Tansania für Anfänger: Ein Traum von Afrika für Einsteiger, Gruppenfahrten, Traveller, Backpacker.

Tansania für Anfänger: Reisetipps und touristische Highlights

Afrika, dunkel lockende Welt heisst eines der bekanntesten Bücher von Tania Blixen über den faszinierendsten aller Kontinente.

Wer allein vom Lesen Fernweh bekommt, und wer sich nach der mythenbehafteten, tierreichen afrikanischen Landschaft aus Savanne, Busch und Akazien sehnt, für den stellt Tansania sicherlich eines der klassischen Afrikaziele dar. (Ja, ich weiss, das Buch von Tania Blixen spielt in Kenia, so auch der Film Out of Africa von Sydney Pollack, der das Buch als Vorlage nahm.)

Tansania für Anfänger
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Tansania als klassisches Reiseziel in Afrika

Tansania ist für mich das klassische Afrikaziel überhaupt, denn Tansania weist im Norden des Landes gleich drei legendäre Ikonen und touristische Besuchermagneten des Kontinents auf. Es sind: Afrikas höchster Gipfel, der Kilimandscharo. Die grösste Vulkankaldera dieses Planeten, ein einzigartiges, tierreiches wunderbares Naturspektakel, der Ngorongoro Krater. Und natürlich den berühmtesten Nationalpark der Welt, die unvergleichliche Serengeti.

Das Beste daran, und hier gilt es, Vorurteile und Reisemythen auszuräumen: Ja, Tansania ist auch für Afrikaeinsteiger geeignet. Ja, man kann auch organisierte Rund- oder Gruppenfahrten nach Tansania buchen. Ja, das Land eignet sich auch für Backpacker und individuelle Reisende, denn die touristische Infrastruktur ist sehr gut. Und ja, man kann auch als Selbstfahrer mittlerweile ganz gut in Tansania reisen, und nein, man muss keinen Guide oder Fahrer zwangsweise anheuern.

Die Weltnaturerben Tansanias

Die drei herausragenden Naturwunder im Norden Tansanias lassen sich in einer relativ wenig aufwendigen Reise, ob individuell geplant oder organisiert, mühelos in zwei Wochen besuchen.

Flüge nach Tansania

Von Mitteleuropa aus kann man entweder mit Condor einmal pro Woche direkt ab Frankfurt, mit KLM täglich über Amsterdam oder neuerdings mit Turkish Airlines über Istanbul direkt zum internationalen Flughafen Kilimanjaro International fliegen, in Sichtweite des namengebenden Berges.

Eine gute Flugverbindung, mit Umsteigen, bietet auch Ethiopian Airlines.

Von KIA bzw. JRO, so seine offizielle IATA Abkürzung, ist man dann in einer halben Stunde in Moshi, zu Füssen des Kili, oder in Arusha, der Safarimetropole Tansanias, von wo man entweder per Fahrzeug oder per Buschflieger in Richtung Serengeti und Ngorongoro Krater reisen kann.

Kilimandscharo Besteigung ab Moshi

Wer den Kilimandscharo besteigen möchte, wird dies ab der charmanten Kleinstadt Moshi machen, von wo alle Expeditionen auf das Dach Afrikas starten. Für eine Kilimandscharo – Besteigung sollte man sechs Tage Zeit einrechnen, Ausgangs- und Endpunkt ist Moshi, eine wirklich schönes Städtchen am höchsten allein stehenden Berg des Planeten.

Moshi ist für Individualreisende auch die bessere Alternative als das hektische Arusha, und bietet einige sehr schöne Lodges in den Kaffeeplantagen an den Hängen des Kili. Fast alle Tourveranstalter und Safarifirmen haben auch eine Dependance in Moshi.

Kosten für die Kili Besteigung: Um die 900 US Dollar nehmen die Veranstalter vor Ort für eine Besteigung des Kili, pro Person. Da ist meistens, außer dem Trinkgeld für Guide und Träger, alles inklusive.

Bitte achtet darauf, dass die Träger anständig bezahlt werden und euer Veranstalter die Organisation der Träger unterstützt. Die Kilimanjaro Porters haben sich organisiert und sind unter diesem Link zu finden. Auch wer die Kili Besteigung in Europa bucht, sollte seinen Veranstalter fragen, ob diese Organisation involviert ist.

Vom Kili bis zum Ngorongoro Krater führt eine ziemlich gute Teerstrasse – der Moshi – Arusha Highway.

Wenn man nicht die quirlige Safari – Metropole Arusha queren müsste, wäre die Fahrt sicherlich in weniger als sechs bis acht Stunden zu schaffen, aber soviel Zeit muss man einplanen. Der berüchtigte und zweifellos ebenso einzigartige Moshi – Arusha Highway ist ein Crash-Einführungskurs für jeden Afrikaneuling, und wer nicht selber fahren braucht, weil er eine organisierte Rundreise gebucht hat, der hat genug Muße zum Betrachten des vollen afrikanischen Programms um ihn herum.

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Immer noch Geheimtipp: Der Arusha Nationalpark

Von Arusha aus hat der Besucher mehrere Optionen, wie er zu den Naturwundern Tansanias gelangen kann: In der Nähe von Arusha gibt es den kleinen, aber landschaftlich sehr abwechslungsreichen Arusha Nationalpark, mit den endemischen Kolobusaffen.

Wer seinen Fotografie – Schwerpunkt auf Giraffen legen möchte, findet hier seine Motive mit grosser Sicherheit! Ebenso ist der Arusha NP Ausgangsbasis für eine Besteigung des Mount Meru, des vierthöchsten Berges Afrikas. Die Besteigung ist in vier Tagen und Nächten zu schaffen, Bergführer und Träger kann man in Arusha oder Moshi organisieren.

Ebenso nah an Arusha liegen die Nationalparks Tarangire und Lake Manyara – wem die Fahrt in die Serengeti zu lange dauert, der findet mit diesen Parks zwei sehr gute Alternativen. Insbesondere Tarangire mit seinen grossen Elefantenherden und preislich akzeptablen Lodges im Randgebiet des Parks ist eine gute Option für Individualreisende und Selbstfahrer.

Viele Besucher Tansanias nehmen die beschwerliche Anfahrt in das Serengeti – Ngorongoro Schutzgebiet gerne in Kauf – die einzigartige Landschaft wird alle Mühen belohnen. Zu empfehlen ist für die Fahrt von Arusha aus in der Trockenzeit, einen Staubschutz für z.B. die Kameraausrüstung, mitzuführen. In der Regenzeit sollte man auch einen dicken Pullover dabeihaben, und gute Schuhe, denn der Matsch kann schon ziemlich tief sein.

Der Flug in die Serengeti von Arushas kleinem Flughafen ist eine gute Alternative zur Autofahrt – wer kann oder die Strecke bereits kennt, sollte fliegen, und natürlich die Kamera bereit halten. Bei guter Sicht ergeben sich immer spektakuläre Fotooptionen.

 

Noch ein Geheimtipp: Mkomazi National Park

Wer von Moshi nach Südwesten, in Richtung Küste weiter reist, kommt am Mkomazi Nationalpark vorbei. Dieser so gut wie kaum besuchte Park ist landschaftlich mehr als sensationell. Es gibt ein sehr schönes etwas teureres Camp, aber auch ein günstiges Lager für Camper/Selbstfahrer.

Die Tierwelt in Mkomazi ist noch etwas dünn und kein Vergleich zu Serengeti oder Tarangire, aber Vögel gibt es in rauen Mengen, und machen den Park insbesondere für Birder sehr interessant. Die Landschaft ist wunderbar, man kann diverse Hügel ansteuern und bis zum Gipfel fahren, von dort gibt es dann einen wunderbaren Panoramablick in die umliegende Gegend.

Und man wird den Park für sich alleine haben. Als wir am Gate in Mkomazi uns in das Besucherbuch eintrugen, waren die letzten Besucher vor uns vor mehr als einer Woche dort gewesen.

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Der Manyara See in Tansania aus der Luft

Tansania: Von Arusha in die Serengeti

Organisierte Rundreisen als auch selbstorganisierte Reisen im Norden Tansanias bewegen sich grösstenteils auf den gleichen Routen und nutzen oft die gleichen Unterkünfte und Lodges – so riesig ist die Auswahl dort nicht, gleichwohl ist die touristische Infrastruktur für afrikanische Verhältnisse sehr gut. Die Asphaltstrasse von Arusha endet am Eingangstor des Ngorongoro Conservation Areas, und ich meine, das ist gut so.

Sehr viel mehr Touristen wird die Gegend ohne Abstriche am Naturerlebnis nicht mehr tolerieren können. Und so bleibt die Schotterpiste zwischen den Hängen des Ngorongoro Kraters und der Einfahrt in die Serengeti Ebene eine der übelsten Wellblechpisten Ostafrikas.

Interessant und absolut sehenswert übrigens, und auf fast allen organisierten Rundreisen im Norden Tansanias ein Ziel, ist die Olduvai Schlucht. Hier grub der bekannte Archäologe Richard Leakey Spuren und Skelette von menschlichen Vorfahren aus – das kleine Museum dort schildert dies sehr anschaulich. Nichts für fundamentale Christen, hier passt die Zeitrechnung der Wissenschaft nicht zum Glauben!

Wenn die Sonne scheint, Kopfbedeckung nicht vergessen, in der Olduvai Schlucht ist es staubtrocken und zuweilen sengend heiss!

Am Endpunkt der langen Fahrt von Arusha belohnt die einzigartig schöne Savannenlandschaft der Serengeti jeden Besucher mit einem Gefühl des Ankommens und des Hiergewesenseins.

Die Serengeti ist Teil unserer DNA, das Licht, das wogende Grasmeer, die riesigen Herden von wandernden Gnus und Zebras ist eines der herausragenden Naturereignisse unseres Planeten. Viele sagen: Die Great Migration der Serengeti ist das grossartigste Schauspiel in der Natur, an dem Menschen teilhaben können. Glücklich, wer die Serengeti als Besucher erleben darf. Noch glücklicher, wer wiederkommen darf. Und vielleicht werden diese Besucher, wenn sie wieder zuhause sind, hellhörig, wenn Gefahr für die Serengeti aufkommt in Form von Landraub, Strassenbau, Wilderei, und werden sagen: Nein. Wenn wir die Serengeti nicht bewahren können, was dann?

Wer individuell als Selbstfahrer in Tansania unterwegs ist oder die Serengeti mit einem Safari – Veranstalter besucht: Sehr empfehlenswert ist es, die special camp sites zu buchen. Das sind landschaftlich sehr schön gelegene Plätze, an denen man sein Zelt aufschlagen und seinen Landy parken kann. Diese special camp sites sind bei der Parkverwaltung zu reservieren und werden einem bei Parkeintritt zugeteilt. Man muss alles mitbringen, es gibt dort keinerlei Infrastruktur. Auf den normalen camp sites in der Serengeti gibt es Toiletten und Duschen.

Tansania besticht darüber hinaus mit seinen herzlichen, freundlichen, zurückhaltenden und humorvollen Menschen – wer einmal aus seiner Rolle als Mzungu (Weisser) und Tourist herausfindet und einen echten Kontakt zu den Menschen herstellt, der wird belohnt werden. Erstaunlich, wie ein Witz, Interesse am anderen, Respekt und Selbstironie in Afrika funktionieren – bei Verkäufern von Souvenirs und Dienstleistungen als auch bei Polizisten und Grenzbeamten. Und jeder Tansanier ist enorm stolz auf die Schätze seines Landes und weiss um ihren Wert – den natürlichen Wert, als auch die Bedeutung von Tierwelt, Landschaft, Kilimandscharo und dem Afrikamythos für den Tourismus.

Speziell zur Serengeti habe ich noch mal alle Reisetipps zusammengefasst.

Tansania Reiseblog Reisetipps

Anreise Tansania: mit KLM, Turkish und Ethiopian täglich nach Kilimanjaro International (IATA Code: JRO). Condor  fliegt einmal die Woche ab Frankfurt Rhein-Main. Weitere Umsteigeverbindungen über Nairobi, Kigali, Entebbe.

Regenzeit Tansania Norden: März – Mai. Beste Reisezeit Tansania: Juli bis Dezember.

Visum und Einreise Tansania: Für die Einreise nach Tansania benötigst du ein Visum. Das mann man on arrival am Flughafen bei der Einreise bekommen, Kosten: 50 US Dollar. Oder vorab in der Botschaft von Tansania in Berlin bestellen. Reisepass mit Extrafotos hinschicken, bezahlen, sie senden den Reisepass mit Visum zurück. Kosten: 50 Euro pro Visum.

Impfungen: Gelbfieber. Malariaprophylaxe nicht vergessen. Befrage hierzu deinen Hausarzt!

Geldwechsel: Kreditkarte (VISA und Mastercard), Bargeld. Travellerschecks sind nicht zu empfehlen. Euro können getauscht werden. US Dollars sind ok. Südafrika Rand werden nicht akzeptiert.

Geldautomaten: In Arusha, Moshi und Karatu. Funktionieren am besten mit Kreditkarte, man sollte je eine Visa und eine Mastercard haben, manchmal geht die eine, manchmal die andere!

Kameraausrüstung für Tansania und Safari

Tipps für eine Fly In Safari in Tansania

Und wer schwankt ob er lieber Tansania für Einsteiger bereisen möchte oder Botswana, der liest hier den Vergleich der Safariländer.

DC Loew
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DC Loew

DC Loew ist Reiseblogger auf planetenreiter.de und berichtet von seinen Reisen im Speziellen, über das Leben und das Reisen im Allgemeinen sowie über Afrika, Lateinamerika, Safari, UNESCO Welterbestätten und naturnahes und individuelles Reisen im Besonderen. Zudem fotografiert er gerne und liebt die Exotik: Ob Offenbach oder die Osterinsel - los gehts!
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