Südafrika: Safari im Madikwe Game Reserve

Südafrika: Safari im Madikwe Game Reserve Südafrika

Eigentlich haben wir auf dem Weg nach Botswana nur einen Zwischenstopp irgendwo in Südafrika gesucht. Safari und eine gute Unterkunft, wenn möglich noch in Südafrika. Ein Kartenstudium der Strecke zwischen Johannesburg und der Grenze Südafrikas zu Botswana förderte eine recht grossen grünen Flecken nordwestlich von Johannesburg, direkt an der Grenze zu Botswana zutage, das Madikwe Game Reserve.

Madikwe Game Reserve Safari
Auf Safari: Ein Klassiker in Schwarz und Weiss, und etwas Grün.

Eine Internetrecherche ergab, dass sich die Unterkünfte dort eher dem Bereich „Upmarket“ zuordnen lassen, bis auf das preislich interessante Thakadu River Camp.  Vollpension und zwei Game Drives am Tag, die Unterbringung erfolgt in einem schönen grossen Safarizelt. Genau unser Ding! Kein steifes Camp wo Leute in weissen Hemden herum laufen. Dies ist ein Safari Reiseblog für Traveller. Nicht für Kreuzfahrer.

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Anfahrt Madikwe ab Johannesburg Südafrika

Die Anfahrt nach Madikwe vom Flughafen in Johannesburg ist ziemlich einfach: Man fährt auf durchgehend guten Asphaltstrassen bis Sun City, dort biegt man nach Westen in Richtung Botswana ab, und erreicht das gut ausgeschilderte Madikwe Game Reserve. Die Wegbeschreibung zum Camp ist perfekt, man benötigt bei stressfreier Fahrt ca. vier Stunden bis Madikwe ab JNB Johannesburg International Airport.

Direkt nach Verlassen der asphaltierten Strasse und dem Abbiegen in den afrikanischen Busch schlängelte sich eine Schwarze Mamba über den Pfad und wir wussten: Angekommen in Afrika!

Das Thakadu River Camp ist herrlich entspannt und entschleunigt, die grossen Zelte sind toll eingerichtet, Service und Essen wirklich sehr gut. Für Vegetarier ist Essen in Afrika bzw. Safari ohnehin immer eine dankbare Angelegenheit, insbesondere wenn der Koch Freude daran hat, ein vegetarisches Gericht zu zaubern. So auch im Thakadu River Camp.

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Madikwe Game Reserse, Thakadu River Camp: So wohnt man hier – direkt im Grünen!

Eine Alternative zum Krüger NP Südafrika

Für Tierfotografen ist das Madikwe Game Reserve im Nordwesten Südafrikas ebenfalls grossartig. Denn: die Tiere sind wenig scheu und gut auffindbar, das Areal nicht sehr gross und zudem leicht zugänglich. Das typische afrikanische Buschland in einer sanften Hügellandschaft ermöglicht Tiersichtungen und Safari Fotografie recht einfach.

Die in Madikwe vorhandenen Giraffen, Zebras, Antilopen, Elefanten sind an Fahrzeuge gewöhnt, ebenso die Löwen des Parks. Ein Highlight sind sicherlich die Nashörner in Madikwe, haben diese erst einmal das dichte Buschland verlassen, sind sie recht einfach aufzuspüren und zu sichten. Natürlich werden sie auf Grund der momentanen Wilderei rund um die Uhr beschützt.

Madikwe Elephant
Madikwe Elephant, Madikwe Game Reserve, Südafrika

Madikwe Südafrika: Löwen und Wildhunde

Die Löwenpopulation in Madikwe beträgt ungefähr 80 Tiere, darüber hinaus gehende Exemplare werden an andere Schutzgebiete abgegeben. Diese stabile Löwenpopulation, für jede Safari sicherlich ein grosser Pluspunkt, hat bisher auch leider die Wiederansiedlung von Geparden in Madikwe vereitelt – alle bisher ausgesetzten Geparden wurden von den Löwen getötet.

Für Birding/Vogelfotografie ist Madikwe ebenso hervorragend geeignet, mehr als 250 Arten sind dort zu entdecken.

Madikwe ist bekannt für seine stabile Population an Wildhunden. Diese sehr fotogenen und wirklich spannenden Tiere gehören zu den bedrohtesten Arten in ganz Afrika, haben ein leider unverdient schlechtes Image, sind aber fabelhaft faszinierend.

In Madikwe gibt es fast eine Garantie, die Wildhunde vor die Linse zu bekommen. Die Ranger bzw. Guides wissen ziemlich gut, wo sie zu finden sind.

Madikwe Südafrika: Der Safari Tagesablauf, Weiterreise nach Botswana

Der Tagesablauf im Camp folgt einem typischen Safari Zeitplan: Früh aufstehen vor dem early morning game drive, etwas Tee und Gebäck, dann mit dem Safari Jeep los in den Busch. Insbesondere im südafrikanischen Winter heisst das: Warm anziehen, es ist kalt in der Früh!

Nach ca. zwei Stunden Game drive geht es zum Duschen und Frühstücken, wer will kann auch Mittagessen und im Camp chillen. Das Nichtstun im afrikanischen Busch ist eine der schönsten Erfahrungen, finde ich. Den Geräuschen des Busch lauschen – unbezahlbar.

Am Nachmittag steht der zweite Game Drive an, von ca. 16 Uhr bis 18 Uhr ist das Licht gut, und die Tiere zahlreich. Danach Abendessen, Drinks, und früh schlafen gehen. Wäre das Leben immer so gut organisiert wie auf Safari – das wäre schön und schrecklich zugleich!

Von Madikwe fährt man dann durch das Schutzgebiet zur Grenzstation Deerdeport, wo man fern ab von den stark frequentierten Grenzposten zwischen Südafrika und Botswana sehr angenehm und ruhig die Grenzformalitäten in Richtung Botswana erledigen kann.

Sollte ich noch einmal von Johannesburg aus nach Botswana fahren, werde ich definitiv in Madikwe wieder halt machen, ein toller Park, entspanntes Camp, gutes Essen, erstklassige Safari, und viele Fotooptionen zeichnen dieses Schutzgebiet in Südafrika aus.

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Handgezeichnete Karte vom Camp Boss: This is Africa!
DC Loew
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DC Loew

DC Loew ist Reiseblogger auf planetenreiter.de und berichtet von seinen Reisen im Speziellen, über das Leben und das Reisen im Allgemeinen sowie über Afrika, Lateinamerika, Safari, UNESCO Welterbestätten und naturnahes und individuelles Reisen im Besonderen. Zudem fotografiert er gerne und liebt die Exotik: Ob Offenbach oder die Osterinsel - los gehts!
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