So buchst du eine selbstorganisierte Safari in Afrika

In letzter Zeit bekomme ich hier im Safari Reiseblog vermehrt Anfragen bezüglich Safaris, welche Tipps es da gibt aber vor allen Dingen: Wie bucht man eine selbstorganisierte Safari?

Jetzt bin ich nur ein Reiseblogger und kein Reisebüro, und die Buchungen für eine Fotosafari sind auch von Land zu Land unterschiedlich, aber ich möchte folgend beispielhaft und pro Land beschreiben, worauf man bei der Buchung einer Safari achten sollte. 

Generell gilt: Ich beschreibe hier die individuelle Buchung von Fotosafaris und ggf. auch die Buchung von eigenen Fahrzeugen für eine Selbstfahrer Safari.

Natürlich kann man es sich einfach machen und im Internet oder sogar im Reisebüro ein Komplettpaket buchen.

Aber ich finde es charmanter und wirtschaftlich sinnvoller, direkt in Afrika zu buchen. Die großen Reiseunternehmen muss man nicht noch fetter machen, denn sie drücken teilweise, bei den lokalen afrikanischen Anbietern, welche die Safaris letztlich durchführen, doch sehr die Preise und Arbeitsbedingungen. Das muss man nicht unterstützen. Dieser Reiseblog propagiert das selbstorganisierte Reisen, und ich habe meine Safaris, auch in Botswana, immer komplett selbständig geplant und durchgeführt. 

  • Noch mehr Safari, Tipps für Routen und Fotografie  findest du hier im Safari-Reiseblog.
Botswana Safari Reiseblog
Safari Reiseblog: So bucht man eine Safari nach Botswana

Safari buchen in Botswana

Botswana ist im südlichen Afrika gelegen und sehr gut geeignet für Selbstfahrer und Menschen, die ihre Safari gerne selbständig organisieren. Das Land ist auch auf Selbstfahrer eingestellt, und die touristische Infrastruktur entsprechend. Botswana hat einige fantastische Naturlandschaften als auch wirklich hervorragende Nationalparks wie Moremi, Chobe, Central Kalahari Game Reserve und den Kalahari Transfrontier Nationalpark zu bieten.

Der Reservierungsprozess für Selbstbucher ist teilweise langwierig und nicht sehr effizient. Was einer der Gründe ist, dass es Menschen gibt, die ihren Botswana-Trip ein Jahr im Voraus planen und buchen. Was ich persönlich für übertrieben halte - mit der Hilfe einer Agentur vor Ort (findet man per Google oder lässt sich im Namibia-Forum empfehlen)  kann man auch mit drei Wochen Vorlaufzeit eine Botswana - Safari organisieren.

Das ganze Prozedere in Botswana macht einen spontanen Roadtrip leider nahezu unmöglich. Wer gerne spontan in der Gegend herumfährt und dann schaut, wie und wo er übernachten kann wird es in Botswana schwer haben, da bleiben nur noch private Lodges außerhalb der Nationalparks für diese Art zu reisen. Geht aber auch!

Hier die Schritte für die selbstorganisierte Botswana-Safari

  1. Route identifizieren und festlegen. Muss man, siehe oben, schon Tag für Tag planen und im Vorhinein festlegen. Erst den Nationalpark, dann die Camps oder Lodges darin sowie die Unterkünfte in Richtung des ggf. nächsten Nationalparks. 
  2. Fahrzeug anmieten: In Botswana selbst gibt es, außer in Maun, gar nicht so viele Anbieter für Safari 4x4 bzw. Busch-Camper. Die meisten Selbstfahrer, welche in Botswana unterwegs sind, haben ihr Fahrzeug in Johannesburg oder in Windhoek übernommen und bei südafrikanischen oder namibischen Veranstaltern reserviert. 
  3. Die Gebühren für die Nationalparks Botswanas muss man vorab bezahlen. Wer auf Campingplätzen in den Nationalparks übernachten möchte, kommt nicht umhin, die Gebühren für die Parks bei der botswanischen Naturschutzbehörde im Vorhinein zu bezahlen. Nur mit der Bestätigung der Bezahlung wird man in den Park gelassen. und: Man kann nicht an den Gates der Parks den Eintritt bezahlen! Ausnahme ist der Teil des Chobe NP bei Kasane, am Ufer des Chobe Flusses (Waterfront). Die Gebühren für die Nationalparks sind immer vorab zu bezahlen, also überweisen von Europa aus, oder beim Büro des Botswana Department of Wildlife and National Parks in Gabarone oder Maun bezahlen. Die Quittierung der Zahlung wird an den Eingangstoren der Nationalparks kontrolliert.
  4. Zusätzlich zu den Gebühren für die Nationalparks kommen die Kosten für die Übernachtung auf den Campsites bzw. in den Lodges. Die Lodges kann man von Europa aus über Reiseveranstalter buchen, oder direkt anschreiben. Die Campsites in Botswana  werden von privaten Veranstaltern betrieben oder ebenfalls vom Department of Wildlife. Man muss also schauen, wer welche Campsite betreibt. Eine Übersicht findet sich hier im Getaway Magazin. Die Anschrift des Department of Wildlife and National Parks (DWNP) von Botswana ist DWNP central reservations: Tel +267 318 0774, dwnp@gov.bw. Das Office in Maun ist in der Kubu Street, hinter der Polizei. Man kann dort mit Kreditkarte bezahlen.
  5. Ich empfehle, einen lokalen Veranstalter/Agent/tour provider/Reisebüro in Maun bzw. Botswana anzuschreiben, welcher diese beiden Buchungsvorgänge (Nationalparks und Campingplatz) organisiert. Wer bei z.B. Maun4x4 ein Fahrzeug mietet, bekommt diesen Service meist kostenfrei angeboten. Das machen im Prinzip alle Fahrzeug-Anbieter, auf jeden Fall sollte man diesbezüglich nachfragen.
Safari Reiseblog Botswana
Safari Reiseblog Botswana

Safari buchen in Namibia

Namibia ist ebenfalls ein tolles Land für selbstorganisierte Safaris. Es ist hier nicht ganz so kompliziert wie in Botswana. Allerdings muss man auch hier sich relativ stark auf eine Route und einen Zeitplan festlegen. In Namibia ist aber die Auswahl an Lodges und Campsites außerhalb der Nationalparks recht groß, und diese Unterkünfte lassen sich auch recht spontan besuchen. Außer in der Hochsaison im November, Dezember. 

Und so buchst du eine selbstorganisierte Safari, für Lodges, Camping, in den Nationalparks von Namibia, wie Etosha, selbständig und für Safari-Selbstfahrer:

  1. Route festlegen, welche Nationalparks möchtest du besuchen, und wo willst du übernachten? 
  2. Fahrzeug anmieten, in Windhoek oder Johannesburg. Wer in den Kalahari Transfrontier Park möchte, kann auch gut aus Südafrika anreisen. Die Auswahl an Vermietern für Safari-Camper, 4x4 als auch normale PKW in Windhoek ist allerdings sehr gut. 
  3. Bei der namibischen Nationalparkbehörde die Reservierung für den Nationalpark als auch die Campsite durchführen. Dies geht über diese Webseite: https://www.nwr.com.na/contact. Zahlung dann von Europa aus per Überweisung. Oder sich wiederum einen Reiseveranstalter in Namibia suchen und diesen die Buchungen machen. lassen. Das spart Zeit und Nerven, und kostet nur eine kleine Kommission, ist aber definitiv meine Empfehlung. 
Safari Reiseblog Tansania
Camping Safari in Afrika: Serengeti, Tansania. Special camp site.

Safari buchen in Tansania: Camping, Selbstfahrer, Lodges, Budgetsafari

Tansania war in den letzten eher auf nicht-selbstorganisierte Safaris eingestellt, aber das hat sich gewandelt. Mittlerweile gibt es auch mehr und mehr Verleiher von Safari-Fahrzeugen in Arusha, sogar mit Dachzelt. Ausgehend ab Arusha im Norden von Tansania, kann man die sehr bekannten Nationalparks Serengeti, Tarangire, Lake Manyara und den Ngorongoro-Krater auf eigene Faust und im eigenen oder gemieteten Safari-Fahrzeug erleben. 

Um mit einigen populären Mythen bezüglich Safaris für Selbstfahrer in Tansania aufzuräumen: 

  • Man kann in Tansania selbst und ohne einheimischen Fahrer (driver guide) in die Nationalparks fahren, auch in den Ngorongoro Krater
  • Es gibt in den tansanischen Nationalparks auch sogenannte public camp sites, welche sich für selbstorganisierte Campingsafaris absolut eignen.
  • Anders als in Botswana oder Namibia kann man in Tansania an den Eingängen der Nationalparks die Eintrittsgebühren als auch die Campsites bezahlen, ohne diese zwingend vorab gebucht oder reserviert zu haben.

So bucht man selbständig eine (Selbstfahrer ) - Safari in Tansania 

In Tansania kann man selbständig seine Safari organisieren, immer mit einem lokalen Anbieter. Entweder mietet man nur ein Fahrzeug und organisiert den Rest selbst. Oder, wer zum Beispiel nicht selbst fahren kochen möchte bucht mittels eines lokalen Safariveranstalters. Diese nennt man in Tansania "tour provider".

Es werden alle Spielarten und Budgetvarianten von Safaris angeboten:

  • Budgetsafari in der Gruppe
  • Lodgesafari in Mittelklasse-Unterkünften
  • Luxussafari in hochklassigen Unterkünften
  • Trekkingsafari im tansanischen Hochland mit Massai
  • Luxussafari auf special camp sites mit Koch und Camp Manager
  • Walking Safari, dies geht nicht in allen Parks im Norden von Tansania

Eine Budgetsafari ist immer Camping im Zelt und meistens mit einer zusammengewürfelten Gruppe an Mitreisenden. Wer alleine bleiben möchte, sein eigenes Safariteam mit Fahrer, Camp Manager und Koch bevorzugt, bekommt auch dies, ist aber, natürlich, sehr viel teurer.

  1. Für die Nationalparks im Norden von Tansania geht es los ab Arusha. Wer hier sein Fahrzeug übernimmt kann eine Route planen und festlegen, ist aber viel flexibler als in Botswana. 
  2. An den Gates der Nationalparks, wie dem Naabi Hill Gate der Serengeti, zahlt man die Nationalparkgebühr, und die Kosten für die Campsite. Der Eintritt in die Parks ist immer pro Tag und pro Person, plus der Zuschlag für Fahrzeug und Camping. Eine Übersicht über die aktuellen Gebühren findest du hier bei der tansanischen Behörde für die Nationalparks, TANAPA. Unter „Tourism Services/Accomodations findet sich ebenfalls eine sehr gute Übersicht aller Campingplätze in den tansanischen Parks und wo man diese reservieren kann.
  3. Wer nicht selbst fahren möchte, sollte sich einen tansanischen Safariveranstalter suchen. Ich empfehle, die Organisation der tansanischen Tourveranstalter TATO zu kontaktieren, deren Liste ihrer Mitglieder gibt eine tolle Auswahl an Safariveranstaltern, welche seriös sind. Der Link ist hier: Man kann bei der TATO auch anfragen, die Mitgliederliste gibt aber eine sehr gute Übersicht. Der Ablauf von Safaris im Norden von Tansania ist recht formalisiert: Fahrt in den Nationalpark, je nach Budget Bezug der Lodge oder des Campingplatzes, game drive meistens zwei am Tag, morgens und nachmittags. Den game drive am Mittag kann man sich eigentlich sparen, die Tiere rasten im Schatten, und das Licht zum Fotografieren ist meistens miserabel. 

Diese Kosten sollten in der Safari enthalten und vom Paketpreis abgedeckt sein: 

  • Benzin für Anfahrt und alle game drives sowie natürlich die Rückfahrt
  • Unbegrenzte Kilometer bei den game drives
  • Eintritt und alle Gebühren für die Nationalparks pro Person pro Tag, sowie für das Fahrzeug
  • Übernachtungs- und Verpflegungskosten für deinen Fahrer (driver guide), auch in den Nationalparks
  • Mahlzeiten, Getränke. Bier und Wein bzw. andere Alkoholika gehen meist extra. Vegetarische Mahlzeiten sind immer möglich.
  • Übernachtungen
Serengeti Safari Tipps
Safari Reiseblog: Tansania

Das Trinkgeld für Fahrer oder Koch geht immer extra! (Du kannst mit zehn US Dollar pro Tag für den Fahrer rechnen, für jeden weiteren Mitarbeiter um die fünf Dollar pro Tag).

  1. Wer in Tansania mit dem Rucksack unterwegs ist, und das Budget für eine Safari entbehren kann, kann auch recht spontan die Safariveranstalter in Arusha rund um den clock tower ablaufen, und nach Restplätzen fragen. Diese gibt es zuweilen, und Fragen lohnt sich. 
  2. Ich empfehle in der Serengeti auf jeden Fall: Besucht eine special camp site. Das sind einsam gelegene, landschaftlich traumhafte Orte im Grasland der Serengeti oder an den malerischen Felskuppen. Special camp sites kosten Extra, man muss alles mitbringen und wieder mitnehmen, es gibt keine Campingplatz-Infrastruktur wie Duschen oder Toiletten. Die special camp sites werden von der Parkbehörde vergeben, und ich würde versuchen, diese Plätze vorab zu reservieren, ggf. auch über einen lokalen Anbieter.

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Selbst organisierte Safari buchen in Südafrika

Südafrika macht es den Safari-Selbstfahrern und Selbstbuchern wirklich am einfachsten. Von den hier im Safari-Blog gelisteten Ländern ist Südafrika zudem auch das preiswerteste Land für eine selbstorganisierte Safari. 

Safari Reiseblog Südafrika
Safari Reiseblog Südafrika

Eintrittsgelder bzw. Gebühren für die Nationalparks, die Reservierung der Unterkunft erledigt man über die Webseite der südafrikanischen Parkverwaltung SanParks. Alle Arten von Unterkünften, also Hotelzimmer über Lodge bis zum Campingplatz bucht man ebenfalls direkt bei SanParks.

Eintrittsgelder kann man an den Gates begleichen. In den privaten Game Reserves wie z.B. dem Madikwe GR im Nordwesten von Südafrika oder Sabi Sands am Kruger NP kann man ebenfalls über die Webseite des Betreibers buchen, reservieren, und mit Kreditkarte vorab bezahlen. Wirklich sehr einfach. 

Die Auswahl an Safarifahrzeugen ist wirklich riesig. Die meisten Fahrzeuge kann man auch ab Europa über hiesige Reiseveranstalter buchen. Um dann das Fahrzeug direkt am Flughafen in Johannesburg oder am Kruger NL zu übernehmen. 

Weitere Info zu Safari in Afrika hier im Safari Reiseblog:

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dc

DC Loew ist Reiseblogger auf planetenreiter.de und berichtet von seinen Reisen im Speziellen, über das Leben und das Reisen im Allgemeinen sowie über Afrika, Lateinamerika, Safari und naturnahes und individuelles Reisen im Besonderen. Zudem fotografiert er gerne und liebt die Exotik: Ob Offenbach oder die Osterinsel - los gehts!
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