flieger als den Bus. Zwei Stunden Flug machen in Südamerika gerne mal zehn Stunden im Bus wett, manchmal sogar den Nachtbus. 

Der Hauptunterschied zwischen den Flash- und Backpackern liegt also weniger in der Art des Reisens begründet. Die ist in beiden Fällen streng individualistisch, ohne Gruppe oder Pauschalarrangement. Der große Unterschied ist auch nicht das Alter, sondern eher das zur Verfügung stehende Budget. Welches mit dem Alter korrelieren kann, es aber nicht muss.

Unterschiede Backpacker vs. Flashpacker

EigenschaftenBackpackerFlashpacker
ReisestilIndividuell, selbstorganisiertindividuell, selbstorganisiert, Traveller-Style
BudgetknappMuss man sich als Flashpacker keine Gedanken über sein Budget machen
VerkehrsmittelBusFlugzeug. Manchmal Bus.
UnterkünfteHostels, AirBnB, Mehrbettzimmer, auch mit geteiltem BadHotels, Hostels, Lodges, AirBnB, kein Mehrbettzimmer, eigenes Bad
VerpflegungPreiswert, SelbstverpflegerRestaurants, und Streetfood bis Gourmet
GepäckRucksackRucksack, Duffel Bag. Wer Rollkoffer benutzt ist ein Tourist.
Mindsetmöchte Parties feiern, Abenteuer erleben und andere Backpacker kennenlernen
hat schon alle Parties gefeiert und Abenteuer gelebt und ist mental autonom
Gringotrail SüdamerikaSi claro!Nur ironisch gebrochen oder als Reminiszenz

Natürlich erhebt diese etwas launige und vollkommen subjektive Kategorisierung keinerlei Anspruch auf irgendeine Wahrheit. Ich selbst rechne mich den Flashpackern zu, mein Reiseblog dient aber beiden Gruppen als Inspirations- und Informationsquelle, da sehe ich keinen Unterschied. Aber Nachtbusse oder zehn Stunden Busfahrt mache ich nicht mehr. Im Hostel absteigen dagegen schon - denn mittlerweile gibt es auch Hostels, insbesondere in Südamerika, welche auf genau die Klientel der Flashpacker zugeschnitten ist.

Wie also, nach dieser kleinen Einführung, ist Südamerika als Destination für Flashpacker? Kurzum: Es ist großartig. Lies im Folgenden, Warum dies so ist. 

Südamerika für Flashpacker: Individuelle Reiserouten

Lasst mich mal Südamerika definieren als alle spanischsprechenden Länder dort, plus Brasilien. Dadurch ergeben sich sehr klassische Reiserouten (eben der Gringotrail) und schwerpuntkmässige Zentren des Tourismus, welche man individuell verknüpfen kann. In Peru klappern sehr viele Menschen die Route Lima, Paracas, Huacachina, Nazca, Arequipa und Cusco ab. Es fahren dort Busse und spezialisierte Unternehmen wie Peru Hop genau diese Route ab. Man kann als Backpacker ein und aussteigen an jedem Halt. Das ist nicht so wirklich individuell, das ist Gringotrail. Denn es sind eben auch nicht die Busse, mit denen die Einheimischen fahren. Ich als Flashpacker weiß das, und nehmen also entweder das Flugzeug, oder einen ganz normalen Bus. Und das sind dann die Momente, in denen sich die beiden Reisendentypen eher differenzieren.

Südamerika als Ganzes bietet ob seiner Größe und Vielfalt und Geschichte so viele Optionen für individuelle Routen, dass man auch fernab des Gringotrails individuell unterwegs sein kann.

Es gibt einige Reiserouten, die haben keine Alternative, da ist es immer sehr spannend zu sehen, wie sich die Reisenden mischen: Gruppenreisen, Alleinreisende, Backpacker, Flashpacker. Zum Beispiel im Zug nach Aguas Calientes bzw. Machu Picchu. Hier kommen alle zusammen, denn es gibt keine Alternative. Oder auf dem Weg zur Osterinsel in Chile. es gibt nur den einen Flieger ab Santiago. Oder in Orten, die für die unterschiedlichsten Reisearten End- oder Ausgangspunkte sind, ich zähle mal auf: 

  • Cusco, Peru: Von hier nach Machu Picchu, in das Heilige Tal oder nach Puerto Maldonado in den Regenwald
  • Lima, Peru
  • Bogota, Kolumbien. Ausgangsbasis für den Westen und Süden Kolumbien sowie die Anden
  • Medellin, Kolumbien: Ausgangsbasis für die Zone Cafetera
  • Cartagena de Indias, Kolumbien. Karibikküste!
  • Quito, Ecuador. Von hier zur Straße der Vulkane oder nach Galapagos.
  • Ushuaia, Argentinien. Patagonien und Feuerland, weiter nach El Chalten oder die atlantische Küste hoch.
  • Manaus, Brasilien

In Mittelamerika sind es Orte wie Puerto Vallejo an der karibischen Küste von Costa Rica, Antigua in Guatemala und Panama City in Panama. 

Hier kreuzen sich die individuellen und organisierten Reiserouten, hier treffen alle Reisetypen aufeinander, und hier gibt es Unterkünfte in allen passenden Preislagen sowie solche Sehenswürdigkeiten, die alle ansprechen. Sei es Machu Picchu oder die Altstadt von Panama City. 

Mit anderen Worten: Südamerika ist für Flashpacker wahrscheinlich deutlich geeigneter als z.B. Südostasien, denn Südamerika ist wesentlich weniger touristisch. Die oben genannten Hotspots ausgenommen. Wer nur ein wenig bereit ist, die ausgetretenen Pfade der berühmtesten Sehenswürdigkeiten zu verlassen, wird definiv belohnt werden.

Beispiel Peru: Nach Cusco und Machu Picchu fährt jeder, und das ist auch ok und sollte man tun, denn beide Ziele sind fabelhaft. Aber z.B. nach Trujillo im Norden Perus fährt kaum noch jemand, und diese freundliche Stadt hat ebenfalls ganz tolle Ziele zu bieten mit den riesigen Tempeln der Moche und der Sandsteinstadt Chan Chan. 

Südamerika Flashpacker
Das ist eher upmarket. Schöne Lodge im Regenwald

Unterkünfte in Südamerika für Flashpacker

Die Bandbreite an Unterkünften in Südamerika ist sehr groß, und im Prinzip in den meisten Ländern auch recht ähnlich. Es gibt unzählige preiswerte Hostels, welche auf die Zielgruppe der Backpacker perfekt zugeschnitten ist. Diese Unterkünfte finden sich in den großen Städten wie Bogota, Lima, Santiago, Buenos Aires. Aber auch in eher kleineren Orten wie Leticia, Kolumbien, oder Hanga Roa auf der Osterinsel. Hostels - oder auf spanisch Hostals - haben meistens die folgenden Ausstattungsmerkmale gemeinsam: 

  • Zimmer von Einzelzimmer bis Mehrbettzimmer
  • Zimmer mit eigenem Bad oder Zimmer mit Gemeinschaftsbad
  • einen kommunalen Küchenbereich für Selbstversorger
  • einen kommunalen Gemeinschaftsbereich
  • neuerdings auch immer mehr kommunale Arbeitsbereiche
  • ein Angebot an Aktivitäten, welches das Hostal organisiert
  • Preise um die 30 Euro für ein Doppelzimmer mit eigenem Bad, in entlegenen Gebieten wie z.B. dem Norden von Peru ab zehn Euro im Mehrbettraum. 

Hotels oder auch Lodges bzw. Unterkünfte in historischen Gebäuden, welche sich dann ggf. Boutique-Hotel nennen, gibt es in Südamerika ebenfalls in reichhaltiger Auswahl und toller Qualität.

In den meisten grösseren Städten gibt es dann die bekannten Hotelketten, welche preislich für Flashpacker oft ziemlich attraktiv sind, in erster Linie sich zwar an Geschäftsreisende richten, aber das macht ja diesen Reisenden nichts aus. Hilton, Sheraton, Marriott, Wyndham, Holiday Inn, NH, Accor und wie sie alle heißen bieten tolle Hotels in vielen der südamerikanischen Metropolen. Wer diese Ketten kennt, weiss also, was die Häuser dem müden Reisenden mit gutgefüllter Kreditkarte so bieten können. Und zieht sie ggf. dem Hostel vor. Vielleicht wegen des Pools, vielleicht wegen des Restaurants, aber sicherlich wegen des schickeren und größeren Zimmers und wegen des Laundry Services.

Unterkünfte in historischen Gebäuden, auf dem Land oder in Naturschutzgebieten, ähnlich afrikanischen Lodges, findet der geneigte Besucher vermehrt in Südafrika. Insbesondere in den Regenwaldgebieten des Amazonas finden sich in Peru, Kolumbien und Brasilien, aber auch in Surinam und Guyana sehr tolle Unterkünfte, mit teilweise auch wirklich hohen Preisen. Dort kann man dann Pakete für mehrere Tage buchen, Aktivitäten und Essen inklusive, und wird auch gerne mal per Schnellboot abgeholt, um dann in einer stundenlangen Flußfahrt dort hin zu reisen. Diese Art von Dschungel-Lodges kann man ab Iquitos und Puerto Maldonado in Peru, ab Manaus in Brasilien oder ab Leticia, Kolumbien besuchen.

Eine wirklich schöne Auswahl an Boutique-Hotels und Lodges hat die Zona Cafetera in Kolumbien zu bieten.

Ebenso Patagonien und der Norden von Peru.

Vermehrt gibt es auch in. Südamerika Hotels mit Ökocharakter, welche sich Eco Lodges oder ähnliches nennen. Hier wird der Müll geteilt und sorgfältig deponiert, Wasser gespart, kein Plastik oder wenig Plastik eingesetzt und nachhaltige Materialien verwendet für Hausbau und Umwelt. Ein schönes Beispiel dafür ist die B+B Ecolodge in Leticia. So gerät die Ökobilanz des Flashpackers, welche durch die Flüge ggf. etwas getrübt sein könnte, wieder mehr in das rechte Lot.

Buchbar sind diese Unterkünfte ganz einfach vorab oder von unterwegs mit den üblichen Hotelbuchungsplattformen. Ich selbst benutze und empfehle booking.com.

Südamerika Frühstück
Südamerika Frühstück

Essengehen in Südamerika: Streetfood bis Michelinstern

Tatsächlich ist die Bandbreite an Optionen, sein Geld in Restaurants zu lassen, in ganz Südamerika ungefähr so enorm wie der Amazonas kurz vor seiner Mündung. Von exzellenten Streetfood-Ständen bis zu Gourmet-Hotspots wie den ziemlich vielen Gourmetrestaurants z.B. in Lima hat der geneigte Reisende eine wirklich große Auswahl. Ich ziehe die gutbürgerlichen Lokale den Plätzen mit weißen Tischdecken vor, und gehe auch nicht in Fastfood-Läden. Aber die Optionen sind in Südamerika auf jeden Fall vorhanden. In etwas abgelegenen Gebieten dann allerdings nicht mehr - hier wird es dann oft recht schnell rustikal. Aber, seht das folgende Foto: einfaches Essen, aber richtig lecker. Dazu ein Saft und ein Bier, fertig ist der Traum eines einfachen südamerikanischen, vegetarischen Abendessens!

Verkehrsmittel in Südamerika für Flashpacker

Südamerika per Bus

DAS klassische Verkehrsmittel in Südamerika ist der Bus, nicht nur für Backpacker. Preiswert, meistens sehr gut organisiert, und fährt alle touristischen Strecken jeweils im Land als auch zwischen den Ländern des Subkontinents. Wer möchte, kann von Rio nach Lima mit dem Bus fahren, oder von Buenos Aires nach Santiago de Chile. Es gibt Nachtbusse und Busse mit Sitzen wie Betten, und Südamerika wäre nicht Südamerika, wenn Busreisen nicht auch bedeutet, dass es verschüttete Straßen, erratische Gesetze bei Grenzübergängen und kreative Regeln bei Ticketkauf und Preisfindung gäbe, welche das Busfahren an sich immer etwas abenteuerlich machen. Und: wer mit dem Bus durch Südamerika reisen möchte, der muss schlichtweg viel Zeit mitbringen. 

Für Flashpacker stellt sich noch nicht einmal unbedingt die Frage nach der Zeit. Aber wer möchte schon zehn Stunden im Bus sitzen, wenn man in einer Stunde sehr kommod und gutorganisiert auch fliegen kann? Genau. Der Südamerika Flashpacker wird also eher das Flugzeug als den Bus nehmen.

Südamerika per Flugzeug

In allen Ländern Südamerikas gibt es ein ausgesprochen engmaschiges Netz an Inlandsflügen, so in Brasilien, Kolumbien, Peru, Chile, Ecuador, Bolivien und Argentinien. Ebenfalls gibt es in diesen Ländern mehr als eine Fluglinie sowie diverse Billigflieger, so dass auch die Preise auf den meisten Strecken für Inlandsflüge moderat  sind. 

Folgend eine Übersicht über die Fluggesellschaften pro Land, für Inlandsflüge:

Südamerika Fluggesellschaften pro Land

Übersicht über Fluggesellschaften in Südamerika für Inlandsflüge, Flüge zwischen den Ländern und die No-Frills Airlines (Billigflieger) pro Land
Land FluggesellschaftenBilligflieger (No frills)
ArgentinienAerolines Argentinas, LATAMNorwegian
BolivienLATAMAmaszonas
BrasilienAvianca, LATAMAzul, GOL
ChileLATAMSKY Airline, Jetsmart
EcuadorLATAM, TAME, Avianca
KolumbienAvianca, LATAMViva Air
PanamaCopa
PeruLATAM, Avianca, StarPeru, PeruvianViva Air, SKY Airline

Flüge zwischen den Ländern in Südamerika sind sehr gut organisiert und möglich. Da es keinen kontinentweiten Billigflieger wie Ryan Air oder Southwest Airlines in Europa bzw. den USA gibt, sind die innersüdamerikanischen Dienste eher teuer. Teuer im Sinne von: Es fliegt kein Billigflieger für 50 Euro.

Zwischen den Hauptsädten und großen sekundären Städten gibt es allerdings gute Direkt- und Umsteigeverbindungen. Preise bewegen sich hier zwischen 200 und 300 Euro auf Kurz- und Mittelstrecken. Für Flashpacker in Südamerika also kein Problem! 

Alternativen zum Flugzeug in Südamerika: Zug und Mietwagen

Die Zeiten, in denen man komfortabel durch ganz Südamerika per Zug fahren konnte, sind leider vorbei. Die meisten Länder haben ihr Schienennetz verfallen lassen und den Zugbetrieb eingestellt. In Kolumbien z.B. gibt es keine einzige Bahnstrecke mehr für Passagierzüge. In Bolivien und Peru allerdings ist die Eisenbahn ein sehr schönes, langsames und dafür authentisches Verkehrsmittel. In Peru gibt es zudem einige veritable Luxuszüge (Die Übersicht der aktiven Eisenbahnstrecken in Peru ist hier).

Viele Zugstrecken gibt es nur noch wegen der Touristen - so der Tren a las Nubes zwischen Chile und Argentinien.

In Ländern wie Chile und Argentinien sind Mietwagen eine sehr gute Alternative, um auf eigene Faust z.B. Patagonien zu entdecken. Mittlerweile kann man in Santiago de Chile sogar Camper mit Dachzelt mieten. Mit anderen Worten: Touristische Infrastruktur für Flashpacker ist in Südamerika ein Segment mit Wachstumspotenzial. Und unerwarteten Optionen für Reisende. Camper kann man auch in Peru mieten. Ecuador bietet sich auch ohne Probleme als Land für einen Mietwagen-Roadtrip an. Buchung aus Europa ist über die bekannten Mietwagenfirmen (Avis, Hertz, Budget, Sixt, Europcar plus lokale Anbieter)  absolut möglich.

Südamerika Flashpacker
Südamerika Reiseblog

Sehenswürdigkeiten Südamerika

Die schönsten Sehenswürdigkeiten von Südamerika bzw. von Lateinamerika habe ich hier im Reiseblog aufgelistet. Sie sind alle recht einfach zu erreichen, die touristische Infrastruktur ist überall ziemlich gut.

Die Top-Sehenswürdigkeiten in Südamerika, wie Rio, Machu Picchu, der Perito Moreno Gletscher, die Hauptstädte wie Quito, Buenos Aires, Bogota sind einfach zu erreichen, und haben für Flashpacker eine tolle Auswahl an guten bis sehr guten Unterkünften, Restaurants, Aktivitäten, Museen.

Welche über die bekannten Hotelplattformen etc. auch alle leicht zu evaluieren, organisieren, reservieren sind. Reisetechnisch stellt Südamerika gar kein Problem dar, auch nicht für ggf. seniorige Reisende.

Südamerika Flashpacker
Südamerika Flashpacker

An diesen Top-Sehenswürdigkeiten mischen sich alle Reisetypen, zwangsläufig. An den alternativen Sehenswürdigkeiten des südamerikanischen Kontinents, welche der breiten Masse an Reisenden vielleicht gar nicht so bekannt sind, ist der gutinformierte Flashpacker dann, aus den oben bezeichneten Gründen, dann recht einsam. Sensationelle Destinationen wie die Osterinsel, oder die Felsenfesten Kuelap im Norden von Peru, oder die ganz wunderbare Zone Cafetera in Kolumbien sind dadurch Reiseziele fernab der Massen sowieso, aber auch fernab des sogenannten Gringotrails der Backpacker.

Und natürlich, Touristen sind immer die anderen, und heutzutage ist Exklusivität und ein leichtfertig benamtes "Abenteuer" und eine Reise fernab der Massen eine schöne Illusion. Christof Columbus war ein Abenteurer und Entdecker. Alexander von Humboldt schon nicht mehr so. Aber gerade der ggf. schon etwas ältere Flashpacker hat sich das Recht auf seine Illusionen - wahrscheinlich - gerecht verdient.

Flashpacker Mindset Südamerika

Flashpacker wissen, dass jede Reise aus einer inneren und einer äußeren Reise besteht, welche im Einklang sein sollten. So wie das Leben an sich. Mag sein, dass der Backpacker ressourcenschonender reist weil er weniger fliegt. Aber der Flashpacker lässt definitiv mehr Geld vor Ort und im Land. Ohne diese Mehrausgaben mit sinnlosem Konsum gleichzusetzen. Low Impact lautet die Formel für erfolgreichen Tourismus, und es ist der Flashpacker, der eher in diese Kategorie einzahlt. Rein wirtschaftlich gesehen sind nämlich Backpacker gar nicht so sinnvoll für eine touristische Region -  sie nutzen die Ressourcen genauso wie jeder Pauschaltourist, zahlen aber weniger dafür.

Als Flashpacker in Südamerika, so mein Eindruck, ist es Ehrensache, nicht jeden Peso zweimal herumzudrehen.

Südamerika ist eben nicht nur das Backpackerziel, sondern ganz im Gegenteil - es ermöglicht durchaus komfortable bis luxuriöse Reisen, ist touristisch super erschlossen, lässt sich ohne viel Vorplanung buchen und bereisen.

Südamerika bietet neben seinen kulturellen Sehenswürdigkeiten einen Naturschatz an, die Anden, Patagonien, den Amazonas-Regenwald, wie er in ähnlicher Form und Ursprünglichkeit auf diesem Planeten nur noch in Afrika zu entdecken ist.

Weitere Quellen für deinen Südamerika-Trip

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dc

DC Loew ist Reiseblogger auf planetenreiter.de und berichtet von seinen Reisen im Speziellen, über das Leben und das Reisen im Allgemeinen sowie über Afrika, Lateinamerika, Safari und naturnahes und individuelles Reisen im Besonderen. Zudem fotografiert er gerne und liebt die Exotik: Ob Offenbach oder die Osterinsel - los gehts!
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