Top Ten Liste: Deutsches UNESCO Welterbe

Top Ten Liste Deutsches UNESCO Welterbe

 

In Deutschland gibt es 39 Welterbestätten, sowohl Weltkulturerbe als auch Naturräume, welche unter dem Schutz der UNESCO stehen. Seit 1978 die UNESCO begann, herausragende historische und kulturelle Bauwerke und Kulturlandschaften zu schützen, hat sich Deutschland und seine Bürger sehr verdient um unser kulturelles und natürliches Erbe gemacht.

Deutsches UNESCO Welterbe
UNESCO Weltkulturerbe: Die Wartburg in Eisenach, Thüringen

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass eine Reise zu solchen besonderen Orten sich  immer lohnt, insbesondere wenn man eine Schwäche für historische und kulturell interessante Monumente hat.

Und nicht jede Welterbestätte ist von Touristen überlaufen: Mit eine der schönsten und erstaunlichsten , an denen ich war, die Wikingerkirche von Urnes in Norwegen, war vollkommen menschenleer. Und so sensationell schön…Ebenso Machu Picchu in Peru: Man muss nur früh aufstehen…

Aber in diesem Beitrag geht es um das Deutsches UNESCO Welterbe: Was nutzt es mir, am Ende der Welt gewesen zu sein, und die eigene Heimat nicht zu kennen? Die Dichotomie des Reisens ist doch, fern von Zuhause zu sein, sich zu verlieren, sich bestenfalls wieder zu finden und neu zu definieren, und dennoch zu wissen, wer man ist, und wo Heimat ist.

Heimat ist übrigens ein interessantes Konzept, darüber lohnt es, nachzudenken… Und das Welterbe – Konzept der UNESCO ist ebenfalls spannend, denn es ist supranational. Welterbestätten sind Menschheitserbe, und gehören allen, keinem Land, keiner Glaubensgemeinschaft, keiner Partei. Und hier kommt meine Liste, vollkommen subjektiv, natürlich.

Mit ein einigen neuen Anwärtern obendrein. Eigentlich gehören der Bergpark in Kassel als auch die Altstadt von Goslar (inklusive der Oberharzer Wasserwirtschaft und dem Bergwerk Rammelsberg) mit auf diese Liste.

Es ist also eine Top 12 Liste Deutsches UNESCO Welterbe:

 

10. Kloster Maulbronn, Baden-Württemberg.

Gelegen in der Nähe von Karlsruhe, ist das Kloster Maulbronn ein sehr schön erhaltenes spätmittelalterliches Ensemble von Kloster, Kirche und Fachwerkhäusern. Kaum bekannt, aber definitiv besuchenswert. Kloster Eberbach im Rheingau ist sehr ähnlich, steht aber leider nicht auf der Welterbeliste.

9. Schloss Sans Souci Potsdam, Brandenburg.

Hier hat Friedrich der Grosse gelebt, hier ist er gestorben. Die Möbel des alten Fritz stehen noch am Platz, so als ob er nur kurz hinaus gegangen wäre. Ein zauberhafter, legendärer Ort, voller Charme und Geschichte. Man kommt nur mit Führung in das Schlösschen hinein, aber der Zugang zum Garten ist kostenlos.

8. Altstadt von Quedlinburg. Sachsen-Anhalt.

Spektakuläre, sehr authentische Altstadt mit Burg und Domkirche. Wenn man oben auf de Burg steht und unter sich die mittelalterlichen Dächer sieht, fühlt man sich im Jahr 1500. Mindestens.

7. Zeche Zollverein Essen. NRW.

Mal was anderes: Malocherkultur im Ruhrgebiet, hier rauchten einst die Schlote, und die Zeche Zollverein in Essen förderte Kohle für die Stahlproduktion. Ein tolles Stück Industriegeschichte, mit dem angeschlossenen sehr unterhaltsamen Museum des Ruhrgebiets und einem Klasse Restaurant. Und mehrere Fußballstadien von Traditionsvereinen in unmittelbarer Nähe, deren Besuch lohnt: Gelsenkirchen, Dortmund, Bochum, Essen, Oberhausen. Das Deutschland, das die Ärmel aufkrempelt, den Kellner im Restaurant mit den weißen Tischdecken duzt. Und dieser zurück duzt.

Deutsches UNESCO Welterbe. Zeche Zollverein, Essen
In der Zeche Zollverein, Essen.

6. Oberes Mittelrheintal, Hessen und Rheinland-Pfalz.

Geliebter Vater Rhein. Heimatlicher Fluss, der sich zwischen Hunsrück und Taunus hindurch schlängelt. Von Rüdesheim bis Koblenz reiht sich Weinberg an Weinberg, malerisches Dorf an alten Marktflecken, und Schlösschen und Burgen und Klöster. Uralte Kulturlandschaft. Ideal zum Wandern, Ausflüge machen, Wein- und Esskultur geniessen. Heimat im besten Sinne, Kultur, Natur, Goethe und Heine, die Römer, die Germanen, Wingerte und Strausswirtschaften, Schwofen in Rüdesheim, wandern an der Loreley und auf dem Rheinsteig. So wunderbar.

Weiberge am Rhein im Oberen Mittelrheintal

5. Museumsinsel Berlin.

Geliebtes Mitte, mein alter Kiez, was vermiss ick dir! Ein sehr einzigartiges Ensemble sehr einzigartiger Museen ist die Museumsinsel in Berlin, auf engstem städtischem Raum im Herzen von Berlin Mitte, zwischen Hackeschem Markt und Unter den Linden. Definitiv muss man im Pergamon Museum gewesen sein, es ist wirklich spektakulär. Leider ist es momentan teilweise geschlossen, der Pergamon Tempel ist erst ab 2019 wieder zu bewundern.

4. Altstadt Bamberg, Bayern.

Barockes Juwel an Flusslandschaft, mit Hügeln drum herum, auf denen große Kirchen stehen. Ein tolles geschlossenes architektonisches Ensemble, unzerstört im Krieg , und ganz wunderbar gepflegt. Grossartiger als die Altstadt von Bamberg ist nur noch die Altstadt von Görlitz, Sachsen, aber diese ist, seltsamerweise, kein Welterbe.

Das alte Rathaus zu Bamberg
Das alte Rathaus zu Bamberg

3. Torhalle und Kloster Lorsch, Hessen.

Unbekanntes Kleinod in Lorsch, eine halbe Stunde auf der Autobahn südlich von Frankfurt am Main, das einzige erhaltene karolingische Bauwerk nördlich der Alpen: Die karolingische Torhalle. Wunderschön saniert und in die Reihe geschafft, wie der Hesse es ausdrücken würde. Der Odenwald als wirklich reizendes Wanderziel ist in unmittelbarer Nähe. Ich liebe die Torhalle wegen ihrer unaufdringlichen Eleganz und Würde, ein erstaunliches Stück Architektur. Und 1200 Jahre alt!

2. Wartburg, Eisenach, Thüringen.

Was soll man sagen. Hier muss man Schauen! Geschichte zum Staunen und Anfassen. Die Wartburg, unser Idealbild einer spätmittelalterlichen Adelsburg. So deutsch wie Sauerkraut und Thüringer Klopse. Luther und Bach, Heine und Goethe. Das gute Deutschland der Aufklärung. Tolle Sicht ins Thüringer Land und über den Thüringer Wald. Fotogen, das alte Gemäuer. Eine Führung lohnt, hier übersetzte Luther die Bibel in die deutsche Sprache. Und guten Kaffee + Kuchen gibt’s auch.

1. Der Dom zu Speyer, Rheinland – Pfalz.

Ich bin nicht sakral veranlagt oder spirituell, katholisch schon gar nicht, eher stringenter Atheist. Ist aber auch egal, denn der Dom zu Speyer ist so faszinierend, dass ich mindestens einmal im Jahr hinfahre. In den tausend Jahre alten Bau hineinhorchend. Staunend davor stehen, mit offenem Mund. Man darf als Reisender ohnehin, und als Mensch generell, nie das Staunen verlieren, und niemals never ever und überhaupt aufhören, neugierig zu sein. Der Dom zu Speyer ist wahrhaft inspirierend, und gibt Demut. Ein fabelhafter, unwirklicher Bau, mächtig und schön zugleich. Das beste am Abendland, und wie es einmal war. Ich idealisiere. Fahrt selber hin!

Schöne Altstadt um den Dom in Speyer herum, mit vielen Kneipen und Restaurants, hier kann man auch mal ein Wochenende verbringen!

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DC Loew
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DC Loew

DC Loew ist Reiseblogger auf planetenreiter.de und berichtet von seinen Reisen im Speziellen, über das Leben und das Reisen im Allgemeinen sowie über Afrika, Lateinamerika, Safari, UNESCO Welterbestätten und naturnahes und individuelles Reisen im Besonderen. Zudem fotografiert er gerne und liebt die Exotik: Ob Offenbach oder die Osterinsel - los gehts!
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