Safari in Afrika: Dies sind die zehn besten Nationalparks um wilde Löwen anzutreffen

Die Löwen Afrikas sind in Gefahr! Habitatverlust, Zersiedelung ihrer Lebensräume, Mensch-Tier-Konflike und Trophäenjagd bringen den König der Tiere an den Rand der Ausrottung.

Wo finde ich Löwen in Afrika, in welchen Nationalparks und Ländern gibt es noch Bestände, die man besuchen kann?

Löwenpopulationen kommen in größerer Zahl eigentlich nur noch in Schutzgebieten im Süden und Osten Afrikas vor. Im Rahmen einer Safari lassen sich dies ganz gut aufsuchen. Es ist egal, ob diese Safari selbstorganisiert ist oder eine Pauschalreise.

Welche Schutzgebiete das sind, erklärt der folgenden Beitrag im Safari Reiseblog. Und auch, wie du die Löwen Afrikas unterstützen kannst: Indem du zu ihnen reist, eine Safari machst, und Geld in Schutzgebieten  und Land lässt.

Dies ist die einfachste Methode, um die Löwen zu unterstützen: Hinfahren, und eine Löwen Safari machen.

Folgend eine Liste der zehn besten Orte und Nationalparks in Afrika, um wilde Löwen antreffen zu können.

Wie definiere ich „beste Orte“? Die Größe der Löwenpopulation spielt eine Rolle, aber auch landschaftliche Aspekte und die Erreichbarkeit des Schutzgebiets sowie die touristische Infrastruktur sind wichtige Faktoren für mich.

Da Löwen standorttreue Tiere sind und nicht mit den Migrationen der Huftiere mitziehen, lassen sie sich meistens recht einfach verorten. Die Guides in den Schutzgebieten wissen, wo die Löwenrudel zu finden sind!

Löwen Safari Serengeti
Auf Löwen Safari: Hab eine gefunden! Foto: DC Loew

Serengeti, Tansania

Eine der letzten großen und nicht schwindenden Löwenpopulationen Afrikas. Landschaft, Tierdichte, die Beutegreiferpopulation auch von Leoparden und Geparden ist unvergleichlich hoch in der Serengeti.

  • Anreise: Die Erreichbarkeit der Serengeti ist recht einfach, die touristische Infrastruktur großartig. Flug Anreise über Nairobi, Kenia, oder Kilimanjaro International, Tansania.
  • Mehr über die Serengeti hier im Reiseblog

Chancen auf Löwensichtung in der Serengeti: Sehr Hoch.

Masai Mara, Kenia

Insbesondere in den Monaten, in welchen die Migration der Gnus und Zebras im Norden des Mara-Serengeti Ökosystems zu finden ist (ca. September bis November), der so ziemlich beste Ort dieses Planeten, um Löwen zu beobachten. Das Gebiet ist viel kleiner als die südlich gelegene Serengeti. Auch für Fotografen mit die beste Gelegenheit, Löwen in der Savanne zu fotografieren.

  • Anreise: Einfach, über Nairobi, dann vier Stunden Autofahrt. Oder kurzer Flug von Nairobi in die Mara. Eine Kombination der Mara mit der Serengeti ist technisch schwierig, aber machbar.

Infrastruktur: Sehr gut. Chancen auf Löwensichtung: Nahezu 100%.

Löwen in Afrika
Junge Löwen in der Serengeti. Foto DC Loew

Etosha, Namibia

Eine ganz andere Landschaft als das Mara-Serengeti Ökosystem Tansanias, irgendwie staubiger! Die recht flache Gegend, mit etwas kargem Buschland bewachsen, bietet auch für Anfänger wirklich schöne Safari Erlebnisse. Ausschilderung, Orientierung im Park und Sichtbarkeit der Löwenrudel sind sehr gut bzw. einfach.

  • Anreise: Einfach. Ab Windhoek mit dem eigenen Fahrzeug ca. vier Stunden die sehr gute Straße nach Norden fahren. Etosha ist Klasse für Selbstfahrer.
  • Mehr Info über Etosha hier im planetenreiter Reiseblog

Chance auf Löwensichtung: Hoch, aber nicht unbedingt sicher.

Moremi Game Reserve, Okavangodelta, Botswana

Viel Wasser, viel Buschwerk, sehr viele Tiere, aber die Löwenpopulation ist in Schwierigkeiten, und sinkt. Dennoch eine tolle Safaridestination für eine Löwen Safari.

  • Anreise Botswana: Nicht ganz so einfach, da keine Direktflüge von Deutschland nach Botswana gehen. Mit dem 4×4 ist die Anreise ab Johannesburg oder Windhoek aber ziemlich einfach. Mit dem Flieger fliegt man nach Maun, ab Johannesburg.

Chance auf Löwensichtung: Ebenfalls nicht ganz einfach! Xakanaca Camp ist eine tolle Bleibe – Möglichkeit, um das gleichnamige Löwenrudel zu erspähen. Für Fotografen finde ich das Okavangodelta schwierig, es fehlen ein wenig die offenen Flächen. Aber als Safariziel ist und bleibt es ein Traum!

Kruger National Park, Südafrika

Ein Klassiker. Wer hier in Südafrikas berühmtesten Nationalpark keine Löwen findet, verläuft sich auch in einem Dixiklo. Die Sichtungen von grossen Katzen werden an einigen Gates, mit dem Ort der Beobachtung, auf Tafeln vermerkt. Also nachfragen bei den Rangern!

  • Anreise: Einfach. Über Johannesburg und Hoedspruit. Teilweise Flüge direkt von JNB zur Landepiste der Lodge.

Orientierung und touristische Infrastruktur sind sehr gut.

Chancen auf Löwen: Hoch.

Madikwe Game Reserve, Südafrika.

Tolles Buschland, viele Tiere, darunter Wildhunde. Sehr gut gemanagetes privates Schutzgebiet, welches sehr einfach in vierstündiger Autofahrt ab dem Flughafen Johannesburg zu erreichen ist. Immer noch Geheimtipp, vielleicht die einfachste und direkteste Art, von Europa aus auf Safari zu gehen.

  • Anreise: Vier Stunden per Auto ab Johannesburg Flughafen. Kein 4×4 notwendig für die Anreise nach Madikwe.

Chancen auf Löwensichtungen: Hoch. Die Ranger wissen meistens, wo die Rudel zu finden sind.

Hwange Nationalpark, Zimbabwe

Dieses simbabwische Schutzgebiet gehört zum Chobe – Okavango Gebiet, und ist ab dem Norden von Botswana ganz gut zu erreichen.

  • Anreise: Ab Kasane, Botswana, von dort nach Süden und dann links abbiegen irgendwann zur Grenze nach Simbabwe.

Löwensichtungen sind dank der künstlichen Wasserstellen recht einfach in Hwange. Die Infrastruktur des Parks ist nicht so gut wie in Botswana oder Südafrika, eher rustikaler, aber dennoch lohnenswert. Mehr zu den Löwenpopulationen in Zimbabwe bei Lion Alert.

 

Löwen in Afrika
Eines meiner liebsten Fotos: On the Lookout. Serengeti, Tansania

South Luangwa National Park, Sambia.

Entlang des Luangwa Flusses, insbesondere in der trockenzeit ab Oktober eine nahezu sichere Bank, um den König der Tiere anzutreffen. Die  ist sogar möglich als Fußgänger im Rahmen einer Walking Safari.

  • Anreise: Nicht ganz so einfach, da keine Direktflüge nach Sambia gehen ab D-A-CH. Entweder den 4×4 in Livingstone anmieten, oder ab Windhoek, Namibia, bzw. Botswana anreisen. ggf. sogar ab Johannesburg und über Kasane, Botswana nach Sambia fahren.

Chance auf Löwensichtung: Gut.

Selous Game Reserve, Tansania

Das größte Schutzgebiet des Planeten gehört zusammen mit dem Ruaha NP zum sogenannten Southern Safari Circle des Landes. In Selous kann man die größte Löwenpopulation Tansanias in klassischem afrikanischen Buschland finden. Selous und Ruaha sind klassische Löwen Safari Ziele in Tansania.

  • Anreise: Per Fly In einfach, mit Fahrzeug etwas abgelegen.

Chance auf Löwensichtung: Hoch.

Central Kalahari Game Reserve, Botswana und Kalahari Transfrontier NP.

Diese beiden Schutzgebiete in Botswana bzw. an der Grenze Botswanas mit Namibia und Südafrika sind Teil des Kalahari Ökosystems. Aufgrund der eher niedrigen Vegetation in der Kalahari Trockensavanne ist die Sichtung von Löwen gut möglich.

  • Anreise: Die Anreise in das CKGR ist nicht ganz so einfach, selbstorganisiert aber möglich. Anreise in den KTP ab Namibia oder Johannesburg, Südafrika.

Chance auf Löwensichtung: Hoch, aber nicht selbstverständlich. Die Schutzgebiete sind weitläufig! Also nachts wach bleiben und horchen, wo die Löwen rufen!

Akagera Nationalpark, Ruanda

Ich war selber noch nicht dort, aber dieser landschaftlich sehr schöne Nationalpark im Norden Ruandas wird jährlich attraktiver. Hier wurden Löwen wieder eingeführt, und der König der Tiere fühlt sich wohl im aufblühenden NP in Ruanda. Dies ist sicherlich ein Tip eher off the beaten track.

  • Anreise: Über die Hauptstadt Ruandas, Kigali, mit einem lokalen Safari-Anbieter. Akagera ist gerade einmal 110 km von Kigali entfernt, in weniger als drei Stunden ist man in der Wildnis.

Chance auf Löwensichtung: Scheint mir recht hoch. Der Park an sich ist ziemlich klein, es gibt noch wenige Touristen, und noch einiges zu entdecken. Ruanda möchte eine Safaridestination werden, und investiert recht stark in den Park.

Afrika Safari Löwen

dc
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