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Tansania Reiseblog: Tipps für deine Reise und Safari in die Serengeti und zur Great Migration

(Update August 2019)

Als Reiseblogger wird man oft gefragt, was denn so die schönsten Orte dieses Planeten sind – ich muss dann nie lange überlegen – für mich ist es die Serengeti in Tansania.

Zusätzlich zu meinem Bauchgefühl kann ich diese Aussage auch faktisch belegen: Von allen von mir besuchten und in diesem Sarai Reiseblog beschriebenen Nationalparks in Afrika gibt es keinen einzigen, in dem man mehr Tiere auf weniger Fläche antreffen kann als in der Serengeti.

Einige Tierarten sind dort nahezu garantiert zu sehen, was besonders für Naturfotografen spannend ist.

Mit einem guten Guide, welcher die Tiere als auch die Gegend kennt, kann man Giraffen, Elefanten, Löwen, Flusspferde, Mangusten und sehr viele Vogelarten unter Garantie vor die Linse bzw. das Auge bekommen.

Die Landschaft in der Serengeti ist sehr vielfältig und fotogen: Es gibt nicht nur die bekannte Grassavanne mit den Granitfelsen („koppjes“) darin, sondern auch buschbewachsene Hügel, Akazienwälder, Flusslandschaften und einige recht hohe Felsenareale.

Alle diese Biotope sorgen für eine sehr abwechslungsreiche und teilweise endemische Flora und Fauna.

Serengeti Safari

Hier also die besten Reise – Tipps für eine gelungene Safari in der Serengeti in Tansania.

Anreise bzw. Flug nach Tansania

Der nächstgelegene internationale Flughafen zur Serengeti ist Kilimanjaro International, IATA Code ist JRO. Alternativen sind Nairobi oder Mombasa in Kenia, oder Dar-Es Salaam in Tansania, von diesen Flughäfen geht es dann per Flieger oder Bus nach Arusha, der Stadt unmittelbar am Kilimanjaro Flughafen. Arusha hat einen eigenen Flughafen, von hier gehen die kleinen Flieger direkt in die Serengeti. Man kann diesen Flughafen aber nicht international anfliegen. Das heißt, wer in Kilimandjaro ankommt, und von Arusha aus in die Serengeti fliegen möchte, muss den Flughafen wechseln, und durch das ewig verstopfte Arusha fahren.

Welche Fluggesellschaften fliegen nach Tansania?

Internationale Fluggesellschaften, welche von Europa nach Kilimanjaro International (Airport Code JRO) fliegen sind momentan (August 2019):

  • Condor ab Frankfurt, einmal wöchentlich
  • Ethiopian Airlines über Addis Abeba
  • KLM über Amsterdam, täglich
  • Qatar Airways über Doha
  • Turkish Airlines über Istanbul
  • Emirates bzw. FlyDubai, über Dubai DXB

Die meisten Flüge gehen abends bzw. nachmittags ab, über Nacht ist man dann in der Luft, und kommt frühmorgens in JRO an. Flugdauer ab Mitteleuropa sind ca. acht Stunden.

Regionale innerafrikanische Verbindungen nach JRO gehen mit Kenya Airways ab Nairobi, RwandAir ab Kigali und mit Precision Air von Dar es Salaam und Sansibar.

Air Tanzania fliegt auf der Strecke JRO - Dar es Salaam und Sansibar, und hat einen Flug von JRO nach Entebbe, Uganda.

Serengeti Safari
Wer schaut denn da? Löwen im Gras im goldenen Licht der Serengeti. Foto by DC Loew

Anreise in die Serengeti

Anreise in die Serengeti ab Arusha: Das ist natürlich abhängig von der Art der Reise, dazu siehe auch der folgende Punkt „Reisearten“.

Eine individuelle Anreise ab Arusha, mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist schwierig, aber möglich. Die Busse von Arusha nach Mwanza durchqueren die Serengeti, und halten auch an den Eingangsportalen des Nationalparks an. Das ist aber z.B. für Backpacker keine wirkliche Option, wenn man in den Park will. Gemeinhin wird man auch als Backpacker mit seinem Safariveranstalter oder als Selbstfahrer in die Serengeti kommen. Eine individuelle Anreise mit dem ÖPNV  ist möglich, aber in den Nationalpark gelangt man dann als Backpacker damit nicht.

Die Strecke ab Arusha, mit einem Fahrzeug, entlang des Lake Manyara, über den Rand des Ngorongoro Kraters, durch die Ngorongoro Conservation Area bis zum Naabi Hill Gate dauert ca. acht Stunden.

Bis zum Fuß des Ngorongoro Kraters im Ort Karatu gibt es eine sehr gute Asphaltstrasse, dann geht es auf roterdiger und zuweilen sehr staubiger Schotterpiste weiter. Das kann man auch als Neuling selbst fahren, es gibt keine tiefsandigen Streckenabschnitte wie z.B. in Botswana.

Safari Reiseblogger-Tipp: Mietwagen ab Arusha

In Arusha in Tansanias Norden und also inoffizielle Safari-Hauptstadt des Landes gibt es einige Mietfahrzeug-Anbieter, welche Land Rover als auch Toyota Geländewagen an Selbstfahrer vermieten, sogar mit Dachzelt.

Es sind dies Tanzanian Pioneers und Fortes Car Hire. Fortes kenne ich aus eigener Erfahrung, und kann ich empfehlen, weil sie professionell und freundlich sind, und die Fahrzeuge in Ordnung.

Serengeti Safari Reisetipps für Traveller
Die Wächterin in Serengeti Golden Light. Foto DC Loew

Ab Arusha per Buschflieger

Per Buschflieger reist es sich sehr angenehm in die Serengeti, es gibt einige Landepisten innerhalb des Nationalparks, die hochpreisigen Lodges haben teilweise sogar eine eigene. Hauptlandeplatz in der Serengeti ist die Piste in Seronera, dorthin geflogen wird zumeist am kleinen Flughafen von Arusha, also nicht ab Kilimanjaro International. Anbieter sind Safarilink und Coastal Air. In der Serengeti holen einen dann die Fahrer der Lodges ab.

Safari auf eigene Faust oder mit Veranstalter? Safari-Arten und Unterkünfte auf einen Blick

Entscheidend für einen Besuch der Serengeti ist natürlich, wie man dort hin reist bzw. wie man seine Safari organisiert und durchführt.

Die meisten von uns werden mit einem entweder lokalen Safariveranstalter (kann man auch vor Ort auswählen, viele sind in Arusha rund um den Clock Tower oder z.B. im Impala Hotel zu finden) oder mit einem in Europa gebuchten Veranstalter auf Safari gehen.

Dies kann dann entweder in einer Gruppe sein, oder privat. Budget oder Luxus, Camping und Lodges und alle Spielarten dazwischen

In Tansania ist es üblich, dass man mit einem lokalen sogenannten Driverguide auf Safari fährt, wer etwas Kleingeld über hat, nimmt einen Koch mit dazu.

Die Selbstfahrervariante, also mit geliehenem Fahrzeug aber ohne Driverguide, so wie in Botswana, Namibia oder Südafrika, wird allerdings auch in Tansania zunehmend populärer. Dies gilt ebenfalls für die Selbstfahrvariante mit Dachzelt.

Serengeti Safari Tansania Reiseblog
Serengeti: Der Naabi Hill Gate. Das Besucherzentrum folgt dann etwas später.

Budget Safari in der Serengeti ist möglich

Die preiswerteste Variante ist sicherlich die einer Budget Safari, diverse Anbieter haben sich darauf spezialisiert, und für einige Tage ist das dann auch nicht teuer. Das heisst dann Camping! Diese Variante wählen auch die meisten Backpacker oder Leute mit kleinem Budget. Diese Budgetsafaris lassen sich auch kurzfristig und vor Ort organisieren, die Safari-Veranstalter verkaufen dann Restplätze. Man wird also meistens zu einer bestehenden Gruppe dazukommen. Wer alleine bleiben möchte, muss dann also wesentlich mehr bezahlen!

Die Unterkunft der Budgetsafaris ist entweder eine der mittelpreisigen Lodges, oder man zeltet auf einer Public Camp Site.

Unterkunft: Es gibt in der Serengeti Safari Lodges in allen Preisklassen, von rustikal und budget bis sehr teuer und posh. Sicherlich eine Frage der individuellen Vorlieben und Finanzkraft. Unter 100 Euro pro Nacht gibt es allerdings kaum etwas.

In der Seronera Gegend gibt es einige preiswerte Lodges, die auch die meisten Standard Lodge Safari Anbieter nutzen. Unterkunft und Essen sind hier nicht übel, und für Anfänger absolut in Ordnung.

Serengeti Camping auf Special Camp Sites: Wie bucht man diese vorab?

Mir gefällt am besten Camping auf den Serengeti special camp sites. Dies sind spezielle, sehr einsame und abgelegene Plätze, an denen man sein Zelt aufschlagen bzw. als Selbstfahrer den Wagen abstellen darf. Es gibt dort keine Infrastruktur, nicht mal Toiletten oder einen Wasseranschluss, man muss alles selber mitbringen und natürlich auch wieder mitnehmen.

Aber die Nähe zur Natur ist überwältigend! Der Unterschied zu den ebenfalls vorhanden Public campsites in der Serengeti ist zum Einen der Preis, und zum anderen die Exklusivität: special camp sites werden exklusiv vergeben, man ist dort ganz alleine mit der Natur und den Tieren.

Man kann diese speziellen Campingplätze auch mit einem Veranstalter ansteuern, dann wird es allerdings recht teuer, weil alles an Campingbedarf, Essen, Toiletten etc. dort hin gebracht werden muss.

Selbstfahrer können special camp sites vorab reservieren, aber oft keine spezifische camp site an einem bestimmten Ort. Es kann also sein, dass man erst bei Parkeintritt erfährt, wo genau man im Park übernachten kann. Man kann diese campsites entweder direkt bei der tansanischen Nationalparkverwaltung TANAPA buchen. Deren Webseite ist theoretisch unter diesem Link zu erreichen, aber oftmals auch offline.

Ansonsten kannst du auch über tansanische oder europäische Safari-Veranstalter bzw. Reisebüros diese Campingplätze reservieren, welches meistens die bessere Option ist.

Bei Eintritt in den Park, am Naabi Hill Gate, bekommt ihr dann die Campsite zugewiesen. Je nachdem wie gut eure Buchungsagentur vernetzt ist mit der TANAPA, können Wünsche geäussert werden. .

Serengeti für Selbstfahrer: Einrichtungen Seronera Besucherzentrum

Man kann auch ohne Guide und Fahrer, auf eigene Faust, in die Serengeti fahren. Und dort entweder in Lodges übernachten, auf den special camp sites, oder auf der public camp site in Seronera. Diese Optionen sollte man vorab klären. Die special camp sites bekommt man am Gate, wenn man die Kosten für den Nationalpark zahlt (momentan 75 US Dollar pro Person pro Tag) zugeordnet.

In Seronera Valley gibt es eine Tankstelle mit KfZ-Werkstatt, als auch einen kleinen Supermarkt mit rudimentärem Sortiment (Wasser, Nudeln etc.). Dieser Supermarkt verkauft eigentlich an die Safari-Fahrer und Leute, welche in Seronera arbeiten.

Das Büro der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt ist ebenfalls in der Nähe des Seronera Besucherzentrums gelegen, aber nicht für Touristen zugänglich.

Im Besucherzentrum in Seronera gibt es ebenfalls Getränke,und ein Restaurant, sowie Kartenmaterial und Information darüber, wo man welche Tiere ggf. antreffen kann

Tansania Reiseblog: So geht ein Safari game drive

Game drive: In den meisten Safaripaketen, sei es Budget oder mittelpreisig in Lodges,  sind zwei bis drei game drives (Pirschfahrten ist das deutsche Wort) pro Tag enthalten. Man fährt meistens morgens vor Sonnenaufgang auf den early morning game drive. Dieser geht dann so 2 bis 3 Stunden. Danach gibt es Frühstück.

Mittags gibt es oft den zweiten game drive, wobei ich denke, dass man auf diesen meistens verzichten kann.

Denn Mittags machen auch die Tiere Pause, und das Licht ist nicht gerade gut. Wer ernsthaft fotografiert, kann die Fotos am Mittag eigentlich vergessen.

Der afternoon game drive ist dann ab 15/16 Uhr angesagt. Bis Eintritt der Dunkelheit muss man wieder im Camp sein. Nachtfahrten mit einem Scheinwerfer gibt es in der Serengeti, zum Glück, nicht.

Besprich mit deinem Guide, welche Tiere du sehen willst, oder welche Landschaft du gerne fotografieren möchtest. Der Guide wird sich dann bemühen, dass ihr die Löwen antrefft, oder euch nur in der Grassavanne herumtreibt. Tiersichtungen sind natürlich nicht garantierbar. Insbesondere Geparden und Leoparden sind sehr schwer zu sichten. Elefanten gibt es auch nicht sehr viele in der Serengeti.

Ebenfalls einfach vorab zu klären ist das Essen - vegetarisches Essen ist leicht möglich und sehr zu empfehlen in Tansania. Man kann seinen Safariveranstalter auch darauf hinweisen, das man gerne lokale Speisen ausprobieren würde. Das ist auch meine Empfehlung, und wer einen Koch dabei hat, wird dies nicht bereuen.

Und ganz klar, das tansanische Bier ist sehr gut! Es gibt drei sehr wohlschmeckende tansanische Biere: Kilimanjaro, Serengeti und Safari Lager. Der Bierklassiker in Ostafrika (schon in diversen Hemingway-Stories lobend erwähnt) ist Tusker, stammt eigentlich aus Kenia, und ist ebenfalls hervorragend.

  • Die in Tansania erhältlichen Weine stammen meistens aus Südafrika.
Serengeti Bushbuck
Auch hübsch und mal etwas anderes: Ein juveniler Buschbock in der Serengeti. Foto DC Loew

Safari Fototipps und worauf man achten sollte in der Serengeti

Fotografie: Zusammen mit der Masai Mara in Kenia ist die Serengeti sicherlich eines der besten Gebiete für die Safari – oder Tierfotografie weltweit.

Die hohe Dichte an Tieren, die wunderbare Landschaft als auch das berühmte morgendliche und abendliche Goldene Licht der Serengeti sorgen für perfekte Rahmenbedingungen. Ein 400mm Objektiv sollte man allerdings schon haben. Genauere Tipps für die Fotoausrüstung für die Serengeti findet ihr hier. Im Prinzip finde ich es etwas albern, auf Safari mit einem Handy oder einer anderen Winzkamera zu gehen – das macht in der Tierfotografie wirklich keinen Sinn. Dann lieber die Natur entspannt geniessen und nicht fotografieren...

Generell gilt, und Ausnahmen bestätigen die Regel: Gutes Fotolicht gibt es morgens und abends direkt nach und vor dem Sonnenuntergang.

Gegen Mittag ist die Luft flirrend und voller Staub, und das sehr helle Sonnenlicht bleicht alle Farben und Kontraste.

Foto-Drohnen in Tansania:

  • Die Einfuhr von Foto-Drohnen nach Tansania ist grundsätzlich erlaubt. Für den Betrieb vor Ort benötigt man allerdings eine Erlaubnis von der tansanischen Flugaufsicht sowie eine zwingend vorgeschriebene Versicherung. Mehr zum Thema Foto-Drohnen liest du hier.

Great Migration in der Serengeti

Die grosse Tierwanderung der Gnus und Zebras durch die Serengeti ist eines der Wunder dieses Planeten, und dank früher Schutzbemühungen - von z.B. Bernhard und Michael Grzymek in den 1950er Jahren -  noch ziemlich intakt.

Die Wanderung der Gnus verläuft zyklisch über das Jahr verteilt, die Tiere folgen dem saftigen Gras und ziehen im Uhrzeigersinn durch das Serengeti – Mara Ökogebiet. Im September/Oktober sind sie zumeist im Norden der Serengeti bzw. in der Masai Mara in Kenia.

Im Juni/Juli/August quert der Grossteil der Tiere meist die Seronera in der zentralen Serengeti sowie die Flüsse Mara und Grumeti.

In der Zeit Januar bis Mai sind die Tiere zumeist im Süden der Serengeti anzutreffen, wo sie auch ihre Jungen zur Welt bringen.

Dieser Migrations-Kalender ist Schwankungen unterworfen und nur ein grober Anhaltspunkt!

Die Great Migration hat keinen Beginn und kein Ende, es ist eine zyklische Wanderung, das ganze Jahr über, welche zu bestimmten Zeiten im Jahr in bestimmten Gegenden der Serengeti, anzutreffen ist, abhängig vom Regen und dem Grasbewuchs.

Aber es ist Natur, und die Gnus kennen keinen Kalender, deshalb kann man nicht exakt vorhersagen, wann sie wo sein werden.

Fragt euren Veranstalter, wo die Great Migration zum Zeitpunkt eures Besuchs ist, und versucht, dort hin zu fahren. Die Great Migration wird euch staunend und sprachlos zurücklassen, sie ist eines der großen Wunder unseres Planeten!

Serengeti Safari Camping
Eine Serengeti Special camp site. Links das Schlafzelt, rechts das Essenszelt.

Beste Reisezeit Serengeti/Regenzeit:

März – April ist die Zeit der grossen Regenfälle, da werden die Wege schon mal sehr schlammig, aber auch der Regen ist ein Spektakel, wenn Zehntausende von Gnus in einer Wasserwolke an dir vorüberziehen!

Regenzeit bedeutet nicht, dass es monsunartig den ganzen Tag regnet. Es gibt kurze, aber heftige Regenfälle. Die Erde allerdings wird dennoch sehr schlammig, und Fahren im Matsch ist einfach kein Spaß.

Sehr gute Foto- und Reisebedingungen gibt es in der Zeit zwischen Juli und Oktober, hier ist auch das Licht Klasse.

Tipps für Bekleidung und Schuhe sowie sinnvolle Ausrüstung für eine Safari habe ich hier in der Safari Packliste zusammengefasst.

Eintrittskosten Serengeti Nationalpark Tansania

Die sogenannte conservation fee für die Serengeti beträgt für Europäer 60 US Dollar pro Person pro Tag. Dazu kommt dann die Gebühr für Camping, dies sind noch einmal 30 US Dollar pro Tag pro erwachsener Person. Fahrzeuge kosten dann noch einmal extra. Die Übersicht (pdf) der Eintrittskosten der tansanischen Nationalparkbehörde TANAPA ist hier zu finden. Mit anderen Worten: Safari in Tansania ist nicht unbedingt preiswert und ggf. auch nicht unbedingt etwas für Backpacker.

Wer mit einem Mietwagen aus Kenia oder Uganda in die Serengeti fahren möchte, zahlt einen anderen, höheren Tarif.

Geld und Trinkgeld auf Safari

Wer mit einem Safariveranstalter in der Serengeti unterwegs ist, für den wird sich gegen Ende der Safari die Frage nach dem Trinkgeld für das Team stellen. Es ist üblich, dass man als Safari - Gast alle Helfer, den Fahrer, den Guide, den Koch mit einem Extra - Trinkgeld entlohnt. Ok sind 5 US Dollar pro Tag für Koch, Helfer, normale Mitarbeiter, und zehn US Dollar pro Tag für den Driverguide. Das Trinkgeld zahlt man in bar, man gibt entweder jedem einzeln, oder einem Vertreter des Teams mit dem Auftrag, das Geld fair zu verteilen.

Geldautomaten bzw. eine Bank gibt es in Karatu, als auch in Arusha. Man kann sich aber nicht darauf verlassen, dass die Abhebung mit Kreditkarte funktioniert. Manchmal fällt der Internetzugang aus, und dann geht nix mehr an den Automaten.

Eine weitere Möglichkeit Bargeld einzutauschen bieten einige der Hotels in Arusha an, wenn sie eine Wechselstube haben, oder an der Rezeption umtauschen. Generell sollte man bei Reisen in Afrika eher mehr Bargeld einstecken haben, da es manchmal die einzige Option ist, zu bezahlen.

Ich empfehle zudem, je eine Visa und eine Mastercard Kredit- oder Debitkarte dabei zu haben. Manchmal geht Visa, manchmal Mastercard, aber man sollte flexibel sein.

Die EC Karte funktioniert manchmal an Geldautomaten, aber man sollte sich darauf nicht verlassen. Travellerschecks empfehle ich nicht.

Tourismus vs. Naturschutz

Und jetzt kommt die Moral: In die Serengeti fahren pro Jahr ca. 300.00 Besucher – es kann also, in der Hochsaison (im Dezember) oder in den europäischen Sommerferien, schon mal etwas voller werden.

Der Tourismus im Schutzgebiet ist also zuweilen an der Grenze oder darüber hinaus, was die Belastung für Tiere und Umwelt angeht.

Es gibt deshalb Regeln, um die sehr populären und schwer anzutreffenden Tiere wie Leoparden oder Geparden, zu schützen. Dazu gehört, sich nicht noch als zehntes Fahrzeug in einem Leopard jam einzureihen – das bringt niemanden etwas, du wirst kein gutes Foto bekommen, und das Naturerlebnis ist dahin.

Verantwortungsvoll reisen hat auch immer etwas mit Moral und Verzicht zu tun, und es gilt, wie für das Leben generell: wer nicht der Masse folgt, seinen eigenen Weg geht, antizyklisch denkt und agiert, wird belohnt.

Das heisst also: Nicht den anderen Fahrzeugen folgen, das Seronera Tal mal Mittags auslassen, und in die Randgebiete der Serengeti fahren.

Eine gute Option ist auch, sich auf eine Tierart festzulegen, welche man sehen oder fotografieren möchte. Dann seinem Driverguide mitteilen, dass man heute gerne Löwen sehen möchte bzw. fragen, wo man Löwen am ehesten zu sehen bekommt, und dann dort hinfahren.

Serengeti Safari
Serengeti Elefant. Foto DC Loew

Das intensivste Tiererlebnis in der Serengeti? Die Tsetse Fliege!

Das intensivste Tiererlebnis ist übrigens zweifellos: Die Tsetse Fliege. Lustig, zu welchen Verrenkungen Mensch und Tier fähig in einem Schwarm dieser Plagegeister sind. Wer in ein Tsetse Gebiet gelangt, für den gilt nur: möglichst schnell wieder herausfahren. Und dann sorgfältig diverse Körper- und Kleidungsfalten absuchen, ob dort nicht noch eine Fliege sitzt...

Mit deinem Besuch in der Serengeti unterstützt du den Naturschutz dort, und darüber hinaus verwendet Tansania die eingenommenen Gelder, um die etwas weniger populären Parks zu finanzieren: Ranger, Fahrzeuge, Benzin, Bewaffnung sind teuer! Wer die Serengeti von Deutschland aus unterstützen möchte, kann dies über die Zoologische Gesellschaft Frankfurt (ZGF) tun: Sie bewahrt dieses einmalige Erbe der Menschheit sehr sorgfältig und vorbildlich. Der Link zum Serengeti-Projekt der ZGF ist hier.

Und ich bleibe dabei: Der Jagdtourismus ist, was den Naturschutz als auch die Moral angeht, sinnlos und unnötig und unzivilisiert, und gehört ersatzlos ausgesetzt und verboten. End trophy hunting now!

Schlangen, Spinnen, Skorpione

Ja, auch diese Tiere sieht man manchmal aus dem Fahrzeug heraus. In den Camps oder Lodges der Serengeti dagegen eher weniger. Von daher würde ich mir darüber keine Gedanken machen!

Einreise Tansania

Einreise Tansania: Für Tansania benötigen die meisten EU Bürger ein Visum. Ein sogenanntes on arrival Visum wird bei der Einreise direkt im Flughafen in Kilimanjaro International ausgestellt und kostet 50 US Dollar. Zahlbar in bar! Man sollte die Scheine passend haben und nicht die Dollarscheine im alten Design.

Wer nach dem Flug nicht Schlange stehen möchte, holt sich das Visum vorab bei der tansanischen Botschaft in Berlin, das kostet dann 50 Euro.

Man sendet seinen Reisepass dort hin, bezahlt, und bekommt den Pass dann inklusive Visum wieder zugeschickt. Geht ziemlich problemlos. Ein Expressvisum kostet 70 Euro.

Der Link zur tansanischen Botschaft für ein Besucher - Visum.

Malaria Prophylaxe in der Serengeti

Ich kann hier keine medizinische Beratung ersetzen oder anbieten, aber kann nur wärmstens empfehlen, dich bei deinem Arzt zum Thema Malaria - Prophylaxe beraten zu lassen.

  • Die Serengeti als auch die anderen Nationalparks im Norden von Tansania sind Malaria-Gebiet.

Gegen Malaria kann man sich nicht impfen, aber man kann sich vorbereiten. Indem man eine vernünftige Prophylaxe betreibt, und sich von einem Arzt oder Tropenmediziner beraten lässt. Ignorieren ist eine ganze schlechte Wahl, Malaria hat man sein Leben lang!

Verhalten in der Wildnis

Darüber kann man sicherlich ein schönes Busch schreiben. Ich halte folgendes fest: Die Campingplätze in der Serengeti sind nicht eingezäunt, die special campsites auch nicht. In den Lodges ist man auf einem gesicherten Gebiet.

Unterwegs und auf game drive kann man an eigens dafür definierten Bereichen aussteigen, es gibt sogar Picknickplätze in der Serengeti.

Ansonsten gilt: Vorsicht ist geboten. Löwen sind nun mal keine Stubenkatzen. Deshalb sollte man grundsätzlich nicht das Fahrzeug verlassen. Insbesondere im Grasland kann man einen Meter neben einem Löwen stehen, und diesen nicht sehen. Aber er sieht dich! Es geschehen immer wieder Unfälle mit Löwen und menschlichen Idioten, und man sollte definitiv versuchen, kein Idiot zu sein.

Das gleiche gilt für Elefanten und Flusspferde, diese können ebenfalls sehr unleidlich sein, und sie sind definitiv schneller als jeder Mensch. Usain Bolt inklusive.

Die Gefahr von Spinnen oder Schlangen gebissen zu werden halte ich für sehr sehr gering.

Weiterführende Links in diesem Reiseblog

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dc

DC Loew ist Reiseblogger auf planetenreiter.de und berichtet von seinen Reisen im Speziellen, über das Leben und das Reisen im Allgemeinen sowie über Afrika, Lateinamerika, Safari und naturnahes und individuelles Reisen im Besonderen. Zudem fotografiert er gerne und liebt die Exotik: Ob Offenbach oder die Osterinsel - los gehts!
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