Cajamarca Peru: Ausgangsbasis im nördlichen Hochland

Im Norden Perus: Cajamarca. Traveller Stadt im nördlichen Hochland auf dem Weg nach Kuelap und Chachapoyas.

Südamerika Reiseblog: Cajamarca, in Perus nördlichem Hochland

Das nördliche Hochland von Peru, ist aus genau zwei Gründen ziemlich atemberaubend: Es liegt, wie der Name vermuten lässt, ziemlich hoch in den Bergen in Höhen zwischen 2000 und über 3000m. Und ab 3000m Höhe kann die Atmung schon mal schneller werden. 

Und der zweite Grund: Es ist unglaublich schön dort, ruhig, angenehm, Menschen und Landschaft und Kultur und Geschichte mit wirklichen Schauwerten und einer aus der Welt geratenen Unaufgeregtheit. 

Ich hatte das Gefühl, dass man im Norden Perus, noch so etwas wie das unverfälschte, authentische Peru entdecken kann. Die Leute dort laufen teilweise in ihren altmodischen, für uns malerischen Trachten, Ponchos und Hüten umher. 

Kein Mensch quatscht, anders als z.B. in Cusco oder Arequipa, die Reisenden und Touristen an. 

Es ist schön, so missachtet zu werden. Nett auch, dass hier wirklich niemand Englisch spricht, und mir mein mangelhaftes Spanisch grossmütig verziehen wird. 

Ausgangspunkt für unsere Reise in das nördliche Hochland ist die alte Stadt Cajamarca. 

Anreise Cajamarca: Man kommt nach Cajamarca von Lima ganz entspannt mit dem Flieger in ca. 1 Stunde hin, mit dem Bus dauert es etwas länger (15 Stunden), dafür ist es preiswerter. (Am Ende des Textes fasse ich noch mal die Anreiseoptionen, mit Preisen, zusammen). 

Peru Traveller Reiseblog
Panorama von Cajamarca, Peru

Rückblende: Cajamarca Peru 1532 

Cajamarca ist der Schauplatz eines bedeutenden Wendepunkts in der jüngeren Geschichte Perus, und deshalb für mich als Geschichtsfreak schon von einer gewissen Bedeutung. Darüber kann man mal auch als Reiseblog ein paar Worte verlieren. Was wäre das Reisen, ohne Geschichtskenntnisse der bereisten Gegend?

Es war hier in Cajamarca, im Jahr 1532, als Francisco Pizarro mit seinem Trupp von 168 Desperados auf den König der Inka traf, und diesen im Lauf der Schlacht von Cajamarca gefangen nahm. 

Schlacht ist eigentlich das falsche Wort, denn die spanischen Krieger aus der Neuzeit trafen auf ein Inkaheer, welches sich technisch noch in der Bronzezeit befand. Keine Pferde und Kavallerie  kannte, keine Stahlwaffen, kein Schwarzpulver.

Schwerter aus Toledo, kampferprobte Reiter der kastilischen Kavallerie, ein paar Kanonen, und eine aggressive und – für die Inka unerwartete Taktik der Spanier –  dieser Kombination aus Technik und ziemlich radikaler Chuzpe hatten die Ureinwohner nichts entgegenzusetzen. Sie hatten die Spanier aber auch sehr unterschätzt. Die Inka waren die Herrscher über alle Völker zwischen dem heutigen Ecuador und dem Norden Chiles, waren gerade als Sieger aus einem mörderischen Bürgerkrieg hervor gegangen – warum sollten sie weniger als 180 schlecht riechende, bärtige, respektlose, weiße Männer ernst nehmen? 

Das Resultat dieses Kampfes: Eine nicht genauer bekannte Anzahl von Toten auf Inkaseite, keine gefallenen Spanier, der König des Inkareiches gefangen, totale Verwirrung, Konfusion und Schock bei den Ureinwohnern. 

Die Konquistadoren liessen sich mehrere Monate lang Lösegeld für den gefangen Inka bringen, das Volk Atahualpas lieferte Gold und Silber und liess eines der Gebäude in Cajamarca einmal mit Gold und zweimal mit Silber füllen. 

Als der König des Inkareiches nicht mehr von Nutzen war, das Lösegeld abgeliefert, die Spanier in Erwartung eines großangelegten Angriffs um Atahualpa zu befreien, brachten sie die Geisel kurzerhand um. 

Das Gebäude, in welchem Atahualpa übrigens gefangen gehalten wurde, steht als das einzige Inkagebäude der Stadt auch heute noch und das historisch bedeutendste Bauwerk in Cajamarca. 

Fälschlicherweise trägt es den Namen „Cuarto del rescate“, also „Lösegeld – Kammer“, aber hier wurde nicht das Lösegeld, sprich das Gold und Silber der Inka abgeliefert, sondern hier wurde Atahualpa gefangen gehalten.

Keine schöne Geschichte letztlich.

Und ohne jegliche Moral. Pizarro, der übrigens weder Lesen noch Schreiben konnte, eroberte mit der gleichen Strategie und Taktik das Reich der Inka so wie sein Vorbild Hernan Cortes das Reich der Azteken in Mexiko ca. 20 Jahre vorher eroberte. Und auch mit der gleichen gierigen Ruchlosigkeit, und dem gleichen riskanten Bravado. 

Kathedrale Cajamarca Peru
Kathedrale von Cajamarca, Peru, tatsächlich ohne Türme! Dafür mit coolem Polizeiwagen. Viva Toyota!

Sehenswürdigkeiten des modernen Cajamarca

Wie auch immer, das moderne Cajamarca ist eine mittelgrosse Stadt mit ca. 280.000 Einwohnern, einem kolonialen Altstadtkern, einigen bedeutenden historischen Ausgrabungsstätten in der Umgebung, und vielen Optionen für den Reisenden im Norden Perus, sich wohl zu fühlen. 

Die koloniale Altstadt steht auf der Tentativliste, also Vorschlagsliste, des UNESCO Welterbes. Zusammen mit der Altstadt von Trujillo, ebenfalls im Norden von Peru gelegen. Die kolonialen Altstädte von Lima, Cusco und Arequipa sind allerdings bereits UNESCO Welterbe, von daher wird es Cajamarca schwer haben, diesen Status ebenfalls zu erreichen. 

Zudem, die Altstadt von Cajamarca ist sehr hübsch und sehr gut erhalten, aber es gibt zu viel Autoverkehr, und der bauliche Zustand vieler Häuser ist bei weitem nicht so gut wie z.B. in Arequipa oder Cusco. Cajamarca hat ein sehr grossen Potenzial, müsste aber deutlich mehr unternehmen, um dieses Potenzial zu heben. 

Vielleicht ist es aber auch gut, dass gerade dies wohl nicht passiert.

Der Norden von Peru ist, im Gegensatz zum sehr touristischen Süden des Landes, kaum von Tourismus heimgesucht, was diese Region zu einem sehr angenehmen und lohnenden Ziel macht. In der Stadt sah ich kaum Europäer, US-Amerikaner schon gar nicht, es gibt auch kaum organisierte Reisegruppen dort. Im Bus nach Leymebamba waren wir die einzigen Ausländer. 

In abgelegenen Gegenden Südamerikas wie dem peruanischen Hochland kam mir das Reisen manchmal wie früher vor, vor dem Internet, Tripadvisor und Instagram und dem ganzen Schmus. Reisen um der Reise willen, keine hektischen und sinnlosen Selfies, keine Reiseblogger mit langem Selfiestick und kurzem Verstand, und die nächsten Hotels werden per Telefon im Tourismusbüro gebucht, wo man die Telefonnummer in Notizbüchern findet, die man unter dem Tisch hervorkramt. 

Und die Leute fragen einen manchmal, wenn sie sich trauen, denn in Peru ist man sehr höflich und zurückhaltend gegenüber den Fremden, wo man herkommt. Und man sagt „Alemania“, und alle freuen sich, weil das ist wirklich weit weg und schön, dass ihr den weiten Weg zu uns gemacht habt. 

Einer antwortete mir mit „Pizarro“, und ich dachte, er meint den notorischen Francisco, den Eroberer. Aber gefehlt, es ging um Claudio Pizarro, den peruanischen Fußballer, welcher jetzt in Köln spielt, aber einst bei Werder und den Bayern kickte. 

Und ja Fußball, diese weltweit bindende Magie des geliebten Spiels: In Peru ist man mächtig stolz, dass die Fußball – Nationalmannschaft des Landes bei der WM 2018 mit dabei ist. Das Trikot mit dem roten Querstreifen zu tragen ist Ehrensache!

Die Hauptsehenswürdigkeiten in Cajamarca sind übrigens die folgenden (meine Bewertung), und sie sind alle in Laufweite in der Altstadt: 

    • Plaza de Armas: Im Prinzip immer noch dort, wo früher der grosse Hauptplatz der Inkastadt war, nur kleiner. Mit Brunnen und Denkmal für Kolumbus. Und schönen Optionen zu ruhen und dem Treiben im Umkreis zuzuschauen. Bänke zum sitzen: Kostenlos. Erlebniswert: Hoch. Und unbezahlbar. 
    • Kirchen: Die Kathedrale von Cajamarca, ohne Türme übrigens, angeblich aus steuerlichen Gründen. Sowie, gegenüber auf der anderen Seite der Plaza Mayor, die Kirche San Francisco. Mit Türmen. Aber erst gebaut, als die Spanier keine Steuern mehr eintreiben konnten! Kosten beide dennoch einen kleinen Eintritt.
    • Conjunto Monumental Belen: Der Belen Komplex, einen Block südlich der San Francisco Kirche. Dies ist ein barocker Kirchen- und Spitalbau. 
    • Die Cuarto del Rescate, die Kammer, in der Atahualpa gefangen gehalten wurde. Der Eingang ist etwas unauffällig direkt neben der San Francisco Kirche, in der  Jr. Amalia Puga. Eintrittspreis: 5 Soles. Montags geschlossen! Das Ticket gilt auch für den Belen Komplex, wenn man diesen am gleichen Tag besucht.
    • Mirador Santa Apolonia: Schöner Aussichtspunkt südwestlich der Plaza de Armas mit tollem Blick über die Stadt und die angrenzenden Berge. Man muss ein paar Treppen steigen, aber es lohnt sich. 
    • Museo Arqueologico, Museo Ethnografico: Zwei Museen, welche mit der Eintrittskarte für die Cuarto del Rescate, am gleichen Tag, besucht werden können. Ebenso der Belen Komplex. 
El Cuarto del Rescate Cajamarca Peru
El Cuarto del Rescate, hier wurde der Inkakönig gefangen gehalten.

Um Cajamarca herum: Tagesausflüge und Aktivitäten

Außerhalb von Cajamarca gibt es ebenfalls einige sehr interessante Ausflugsziele, welche man per Tagesausflug oder individuell besuchen kann. Die meisten Reiseagenturen haben diese Sehenswürdigkeiten im Programm, die Agenturen sind um die Plaza de Armas verteilt. 

  • Cumbemayo: Ca. 20 km außerhalb, dies ist ein Prä-Inka Bewässerungssystem.
  • Ventanillas de Otuzco: In den Fels gehauene Gräberkammern aus der Prä-Inka Periode. Kann man von Cajamarca aus mit dem Collectivo erreichen, muss man eigentlich keine Tour für organisieren. Ca. 8 km entfernt von Cajamarca.
  • Banos del Inca: Die Naturbäder, in welchen schon Atahualpa seine Wunden pflegte. Kann man mit Taxi oder Collectivo hinfahren, Öffnungszeiten beachten und Handtuch ggf. mitbringen!

Wer also pflichtschuldig die touristischen Highlights abhaken möchte, der kann dies tun. Ich bzw. wir sind da eher weniger pflichtschuldig, und versuchen die Stadt anders zu erfahren, laufen viel herum, sitzen in Cafes und auf der Plaza, lassen uns treiben und verbringen den Tag mit gepflegtem Flanieren. Manche nennen das slow travel, von mir aus, wenn man für alles eine Schublade und ein zünftiges Label braucht. Wir haben das schon immer so gemacht, ohne einen Anspruch darauf erheben zu wollen, dass dies „das wahre Reisen“ ist. Allerdings:Reisen ist eben nicht das „abhaken“ von irgendwelchen Listen oder Fotopunkten, hier ein Selfie, weiter zum nächsten Punkt, und abends dann nicht wissen, wo man eigentlich war und warum. Letztlich muss das jeder für sich selbst herausfinden!

Die Cuarto del Rescate war schon einer der Hauptgründe, weshalb ich nach Cajamarca wollte, und sie ist ein sehr lohnenswertes Reiseziel. Seit einiger Zeit beschützt eine Dachkonstruktion die Stätte, und als wir da waren wurden Restaurierungs- und Ausgrabungsarbeiten am letzen Originalbau der Inka in Cajamarca unternommen. 

Ansonsten besticht Cajamarca durch seine angenehme Ruhe und Entspanntheit, das Klima ist eher frisch: „Kommt mal im August“, sagten die Locals, „da ist es richtig kalt“.

Plaza de Armas Cajamarca Peru
Plaza de Armas Cajamarca Peru, im Hintergrund die Kirche San Francisco

Cajamarca: Praktische Reisetipps für Traveller

Folgend also die praktischen Reisetipps für Traveller, denn darum geht es doch hier im Südamerika Reiseblog: 

Touristinfo iPeru

Wie immer sehr, sehr hilfreich und freundlich. In einer Seitenstraße der Plaza, der Cruz de Piedra, 100 m von der Kathedrale entfernt, am Hotel Costa del Sol vorbei und der ansteigenden Gasse folgen. Hier bekommt ihr einen Stadtplan, sie haben für alle Ziele in der Umgebung die Info, welche Busgesellschaft dort wann hin fährt, was es kostet, und wie ihr die Tickets kaufen könnt. Zudem haben sie ein Hotelverzeichnis auch der kleineren Orte in der Gegend, wie Leymebamba, und rufen dort an und reservieren ein Zimmer für euch. Wirklich Klasse, und sie sprechen Englisch.

Busterminal Cajamarca, Busdestinationen mit Fahrpreis und Fahrtdauer

Wer von Cajamarca aus mit dem Bus weiter möchte, der kann dies in alle Himmelsrichtungen tun. Jede Busgesellschaft hat ein eigenes Verkaufsbüro, sie sind alle mehr oder weniger entlang der Avenida Atahualpa (am südöstlichen Rand der Altstadt, in einem staubigen und trubeligen neuen Teil der Stadt) untergebracht. Lasst euch unbedingt sagen, wo die Busse abfahren! Viele Busgesellschaften nutzen dafür das im Terminal Atahualpa, Hausnummer 299 in der gleichnamigen Avenida. Die grosse Busgesellschaft Linea ist gleich gegenüber.

Busse ab Cajamarca u.a. nach

Trujillo, über Jaen (10 Stunden, 25 bis 40 Soles)

Chiclayo (6 Stunden, 30 Soles)

Tarapoto (21 Stunden, 80 – 100 Soles)

Chachapoyas (12 Stunden, ab 50 Soles)

Lima (14 Stunden, ab 100 Soles)

Bus nach Celendin, Leymebamba, Tingo (Kuelap) und Chachapoyas

Die Busgesellschaft Virgen del Carmen bedient diese sehr malerische Route nach Chachapoyas mit einem kleineren Bus. Morgens um 5 und nachmittags um 17 Uhr fährt ein Bus die Strecke. Es handelt sich um die notorische Route über die Berge, es werden zwei Andenpässe mit je 3600 bzw. 3500m Höhe überquert. Die Fahrt ist extrem spannend, die Strasse bis Celendin sehr gut, danach so mittelgut. Wer schwindelfrei ist und schöne nebelverhangene 2km tiefe Täler zehn Zentimeter vom Bus entfernt bewundern kann, der nimmt einen Platz auf der linken Seite des Fahrzeuges.

Die Fahrkarten („boletos“) werden mit Sitznummern verkauft. Kotztüten („bolsitas“) verteilt der Fahrer auf Zuruf. Kosten Cajamarca – Leymebamba: 35 Soles. Aussichten, Erlebnisgrad, Exotik: Unbezahlbar!

Bus und Anreise nach Kuelap ab Cajamarca

Wer die bedeutendste Sehenswürdigkeit im Norden Perus besuchen möchte, nämlich die auf 3000m Höhe befindliche Festung Kuelap („Das Machu Picchu des Nordens“) nimmt einen Bus von Virgen del Carmen mit Destination Chachapoyas.

Man steigt in dem Örtchen. Tingo aus, und nimmt dort einen Kleinbus („collectivo“) nach Nuevo Tingo. Dort befindet sich die Station der Seilbahn, welche direkt nach Kuelap fährt. Ab Cajamarca ca. 9,5 Stunden bis Tingo, Preis 45 Soles. Colectivo nach Nuevo Tingo: 3 bis 5 Soles.

Frühstück und Mittagessen sind im Preis (35 Soles bis Leymebamba) enthalten. Das Frühstück gibt es nach ca. 2,5 Stunden Fahrt in Celendin. Es ist eine klare Suppe mit Hühnchen und einem süssen Tee. Für Vegetarier wird der Hühnchenschenkel rausgenommen!

Fahrtdauer nach Leymebamba: Acht Stunden, inklusive den halbstündigen Pausen für Frühstück („desayuno“) und Mittagessen („almuerzo“). 

Mitbringen: Getränke eher weniger, da nur zweimal zum Essen gehalten wird, Pinkelpausen gibt es keine weiteren zwischendurch. Wem von den vielen Kurven, Canyons und Gipfeln nicht schlecht wird, der nimmt sich was zu Essen mit. 

Geldautomaten in Cajamarca, Visa Kreditkarte ist besser

Sind an sich in Cajamarca ausreichend vorhanden, sogar in der Hotellobby vom Hotel Costa del Sol direkt neben der Kathedrale gibt es einen. Aber aufgepasst: Zwischen Celendin und Chachapoyas gibt es keinen einzigen Geldautomat. Wer also mit dem Bus von Cajamarca los möchte und z.B. nach Kuelap reist, der muss sich in Cajamarca mit ausreichend Bargeld versorgen. Einige Hotels in Leymebamba, Nuevo Tingo, Chachaüpoyas, sogar die nicht ganz preiswerten, nehmen übrigens nur VISA Karten und keine andere Kreditkarte.

Hotelempfehlung Cajamarca

Costa del Sol Wyndham Cajamarca, direkt an der Plaza neben der Kathedrale. Schöne Zimmer, tolles Frühstück, Restaurant, Gym und Pool. DZ ca. 70 Euro. Inklusive Shuttle Bus vom Flughafen.  Unbedingt vorher reservieren, ist manchmal ausgebucht!

El Portal del Marques: Gutes Preis- Leistungsverhältnis, das DZ 299 Soles, inklusive Frühstück. 

Direkt an der Plaza gibt es noch ein Hostal, das Casa Blanca, das von außen gar nicht so schlecht aussah! Preis hier um die 35 Euro für ein DZ.

Reiseblog Peru: Stadtplan Cajamarca
Reiseblog Peru: Stadtplan Cajamarca

Essen gehen in Cajamarca

Peru Reiseblogger Empfehlung: Toll ist das Cafe Tuna, mit Klasse Abendessen, authentisch, preiswert (für zwei Leute 30 bis 50 Soles), mit vielen Optionen für Vegetarier. Das Cafe Tuna befindet sich ein paar Türen neben der Cuarto del Rescate in der Jr. Amalia Puga. Geöffnet ab 18 Uhr. 

Das Restaurant im Costa del Sol Hotel ist eher upmarket, aber ganz angenehm. Sehr leckeres Essen, etwas fancy für die Gegend, zu zweit kommt man so mit ca. 140 –  160 Soles noch ganz gut weg. Das ist für diese Stadt wirklich teuer, aber kann man sich mal gönnen.

Um die Plaza de Armas gibt es einige lokale Restaurants. Dazu, in den Seitenstraßen der Plaza, die üblichen Gringolokale mit Pizza und Bier.

Über die ganze Stadt verteilt gibt es nette Cafés mit tollen peruanischen Kuchen und Keksen, immer sehr zu empfehlen!

Cajamarca ist bekannt für seine vielfältigen Milchprodukte, es gibt recht viele Geschäfte die den lokalen Käse verkaufen, welcher Mozzarella ähnelt.

Cajamarca ist zusätzlich bekannt für seinen Kaffee, welcher auf jeden Fall auch ein schönes Mitbringsel ist. 

Für Vegetarier ist die peruanische Küche wirklich Klasse, es gibt immer viel Auswahl, wenn man auf der Karte nichts findet, ruhig fragen, es wird immer spontan etwas sehr leckeres zubereitet werden. Das vegetarische Konzept ist bekannt, Veganer werden es etwas schwerer haben, befürchte ich!

Flughafen Cajamarca

Sehr klein, etwas außerhalb der Stadt. Ein Taxi vom Flughafen kostet 20 Soles in die Innenstadt (offizieller festgelegter Preis). Einige Hotels haben einen kostenlosen Flughafenshuttle (z.B. das Costa del Sol Wyndham Cajamarca). Angeflogen wird Cajamarca von LATAM und LC Peru, es wird nur die Strecke nach Lima bedient, aber dies mehrmals täglich. Tickets direkt bei LATAM oder LC Peru. 

Kosten Flug Cajamarca – Lima oder Lima – Cajamarca: Um die 100 Euro einfach. Direkt online bei den Fluggesellschaften buchen macht Sinn, entweder von Europa oder aus Peru heraus.

LC Peru hat ein Office direkt an der Plaza de Armas von Cajamarca. Mehr Info zum Fliegen innerhalb Perus findest du hier.

Reiseblog Peru: Flughafen Cajamarca
Reiseblog Peru: Flughafen Cajamarca mit Boeing 737 der LC Peru

Selbstversorger in Cajamarca

Der Markt Mercado Central  ist im Barrio hinter der Kathedrale in der Jr. Amazonas. Bäckereien sind dort ebenfalls entlang der Straße zu finden. Hier gibt es Bäckereien („panaderias“), da bezahlt man die leckersten Brötchen, Hörnchen, Croissants nicht stückweise, sondern nach Gewicht der einzigen grossen Tüte. Sehr preiswert und sehr gut und zu empfehlen, z.B. für die Reise im Bus.

Ansonsten gibt es in Cajamarca auch noch ein modernes Einkaufszentrum, ebenfalls in der Jr. Amazonas hinter dem Mercado Central. 

Preiswerte Klamotten in guter Qualität, hergestellt in Peru und Südamerika, für Frauen, Männer Kinder, bekommt man bei Topitop. (T-Shirts, Pullover, Hosen, Kleider, Socken, Boxershorts, Jacken etc.)

Ein sehr turbulenter Straßenmarkt ist am Stadtrand der kolonialen Altstadt, zu Beginn und in den dortigen Seitenstraßen der Avenida Atahualpa. Hier kann man lebende Meerschweinchen, Hühner und Truthähne kaufen und Obstsorten, welche man noch nie gesehen hat. Ein echtes Spektakel!

Klima in Cajamarca und beste Reisezeit

Ganzjährige durchschnittliche Höchsttemperatur liegt bei 20 Grad, ist also eher frisch. In den Wintermonaten (Juni, Juli, August, September) sinkt die Tiefsttemperatur auf ca. 5 Grad, dafür regnet es kaum. In den restlichen Monaten ca. 10 Regentage im Durchschnitt bei Temperaturen um die 20 Grad tagsüber. Beste Reisezeit: Ganzjährig. 

Tipp für die Bekleidung im nördlichen Hochland auf Höhenlage von um die 3.000m, mit Beispielen 

Reiseblog Südamerika Tipp für die Kleidung im Hochland Perus: Eine dünne Softshell – Jacke hat uns sehr geholfen. Dazu als erste Schicht ein Longsleeve und ein Fleece – Pulli drüber, das war perfekt. Sobald mal die Sonne rauskommt, wird es dann doch angenehm warm und man kann die Jacke ausziehen. Die Sonne ist auf knapp 3.000m sehr stark, an den Sonnenschutz denken! Ich verlinke hier per Affiliatelink einige passende outdoortaugliche Kleidungsstücke als Empfehlung für Cajamarca und das nördliche Hochland, damit diese Tipps auch mal konkret werden. 

  • leichte Softshell – Jacke für das nördliche Hochland in Peru, wird als äußere und dritte Schicht getragen, wind- und regenabweisend, von Patagonia
  • Longsleeve als erste Schicht, von Icebreaker
  • Merino Longsleeve als erste Schicht, von Icebreaker
  • T-Shirt, als Alternative zum LongSleeve und als erste Schicht, von TeMoana
  • Fleece – Pulli als zweite Schicht, von Sherpa, Haglöfs oder Arcteryx
  • Oder, als zweite Schicht und Alternative zum Fleece Pulli, ein Hoodie bzw. Kapuzenpulli, von TeMoana, aus der Adventure Spirit Serie

Online in Peru: Datenkarten für das Smartphone

Man kann in Peru in diversen Handyshops Datenkarten kaufen, um mit dem Handy online zu gehen. Neuerdings wird dafür ein Ausweis benötigt. Diese Karten kommen in diversen Ausführungen (Preis nach Datenvolumen, 2 Gigabyte kosten ungefähr 7 Euro, Facebook ist kostenlos inkludiert), die Netzabdeckung in Peru ist ziemlich gut. Anbieter sind Claro, Movistar, Nextel. Läden gibt es in den Innenstädten oder in Cajamarca direkt an der Plaza de Armas, neben der Polizei.

Weiterführende Links:

Reiseblog Peru: Panorama Cajamarca
Reiseblog Peru: Panorama Cajamarca
DC Loew
Dabei sein

DC Loew

DC Loew ist Reiseblogger auf planetenreiter.de und berichtet von seinen Reisen im Speziellen, über das Leben und das Reisen im Allgemeinen sowie über Afrika, Lateinamerika, Safari, UNESCO Welterbestätten und naturnahes und individuelles Reisen im Besonderen. Zudem fotografiert er gerne und liebt die Exotik: Ob Offenbach oder die Osterinsel - los gehts!
DC Loew
Dabei sein