Reisetipps Osterinsel A – Z (Update 2022)

Reisetipps Osterinsel Rapa Nui Isla de Pascua: A bis Z

Inhalt

Wofür ist dieser Südamerika Reiseblog eigentlich gut? Euch Reisetipps und Inspiration zu geben für euren eigenen Tripp, das ist der Anspruch bei planetenreiter.

Die sehr praktischen  Reisetipps Osterinsel folgen hier und jetzt – und dies ist keine Wunschliste, ich war dort und habe alle Reisetipps selbst ausprobiert.

Für wen sind die Reisetipps Osterinsel und dieser guide? Für alle, welche dort einmal individuell und ohne Gruppe hinreisen möchten und sich fragen, wie das gehen könnte, was es kostet, und wie die Infrastruktur der Osterinsel ausschaut.

Das Reiseziel Osterinsel mag weit entfernt sein, aber ist es einfach zu bereisen. Für Backpacker, individuelle Reisende, Weltreisende, und Reiseblogger die dort tatsächlich mal hinfahren und nicht nur darüber schreiben ;-).

Wo ist die Osterinsel genau: Die Osterinsel, auf Spanisch Isla de Pascua, in der Sprache der polynesischen Ureinwohner Rapa Nui genannt, liegt ca. 3700 km westlich vor der Küste Südamerikas, im Pazifik, und gehört zu Chile. Nur von Santiago de Chile kann man von Südamerika aus dorthin fliegen!

Generell sei noch angemerkt, weil ich es in einem anderen Reiseblog zur Osterinsel gelesen habe: James Cook war zwar im Rahmen seiner zweiten Reise durch die Südsee und Polynesien auf der Insel bzw. lag mit seinem Schiff davor, aber er ist NICHT der Entdecker Rapa Nuis als auch von Australiens. Der europäische Entdecker der Osterinsel war der niederländische Seefahrer Jakob Roggeveen, der das Eiland 1722 ansteuerte. Da waren die Polynesier schon lange vorher angekommen, und die berühmten Steinstatuen schon fast alle umgeworfen.

Gefährliches Halbwissen kann man nicht gebrauchen beim Reisen! Weiter im Text im Reiseblog Osterinsel!

Osterinseln vs. Osterinsel: Es gibt nur eine Osterinsel, es ist auch kein Archipel mit mehreren Inseln, die Suche nach den „Osterinseln“ in der Mehrzahl ist also sinnlos!

Reisetipps Osterinsel: Von Ankommen bis Weltreise

Anreise und Hinkommen: Nur per Flieger ab Santiago de Chile

Es fliegt nur eine Fluggesellschaft zur Osterinsel, spanisch Isla de Pascua, und das ist LATAM Airlines (früher LAN Chile) ab Santiago de Chile, täglich. Der Flughafen des Eilandes heißt offiziell Mataveri International Airport und hat den IATA Code IPC.

Einmal die Woche gab es vor der Pandemie (bis Juni 2020) einen Dienst von und nach Papetee, Tahiti, Französisch-Polynesien, welcher aber momentan eingestellt ist.

Mit anderen Worten: Es gibt momentan nur einen Ort, von welchem man auf die Osterinsel direkt fliegen kann: Santiago de Chile Comodoro Arturo Merino Benítez International Airport, Iata Code SCL. Fluggerät dafür ist meistens eine Boeing 787, an den Wochenenden fliegt manchmal eine Boeing Triple Seven. Unklar ist, ob Latam die Strecke nach Tahiti wieder aufnehmen wird. Flugdauer Santiago – Isla de Pascua: Um die fünf Stunden.

Apotheke in Hanga Roa

Es gibt eine sehr große und gut ausgestattete Apotheke auf der Hauptstrasse in Hanga Roa (ziemlich in der Mitte), sowie ein Krankenhaus .

Autovermietung Isla de Pascua /Kosten

Gibt es mehrere direkt an der Hauptstraße in Hanga Roa, ein kleiner Jeep kostet um die 40.000 chilenische Pesos pro Tag (ca. 50 Euro).

Backpacker auf Rapa Nui

Ja, die gibt es dort! Und man kann, entgegen anderslautenden Gerüchten, auch als Backpacker mit kleinem Budget auf die Osterinsel reisen. Beim Flug gibt es keine bzw. kaum Optionen zum Sparen, es fliegt nur LATAM dort hin, was die Flüge eher teuer macht.

Boote bzw. Schiffe verkehren regelmäßig keine. Die Unterkünfte vor Ort bieten teilweise auch preiswerte dorm rooms an, man kann ebenfalls die Supermärkte zur Selbstversorgung nutzen. Und per Fahrrad kommt man auch zu den Steinfiguren.

Am Strand von Anakena gibt es einen Campingplatz, ÖPNV gibt es keinen auf der Osterinsel, außer Taxis. Eine Fahrt mit dem Taxi auf der Osterinsel kostet innerhalb Hanga Roas 2.000 Pesos, von und zum Flughafen 3.000 Pesos.

Vom Flughafen zur Unterkunft kann man laufen, oder man lässt sich von seinem Vermieter abholen.

Reisetipps Osterinsel: Die Moai von Ahu Tongariki
Reiseblog Osterinsel: Tongariki unter blauem Himmel

Beste Reisezeit für die Osterinsel

Die Osterinsel ist ein ganzjähriges Reiseziel. Die Temperaturen sind subtropisch, also eher frisch als warm, aber nicht unangenehm. Die heißesten Monate sind Januar bis März, dies ist auch die Hochsaison. Kühler dann ist es im Juli, August. Die Nebensaison ist April bis Juni und Oktober bis Dezember, und keine schlechte Zeit zum Hinfahren.

Corona und Covid19-Pandemie in Chile

Stand Sommer 2022: Chile hat seine Grenzen für ausländische Reisende seit einiger Zeit wieder geöffnet. Ein Update zum Prozedere und welche Dokumente man für die Einreise über Santiago benötigt wird monatlich auf meiner Südamerika-Übersicht aktualisiert.

Einreise Chile

Ein Visum wird für die meisten EU Bürger bei der Einreise in Chile kostenlos erstellt. in gültiger Reisepass natürlich vorausgesetzt. Die meisten werden wohl über den Flughafen Santiago de Chile anreisen – da ging das alles recht fix und reibungslos. Latam fliegt von den meisten südamerikanischen Ländern direkt nach Chile. u.a. von Peru und Ecuador.

Einreise Osterinsel und neue Einreiseregelungen ab 1. August 2018

Mit dem 1. August 2018 hat die chilenische Regierung zum Schutz der Osterinsel einige neue Regularien für Touristen und Einheimische bzw. Chilenen beschlossen und gesetzlich verankert. Der genaue Text ist hier (in Englisch) zu lesen. Touristen müssen bei der Anreise zur Osterinsel:

ein Einreiseformular ausfüllen

eine Hotelbuchung vorweisen (oder alternativ eine Einladung einer Rapa Nui Person)

ein Rückflugticket (oder Weiterflugticket, das ist nicht ganz klar) vorlegen

Maximaler Aufenthalt für Touristen sind 30 Tage auf der Osterinsel

Corona-Einreisebestimmungen siehe den betreffenden Punkt oben

Reiseblog Osterinsel
Reiseblog Osterinsel: Ahu Tongariki Panorama

Flugdauer zur Osterinsel (ab Santiago de Chile SCL)

Von Santiago de Chile fliegt man ca. 5 Stunden zur Osterinsel. Fluggerät ist (meistens) eine Boeing 787 der Latam. Die Osterinsel liegt 3700 km vor der Küste Südamerikas. Die Entfernung nach Papeete, Tahiti beträgt ca. 4000 km, die Flugdauer dort hin sind ca. 5,5 Stunden. Dieser Flug fand vor der Pandemie wöchentlich statt, es ist unklar, ob die Strecke wieder aktiviert wird. Ab und bis Santiago wird täglich geflogen.

Flughafen Hanga Roa: Mataveri International Airport, Büro von Latam

Das Wort Flughafen ist etwas hoch gegriffen für die malerische Halle mit Landebahn davor. Im Prinzip kann man vom Flughafen der Isla de Pascua in den Hauptort Hanga Roa als auch in die meisten Unterkünfte laufen. Die Unterkünfte holen in der Regel ihre Gäste aber auch am Flughafen ab. Ein Taxi von und zum Flughafen kostet 3.000 Pesos, dies gilt für Ziele in Hanga Roa. Einzige Fluggesellschaft ist LATAM, es gibt ein Büro der Latam auf dem oberen Teil der Hauptstraße Atamu Tekena in Hanga Roa.

Flughafen Santiago, Taxikosten, LATAM Abfertigung, 

Zum Flughafen Santiago de Chile kostet ein Taxi aus der Innenstadt circa 15.000 chilenische Pesos, also ca. 20 Euro. Die Abfertigung der Isla de Pascua Flüge der LATAM wird an den internationalen Schaltern durchgeführt, geflogen wird aber vom Inlandsterminal. Die Osterinsel ist Minus zwei Stunden der Ortszeit von Santiago.

Fotografieren auf der Osterinsel: Ahus und Moais

Die großen Steinfiguren haben einen echten Vorteil: Sie sind relativ unbeweglich! Für Fotografen heisst das also: Blitzlicht braucht man eher nicht.  Als Objektiv empfiehlt sich ein Weitwinkel – Objektiv, insbesondere um die beeindruckenden Ahu Tongariki abzulichten.

Ansonsten ist das Fotografieren auf der Osterinsel wirklich etwas für Outdoorfans, in Wind und Wetter, mit Regen und Gischt und manchmal sehr tiefer Sonne. Mit anderen Worten: Das macht richtig Spaß. In Hanga Roa gibt es meiner Meinung nach nicht so die wirklich tollen Motive, wer den Hauptort verlässt und viel zu Fuß geht, wird sicherlich belohnt werden.

Für Hundefotografen gilt: Es werden sich dir sehr viele Motive sehr gerne anschliessen, gegen ein paar Streicheleinheiten!

Reiseblog Osterinsel
Reiseblog Osterinsel: Kaldera des Rano Kau auf der Osterinsel. Schöne Wanderung ist das übrigens. Foto: Canon EOS 5D MkIII mit Canon Objektiv 17-40 EF IS.

Geldautomaten in Hanga Roa, Geldwechsel

In Hanga Roa gibt es genau zwei Banken, welche mehrere Geldautomaten betreiben. Santander und Standard Bank. Bei Standard Bank geht Mastercard, bei Santander Visa. (Der Lonely Planet behauptet etwas anderes, aber das stimmt nicht mehr). Ich empfehle, genug Bargeld mitzubringen bzw. Kreditkarten von beiden Betreibern, also Mastercard als auch Visa, zu besitzen. EC Karten funktionieren nicht auf der Osterinsel. Anders als z.B. auf den Galapagosinseln akzeptieren die meisten Geschäfte, Mietwagenfirmen und Hotels auf der Osterinsel Kreditkarten.

Es gibt in Hanga Roa noch eine Geldwechselstube. Pazifische Francs aus Tahiti, Französisch-Polynesien werden nicht gewechselt. Chilenische Pesos dort, also in Tahiti, übrigens auch nicht.

Empfehlung zum Thema Geld und Kreditkarte: Lieber etwas mehr Bargeld mitbringen, und mindestens zwei Kreditkarten haben, eine Visa und eine Mastercard. Da z.B. auch der Nationalpark in Bar bezahlt werden muss, können dies US Dollar oder chilenische Pesos sein. Zahlmittel vor Ort sind allerdings chilenische Pesos.

Hanga Roa, Hauptstadt und touristisches Zentrum

Hanga Roa als Stadt zu bezeichnen wäre ziemlich verwegen. Es ist ein nettes Dörfchen mit ca. 7000 Einwohnern. Die wichtigste Infrastruktur für Traveller ist in Hanga Roa vorhanden:

Unterkünfte, ca 150 Stück in unmittelbarer Nähe oder im Ort selbst, von dorm room bis Luxus.

Flughafen

Hafen

Hauptstrasse mit Geschäften, Supermärkten, Bäckereien, Apotheke

Banken, mit Geldautomaten, ebenso Wechselstuben

Büro der Nationalparkverwaltung wo man die Tickets für den Rapa Nui NP kaufen kann

Souvenirshops

Cafés, Restaurants, Imbissbuden

Mietwagen, Quad Verleih

Miet-Fahrräder

Outdoor und Sportgeschäfte (Surfen, Angeln, Reiten etc.)

Tauchbasen

Internetcafé

Reiseagenturen für Touren über die Insel

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Herumkommen Osterinsel, Touren, Ausflüge, Aktivitäten

Wer die Moais  (Steinfiguren) auf der Osterinsel besuchen möchte, muss diese im Rapa Nui Nationalpark aufsuchen, welcher sich über mehrere Areale auf der Insel erstreckt. Im Prinzip gibt es zwei grundsätzliche Optionen: Organisierte Tour oder individueller Ausflug.

Die organisierten Touren kann man in Hanga Roa in Reiseagenturen bzw. in den Unterkünften buchen. Es gibt halbtags- und Ganztagstouren.

Oder man organisiert das selbst – es gibt Autos, Roller, Fahrräder, Pferde und Quads zu mieten.

Insidertipp: Im Prinzip reicht ein Tag, um alle wichtigen Steinfiguren zu besuchen. Mit dem Auto ist das locker zu schaffen, mit dem Fahrrad ist es schon eine gewisse Strecke, und man muss ggf. mit starkem Wind rechnen.

Individuell oder pauschal und mit Gruppe nach Rapa Nui reisen?

Man kann absolut individuell dieses Eiland besuchen. Man benötigt keine Gruppenreise oder ein pauschales Paket aus Flug, Tour und Unterkunft. Alle Module eines Besuchs der Insel und alle Leistungspartner wie Hotel und Fluggesellschaft kannst du online und unabhängig buchen. Auf der Insel selbst, und sie ist wirklich recht übersichtlich, braucht man ebenfalls keinen Guide oder ähnliches.

Internet auf der Osterinsel

Es gibt zwei Internetcafés in Hanga Roa. Eines an der Hauptstrasse in einem zweistöckigen Gebäude ziemlich in der Mitte der Strasse, eines in der Strasse zum Hafen. Kosten  sind 1.000 Pesos pro Stunde, also recht preiswert, dafür aber eher langsam. An der kleinen Plaza am Ende der Haupstraße, in Richtung Hafen hin, gibt es freies öffentliches WLAN für zwei Stunden. Die meisten Unterkünfte stellen ihr eigenes WLAN, sogar der Campingplatz!

Moai – die Steinfiguren

Die wichtigste und bekannteste Touristenattraktion Chiles, die polynesischen Moai, also Steinfiguren, befinden sich in der Mehrzahl ausserhalb von Hanga Roa.

Es sind um die 860 katalogisierten Moai über die Insel verteilt, die meisten wurden wohl zwischen dem 14. und 16. Jahrhundert erschaffen und errichtet. Die Wissenschaft ist sich nicht einig bzw. weiss nicht genau, weshalb die Moai in mühsamer Arbeit produziert und quer über die Insel transportiert und aufgerichtet wurden, und wen oder was sie genau symbolisieren.

Die Rapa Nui Menschen haben keine Aufzeichnungen hinterlassen, die darüber Aufschluss geben.

Man weiss heutzutage noch nicht einmal genau, wie die mehrere Zentnertonnen schweren Monumente transportiert wurden: Aufrecht stehend und mittels Ruckeltechnik, oder liegend und per Schlitten bzw. Baumstämmen als Rollen?

Für mich sind vier Monumente herausragend, in Aufbereitung, Platzierung in der Landschaft und Erreichbarkeit.

Es sind zum Ersten die 15 in einer Reihe stehenden Moai in Ahu Tongariki, direkt an einer Meeresbucht platziert, welche einst von einem Tsunami gefällt und von japanischen Wissenschaftlern erst 1992 wieder aufgerichtet wurden. Vielleicht das bekannteste Fotomotiv der Osterinsel, und ewiger Anfeuerer zumindest meiner eigenen Reiselust und Sehnsucht nach der Ferne.

Rätselhaft und erhaben, voller mythologischer Bedeutung (nun ja, nicht für mich, aber vielleicht für andere?) und doch steinerner Leere zugleich, stehen die Moai von Ahu Tongariki etwas verloren und inhaltlich recht widersprüchlich, in der Landschaft.

Als Fotograf hat mich irritiert, dass sie irgendwie keine gemeinsame Sichtachse bilden: Schauen die 15 nach Links, oder nach Rechts, oder Geradeaus – wo schauen sie überhaupt hin?

In Sichtweite dieser Attraktion befindet sich Ranu Raraku, gewissermassen die Werkbank der Moai – Erbauer, hier wurden die Steinköpfe aus dem Fels gehauen, aber irgendwann, man weiss nicht genau wann und noch weniger weshalb – wurden die Arbeiten recht plötzlich eingestellt. Deshalb findet man heute mehrere Hunderte steinerne Steinfiguren halbfertig bzw. ganz fertig in der Landschaft herumstehend bzw. – liegend.

Ein faszinierendes Momento, wie ein stehengebliebener Film, eine angehaltene Geschichte, eine Sage ohne ein definiertes Ende. Was mag das für ein Moment gewesen sein, als die Steinmetze, Künstler und Transporteure die Steinmeissel, Seile und Rollen einfach liegen liessen?

Ranu Raraku bedeutet unzählige tolle Motive von im Berg steckenden Steinikonen, die weite gelbgrüne Hügellandschaft, umtost vom starken Wind, das kalte Meer des südlichen Pazifik immer in Sichtweite.

Die dritte grossartige Anlage mit Moai ist Ahu Akivi, kurz vor Hanga Roa. Über eine roterdige Schotterstrasse zu erreichen, stehen hier sieben Steinikonen, welche die einzigen sind, die auf das Meer hinaus schauen. Es heisst, dies seien symbolhaft die sieben Entdecker, welche von den Marquesas kommend, die ersten Polynesier nach Rapa Nui geführt haben.

Und letztlich, die landschaftlich sehr liebliche,  jedoch ein wenig wie ein aus dem Ruder gelaufener Zengarten wirkende Anlage von Anakena. Palmenhain, Sandstrand, Gruppe von Moai. Der Sandstrand ist echt, also nicht künstlich aufgeschüttet a la Curacao, und einer der wenigen Strände der Osterinsel. Picknicktische, Restaurant, Campingplatz, Hühner picken die Krümel auf. Sehr hübsch!

Nationalpark Rapa Nui: Eintrittspreis, Tickets, keine Drohnen

Um die bekannten Moais und Ahus, also die riesigen Steinfiguren der Osterinsel wie Ahu Tongariki oder Rano Raraku zu besichtigen, muss jeder Besucher eine Eintrittskarte für den Rapa Nui Nationalpark lösen. Dieses „boleto“ ist zehn Tage gültig, und kostet momentan 52.000 chilenische Pesos oder 80 US Dollars pro Person.

Keine Kartenzahlung, nur Bargeld.

Kassen bzw. Büros der Nationalparkverwaltung gibt es an der Hauptstraße von Hanga Roa (ziemlich in der Mitte, neben der grossen Apotheke) oder im Flughafen, nach Ankunft des Fliegers aus Santiago.

Der Rapa Nui Nationalpark ist Teil des Welterbes der UNESCO. Die offizielle Seite der Parkverwaltung findet ihr hier.

Im Nationalpark Rapa Nui ist das Fliegen bzw. Fotografieren  mit Drohnen übrigens strikt verboten! Die Tickets werden auch kontrolliert und sind ab dem ersten Tag fünf Tage gültig für mehrmaligen Eintritt in den Rapa Nui Nationalpark.

 

Südamerika Reiseblog Osterinsel
Reiseblog Osterinsel Reisetipps

Kosten für den Trip – was kostet die Osterinsel?

Unterkunft

Die Gegend ist schon teuer! Bei den Unterkünften auf Rapa Nui gibt es allerdings eine ganz gute Auswahl im Bereich ab 50 Euro für das Doppelzimmer. Es gibt einige Hostels und sogar einen Campingplatz sowie dorm  rooms – diese sind ab ca. 20 Euro die Nacht zu bekommen. Der Campingplatz mit Duschen und WLAN kosten um die 5.000 Pesos die Nacht, also ca. 6 Euro.

Versorgung

Auch beim Essen kann man als Selbstversorger sparen. Selbstversorger kommen auf der Osterinsel mit Preisen im Supermarkt ähnlich denen in Europa aus. Es gibt Unterkünfte mit kleinen Küchen, man kann also auch dort kochen und muss nicht Essen gehen.

Flugpreise ab Santiago de Chile

Die Flugpreise sind ebenfalls teuer, für den Flug ab Santiago muss man so 700 bis 900 Euro pro Person und Ticket einplanen, hin und zurück. Da man nicht mehr nach Tahiti weiterfliegen kann, ist das Return-Ticket die einzige Option.

Rapa Nuis Sehenswürdigkeiten: Die Moais von Ahu Tongariki, Rana Raraku, Ahu Akivi

Die bedeutendste Sehenswürdigkeit von Rapa Nui, und der Grund, warum die meisten Besucher diesen Flecken in den Weiten des Pazifik aufsuchen, sind die grossen mystischen Steinfiguren, die sogenannten Moais. (Ahus nennt man die Plattformen, auf denen die Moais stehen, bzw. so nennt man alle zeremonialen Plattformen der Polynesier.)

Errichtet wurden die Moais zwischen 1250 und 1500, zerstört im Laufe des 18. Jahrhunderts, jeweils von den Menschen von Rapa Nui. Mittlerweile hat man die meisten wieder aufgestellt. Die bedeutendste und berühmteste Ansammlung von Steinköpfen ist der Ahu Tongariki, am östlichen Ende der Insel, ca. 15km von Hanga Roa entfernt.

Hergestellt wurden die Figuren unweit davon, in einem Steinbruch mit dem Namen Rana Raraku. Hier kann man zwischen den in der Erde steckenden Steinfiguren fabelhafte Ausblicke geniessen, ein wirklich toller Ort. Übrigens mit Restaurant und Toiletten. Für Fotografen the place to be. Zusammen mit Tongariki. Wer kann, sollte mehrmals hier hin kommen, das Licht ändert sich ständig.

Die einzigen Moais welche übrigens auf das Meer hinaus schauen, sind die sieben Monumente von Ahu Akivi. Sie sollen die sieben ursprünglichen Seefahrer symbolisieren, und deshalb schauen sie in Richtung Ozean. Darüber hinaus schauen die sieben Seefahrer zur Sommersonnenwende genau in die Sonne, zur Wintersonnenwende ist die Sonne exakt in ihrem Rücken.

Man kann diese Orte, mit dem Auto, oder einer Tour, sehr einfach an einem Tag besuchen. Die Entfernungen sind nicht sehr gross! Mehr zur Geschichte der Moais hier im Südamerika Reiseblog!

Der Rapa Nui Nationalpark ist ein UNESCO Weltkulturerbe.

Reiseblog Osterinsel
Reiseblog Osterinsel: Fotografentraum – die Steinköpfe im Rapa Nui Nationalpark bei Ranu Raraku

Polynesien: Mythos vs. Moderne

Die Kultur der polynesischen Menschen von Rapa Nui hat uns höchst erstaunliche Relikte, die mächtigen und rätselhaften Moai hinterlassen. Wir stehen vor den Steinfiguren, welche auch die Zeugen des Untergangs der Rapa Nui Kultur sind, und suchen nach ihrer Geschichte, finden aber keine befriedigende Antwort.

Offene Geschichten, ungelöste Rätsel, tendieren dazu, mythisch im besten Sinne, esoterisch und abgedroschen im schlechtesten Sinne zu werden.

Populärautoren wie Thor Heyerdal und Erich von Däniken sind Nutzniesser solcher offener Geschichten, und sie spinnen ihr eigenes Garn dazu, alternative Fakten sozusagen, also Fakten ohne wissenschaftliche Grundlagen, also reine Annahmen. Fantasieprodukte. Spinnereien. Märchen.

Letztlich möchten sie auch nur eine Geschichte mit einem Ende fabulieren. Das alles trägt zum Zauber der Osterinsel bei, denn es sind doch diese Geschichten, Mythen, die unsere Fantasie anregen.

Die abgelegene und isolierte Lage der Osterinsel bedeutet, wer bis hierher kommt, meint das Reisen ernst. Partytouristen, Backpacker, Dreadlock – JüngerInnen und ähnliches Volk, welches man auf dem Gringo Trail in Südamerika oftmals antrifft, gibt es hier nicht.

Es sind überraschend viele Europäer und Japaner auf Rapa Nui, und viele Chilenen, die das Wochenende bleiben.

Die Osterinsel hat sich ihren freundlichen Charakter eines abgelegenen Eilandes, mit gar nicht so vielen Touristen wie man befürchten könnte, bewahrt.

Denn Polynesien, und all das wofür es steht, Exotik, Schönheit, Blumen im Haar, liebliche Menschen und liebliche Landschaft, aber dazwischen eingestreut Gewalt, Kannibalismus, die Expansion und Eroberung und Besiedlung und teilweise Verwüstung einer gigantisch grossen Inselwelt zwischen Hawaii und Neuseeland und eben Rapa Nui, das ist vielleicht der wahre Kern des Mythos der Osterinsel.

Restaurants bzw. Essengehen Isla de Pascua

Die Insel hat eine reichhaltige Auswahl an Restaurants, Cafés, Imbissbuden! Es gibt ebenfalls einfache Läden mit zivilen Preisen, und auch einigen vegetarischen Optionen. Die meisten Restaurants verteilen sich entlang der Hauptstrasse von Hanga Roa als auch am Hafen des Ortes. Für Vegetarier gibt es auf den meisten Karten so einiges zu finden, die hippen Läden tun sich da etwas einfacher als die etwas altmodischeren. Fragen nach vegetarischen Speisen ist immer möglich, und meisten wird halt etwas schnell mal geändert und frisch zubereitet , das haben wir auch erlebt. Das chilenische Bier mit dem dem Namen „Kunstmann“ ist sehr gut!

Straßenhunde

Dazu gibt es, zu meiner Überraschung, doch viele Fragen in Reise -Foren. Ja, es gibt ziemlich viele Hunde, die in Hanga Roa und dem Rest der Insel frei herumlaufen, und auf dem ersten Blick besitzerlos zu sein scheinen. Was aber nicht schlimm ist, denn die Hunde sind alle sehr nett und freundlich, und meistens nicht daran interessiert, Touristen anzugreifen.

Wer Hunde mag und gut mit ihnen kann, wird großen Spass haben auf Rapa Nui. In Pazifik Reisebuch von Paul Theroux („The Happy Isles If Oceania“) ist von aggressiven Straßenhunden die Rede, das kann ich nicht bestätigen!

Ich habe auch keine Gruppen von Hunden gesehen, die aggressiv waren. Und: Es gibt, laut meiner Recherche, keine Tollwut auf Rapa Nui. Wen also das Thema „Strassenhunde“ umtreibt, auf Rapa Nui empfand ich die Vierbeiner als angenehm.

Reisetipps Reiseblog Osterinsel: Liegender Moai von Ahu Tongariki
Reisetipps Osterinsel: Liegender Moai von Ahu Tongariki

Sprache: Muss man Spanisch können für den Trip?

Spanisch ist neben der polynesischen Rapa-Nui-Sprache die Amtssprache auf der Osterinsel. Die meisten Leute auf der Osterinsel sowie Tourguides, Mietwagenfirmen etc. sprechen aber auch Englisch. Restaurants und Cafes haben alle auch Speisekarten in Englisch, einige sogar in Japanisch! Mit anderen Worten: Auch wenn man kein Spanisch kann kommt man auf der Isla de Padua sehr gut zurecht.

Strände auf der Osterinsel

Es gibt einen kleinen Strand bzw. ein Meerwasserbecken in Hanga Roa. Dort kann man ganz nett sitzen und entspannen, und den Surfern zuschauen. Ansonsten fand ich den Strand bei Anakena am schönsten. Dort gibt es auch einen Campingplatz und ein Restaurant, sowie eine schöne Gruppe von Moais.

Reiseblog Osterinsel
Reiseblog Osterinsel: Hier gehts zum Strand von Anakena

Supermärkte in Hanga Roa, Selbstversorger

Die Supermärkte in Hanga Roa bzw. auf Rapa Nui sind recht klein, und entlang der Hauptstrasse  verteilt. Für Selbstversorger gibt es aber eigentlich alles wichtige dort zu kaufen. Obst und Gemüse reichhaltig, ebenfalls Getränke, Brot und Standards wie Reis und Nudeln. Bäckereien gibt es auch einige, am oberen Ende der Hauptstrasse in Richtung Flughafen hat es übrigens sehr guten Kuchen. Die meisten Unterkünfte auf der Osterinsel bieten die Option, zu kochen bzw. Essen aufzubewahren. Für Selbstversorger ist das also eine sehr gute Möglichkeit, die Kosten niedrig zu halten.

Shopping bzw. Souvenirs

Es gibt in Hanga Roa zwei Mercados Artesanial, also Märkte mit örtlichem Kunsthandwerk. Der eine Markt ist an der Hauptstrasse, gegenüber der Apotheke. Der andere Markt ist im bergauf gelegenen Teil des Ortes, in der Nähe der Kirche. Ich fand hier die Auswahl schöner. Es gibt südamerikanische Souvenirs als auch schöne polynesische Gegenstände. Kleine Moais aus Zement z.B. aber auch den üblichen Nippes wie Schlüsselanhänger. Tatsächlich finden sich aber auch einige lokale Künstler, die zu unterstützen es sich durchaus lohnt.

Reiseblog Osterinsel
Reiseblog Osterinsel: Die ziemlich wilde Küste zwischen Hanga Roa und Ahu Tongariki

Tauchen und Surfen Isla de Pascua

Die Tauchanbieter befinden sich am kleinen Hafen von Hanga Roa. Man kann schnorcheln, aber auch mit Sauerstoff tauchen. Ebenfalls am kleinen Hafen gibt es einen Surfbrettverleih. Gesurft wird u.a. ebenfalls genau hier, vor dem Hafen.

Unterkünfte auf der Osterinsel

Es gibt mehr als 150 Unterkünfte, Hostels, Hotels, Lodges, Zimmer. Im Prinzip ist von Budget bis Luxus alles dabei. Es empfiehlt sich, sehr frühzeitig zu buchen, man hat dann einfach die bessere Auswahl. Viele Unterkünfte sind auch für Selbstversorger geeignet, und haben kleine Küchenzeilen, Kühlschrank, Herd. Es gibt ebenfalls Budgethostels für Backpacker. Man kann auch als Backpacker (s.o.) die Osterinsel bereisen, anderslautende Aussagen sind falsche Gerüchte!

Insbesondere an den Wochenende kommen viele chilenische Familien, dann werden die Unterkünfte knapp. Wer kann, meidet also die Wochenenden.

Wandern im Welterbe und Nationalpark Rapa Nui

Es gibt drei ganz nette Wanderungen, die man ohne grosse Planung oder einen Guide unternehmen kann:

Ruta Patrimonial: Ab dem Museo Antropologico an der Küste entlang in Richtung Orongo. 7km, ca. 3-4 Stunden.

Aufstieg auf den Vulkan Maunga Terevaka, ab Ahu Akivi, ca. 3 Stunden

Aufstieg zum Krater des Rano Kau (siehe Foto oben). Der Weg ist ausgeschildert ab dem östlichen Stadtrand von Hanga Roa, ca. 4km einfach.

Wäsche waschen: Lavanderia

Jeder Südamerika Traveller weiß doch, dass man in ganz Südamerika immer und überall seine Wäsche preiswert und gut waschen kann. Bzw. man lässt waschen. Das spanische Wort ist „Lavanderia„, und bedeutet: Waschsalon. Man gibt seine Wäsche morgens ab, der Preis ist meistens nach Gewicht, in Hotels eher ein Stückpreis, manchmal auch pro Waschmaschinenladung. Dann holt man seine Wäsche am Nachmittag trocken und gebügelt wieder ab. Auf der Hauptstrasse in Hanga Roa gibt es die Wäscherei Nui Té, diese berechnet momentan die Ladung Wäsche mit 2.500 Pesos.

Reiseblog Osterinsel
Reiseblog Osterinsel: Ikonen

Weltreise: Zur und ab der Osterinsel und round the world Flugticket

Weltreise Osterinsel: Man kann die Osterinsel nicht mehr so einfach in ein round the world Ticket einbinden, da Latam Airlines nicht mehr zur ONEworld Allianz gehört, und es unklar ist, ob sie der Skyteam Allianz beitreten werden.

LATAM ist die einzige Fluggesellschaft, welche die Osterinsel anfliegt, und zwar ab Santiago de Chile – das bedeutet, man muss diesen Abstecher extra planen und  buchen, und auch wieder zurück nach Santiago fliegen, da momentan die Strecke Osterinsel – Tahiti nicht mehr bedient wird. Santiago de Chile kann man ganz gut in ein round-the-world Ticket einbinden – Qantas z.B. fliegt von dort nach Australien.

Zeitzone der Isla de Pascua bzw. Chile

Der Zeitunterschied zwischen der Osterinsel und Santiago de Chile beträgt zwei Stunden. Wenn Santiago also sechs Stunden hinter der europäischen Sommerzeit ist, liegt die Osterinsel acht Stunden hinter der MESZ.

Osterinsel round the world
Reisetipps Osterinsel: Osterinsel in Weltreise einbinden
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