Ein Foto und seine Geschichte. | planetenreiter Reiseblog

Ein (Reise) - Foto - und die Geschichte dazu.

Ein neues Format für einen Reiseblog: Every picture tells a story oder auf Deutsch: Ein Foto - eine Geschichte. In jedem Beitrag dieser Reihe steht ein ausgesuchtes Foto im Mittelpunkt. Dazu wird geschildert, was das Foto zeigt, wie es entstand, wo es gemacht wurde, mit welcher Kamera und welchem Objektiv, wie die Anreise war, welche Kosten dafür anfallen, wer die Fotografin oder der Fotograf ist, also kurzum:

Alles was interessant und relevant und wissenswert ist zu schildern und was dieses Foto ausmacht. Die Geschichte dazu. Die Reise.

Ein Foto - eine Geschichte: Kuelap Panorama, Peru.

Das Foto: Kuelap Panorama

Das Foto entstand auf dem gleichen Berg, auf welchem die Felsenfestung von Kuelap zu finden ist, im nördlichen Hochland der Anden, im wunderbaren Peru.

Kuelap ist in der Nähe des Ortes Nuevo Tingo. Die nächstgrößere Stadt ist Chachapoyas.

Kurz bevor man von der Bergstation der Seilbahn ausgehend, welche nach Kuelap hinauf führt, zum eigentlichen Eingang zur Festung gelangt offenbart sich dieses Panorama einer sehr alten Kulturlandschaft.

Auf ca. 3.000m Höhe, wohlgemerkt. Die Felder mögen auf dieser Höhe irritieren, aber in der Gegend schwirren auch Kolibris herum und stehen Papayabäume an den Berghängen. Zum Vergleich: Der höchste deutsche Berg ist die Zugspitze, und sie ist mit 2962m Höhe niedriger als dieser Aussichtspunkt.

Die Fotodaten: Kamera, Objektiv, Blende, ISO etc.

Belichtungszeit 1/200, Blende f4, ISO 100. Alles automatisch eingestellt. Brennweite waren 17mm. Das Objektiv ist das Canon EF 17-40 L. Zwar schon etwas älter, aber wie ich finde ganz hervorragend und mit mein liebstes Objektiv. Das nehme ich immer mit. Die Kamera ist meine Canon EOS 5D Mark III.

Kein Stativ. Keine weiteren Hilfsmittel wie Filter o.ä. Die weitere Foto-Ausrüstung war auch eher spartanisch, ich hatte nur noch eine Canon M3 als Kamera für Straßenszenen und Reisefotografie, sowie ein Immerdrauf-Objektiv dabei, nämlich das Canon 24-105 EF L.

Das Motiv: Kuelap Panorama

Ich mag Landschaftsfotografie, und ich mag weitwinkelige Aufnahmen mit viel Landschaft und viel Himmel darauf. Wenn ein paar Wolken vorhanden sind und dem Blau des Horizonts etwas Struktur geben, um so besser.

Ich wollte diese sehr bemerkenswerte Landschaft der Bergnebelwälder in den nördlichen Anden von Peru so aufnehmen, dass man den Charakter der Landschaft im Foto gleich erkennt. Leider muss man also immer dazu sagen, dass dieses Foto auf 3.000m Höhe entstand, man sieht es ja nicht.

Die Sonne im Rücken, an einem makellosen Tag, da entsteht solch ein Foto von alleine. Bemerkenswert auch, dass ja das eigentliche Motiv dieses Trips, die Felsenfestung Kuelap, quasi hinter mir war, als das Foto entstand.

Besondere Vorbereitungen musste ich keine treffen, ich hatte das Foto ungefähr im Kopf, welches ich wollte. Die passende Position zu finden ergab sich dann quasi von alleine.

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Die Anreise nach Kuelap

Nach Kuelap fährt man man nicht einfach mal so. Der Norden von Peru ist eine großartige Gegend, aber wesentlich weniger besucht als der Süden des Landes mit den touristischen Highlights Cusco, Machu Picchu und Arequipa mit Colca Canyon. Die Festung Kuelap wird als "Machu Picchu des Nordens" bezeichnet, das mag stimmen was die fantastische alte Ruine angeht und deren Position auf der Bergspitze.

Aber es gilt natürlich nicht für die Popularität des Ortes. Jetzt gibt es zwar Perus erste Seilbahn (ab Nuevo Tingo) , aber immer noch keine vergleichbaren Massen an Touristen. Denn die Gegend ist eher abgelegen. Wir sind von Lima nach Cajamarca geflogen, und dort in den Bus nach Leymebamba gestiegen.

Über 3500m hohe Pässe und an ebenso tiefen Canyon vorbei geht es auf abenteuerlicher Fahrt in die Anden. Im Örtchen Leymebamba pausierten wir und fuhren ein paar Tage später mit einem Kleinbus nach dem kleinen Weiler Tingo weiter. Dort Aussteigen und am staubigen Straßenrand warten, und mit einem weiteren kleinen Toyotabus nach Nuevo Tingo. Fahrpläne gibt es keine, die Bussen kommen und man winkt. Wenn kein Bus kommt, wird gewartet. In Tingo waren nette Menschen, und diese winkten dann irgendwann einen Bus ab. Man macht einen Preis aus und sagt man, wo man hin möchte.

Unser Fahrer half dann noch, das Hostel zu finden. In Nuevo Tingo, der Name ist Programm, ist fast alles neu und im Aufbau, so auch unser Hostel. Aber durchfragen hilft, und die Peruaner sind immer freundlich und angenehm.

In Nuevo Tingo ist das Bergpanorama schon mal ganz große Klasse. es gibt Restaurants und kleine Supermärkte dort. Für individuelle Traveller oder Backpacker also ideal.

Ausrüstung für Foto und Reise

Die Fotoausrüstung ist oben beschrieben, ich bin immer für leicht und spartanisch, und nehme nur das absolut notwendige mit. Deshalb auch kein Stativ. An besonderer Ausrüstung was Bekleidung und Schuhe angeht, ist der Norden von Peru auch ziemlich tolerant.

Der Aufstieg zum Berggipfel in Kuelap ist mit leichtem Schurhwerk machbar, da braucht man keine Bergschuhe oder ähnliches.

Sonnenschutz ist wichtig, für Kopf, Nacken und Arme. Die Höhe ist nicht zu unterschätzen was die Sonne angeht, man ist halt drei Kilometer näher dran an ihr!

Und man sollte für plötzliche Wetterumschwünge gewappnet sein und ggf. einen Pullover oder Fleece einstecken.

Wer in Nuevo Tingo übernachtet - aufgrund der Höhe ist es da eher kälter als es ausschaut, sonniges Bergklima eben.

Wetter, Klima

Wie man auf dem Foto sieht, war das Wetter sehr gut. Allerdings schien die Sonne extrem, und auf der Bergspitze auf 3.000m Höhe gibt es auch keinen Schatten. Also unbedingt an Sonnencreme und eine Kopfbedeckung denken!

Die Höhe merkt man schon, sinnvollerweise akklimatisiert man sich vorher. In Leymebamba, Chachapoyas oder Cajamarca ist dies möglich, diese Orte im Hochland von Peru liegen alle etwas höher als 2.000m.

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dc

DC Loew ist Reiseblogger auf planetenreiter.de und berichtet von seinen Reisen im Speziellen, über das Leben und das Reisen im Allgemeinen sowie über Afrika, Lateinamerika, Safari und naturnahes und individuelles Reisen im Besonderen. Zudem fotografiert er gerne und liebt die Exotik: Ob Offenbach oder die Osterinsel - los gehts!
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