Stopover in Madrid: Vom Aussteigen und Umsteigen auf dem Weg nach Südamerika

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In den Reiseberichten vieler Reiseblogger kommt eine Sache, so finde ich, oft viel zu kurz: Die eigentliche Anreise an den Zielort. Der Flug. Oder sogar: Das Stopover Programm.

Ich liebe das Fliegen, die Flughäfen, und alles was damit zusammenhängt, und auch bei mir im Reiseblog kommt dieser Teil der Reise oft zu kurz. Aber: Ich möchte das ändern. Und beginne in diesem Artikel damit, einen möglichen Stopover und den Ablauf davon, in Madrid, auf dem Weg nach Mittel- oder Südamerika, zu beschreiben.

In diesem Artikel liest du mit welchen Fluggesellschaften du am besten nach Madrid und Südamerika kommst, welches meine Hotelempfehlung für einen Stopover in Madrid ist, und was du in Madrid unternehmen kannst, sowie wie du am besten vom Flughafen in Madrid in die Innenstadt kommst.

Und weil ich oft nach Südamerika fliege in den letzen Jahren, und man da sehr gut mit Iberia oder LATAM über Madrid reisen kann, ich darüber hinaus Madrid als meine liebste Stadt in Europa sehe, und ich obendrein, somit kommt eins zum anderen, ein grosser Anhänger von Real Madrid bin, aus all diesen Gründen möchte ich also diesmal darüber schreiben, warum ein Stopover über diese erstklassige, und ein wenig verkannte Stadt, sehr zu empfehlen ist.

Flugverbindungen von Deutschland nach Südamerika, über Madrid

Denn wer nach Lateinamerika möchte, der kann nur in einige wenige Städte mit einem Direktflug bzw. Nonstop von Frankfurt am Main dort hin gelangen.

Wer aber z.B. nach Lima, Peru sowie in die anderen spannenden Städte dieses Landes wie Cusco oder Arequipa, nach Quito, Ecuador oder zum Amazonas nach Manaus möchte, der muss umsteigen.

Die Fluggesellschaft mit den meisten Flugverbindungen nach Mittel- und Südamerika ist Iberia.

Madrid Plaza Real – planetenreiter.de

Und Iberias Hub, also der grosse Umsteigeflughafen vom Zubringerflug zum Langstreckenflug, ist der Flughafen Madrid Barajas, abgekürzt MAD.

Aber nicht nur Iberia bietet von MAD Langstreckenflüge in fast alle süd- und mittelamerikanischen Hauptstädte an, sondern auch noch weitere südamerikanische Fluggesellschaften. Da wären z.B. Aerolineas Argentinas, Avianca, LATAM und Aeromexico, sowie die spanische Air Europa.

Von Madrid kann man nonstop in die folgenden Städte fliegen, welche von Frankfurt aus nicht ohne Umsteigen angeflogen werden:

  • Lima, Peru
  • Caracas, Venezuela
  • Quito, Ecuador
  • Santiago de Chile, Chile
  • Montevideo, Uruguay
  • Santa Cruz, Bolivien
  • Cali, Kolumbien
  • Medellin, Kolumbien.
  • Guayaquil, Ecuador
  • San Salvador, El Salvador
  • Managua, Nicaragua (mit Iberia ab Oktober 2018)

Ab Madrid geht es Nonstop in die folgenden lateinamerikanische Städte, welche allerdings ebenfalls von Frankfurt aus erreicht werden können, ich zähle nur die wichtigsten Zielorte auf:

  • Buenos Aires, Argentinien
  • Bogota, Kolumbien
  • Rio de Janeiro, Brasilien
  • Havanna, Kuba
  • Mexiko City, Mexiko
  • Cancun, Mexiko
  • San José, Costa Rica
  • Panama City

Flughafen Madrid Barajas: Umsteigezeit 

Flughafen Madrid Barajas: ziemlich leer diesmal

Der Flug von Frankfurt nach Madrid dauert ziemlich genau zwei Stunden. Iberia und LATAM benutzen in Barajas das Terminal 4 bzw. das Satellitenterminal 4s.

Für ein entspanntes Umsteigen in Madrid empfehle ich mindestens 90 Minuten zwischen den Flügen bzw. den Terminals  – der Flughafen ist weitläufig und meistens ziemlich voll.

Innerhalb des Terminals 4 und seines Satellitenterminals 4s (von welchem die Langstreckenflieger abgehen)  verkehrt eine automatisch fahrende, fahrerlose U-Bahn („people mover“ nennt man das wohl). Es geht über viele Treppen und Rolltreppen, Aufzüge sind vorhanden, tendenziell sollte man sein Handgepäck tragen können, das macht es einfacher.

Die Sicherheitskontrollen als auch die Ausreisekontrolle sind ziemlich schnell und umstandslos.

Der Madrider Flughafen ist blendend organisiert und zumindest im T4s und T4 auch sehr gut ausgeschildert.

Mit anderen Worten: Das geht alles ziemlich schnell dort, aber die Wege sind lang. Manchmal buchen Flugticket-Portale die beiden Flüge sehr eng, das sollte man sich nicht antun.

Wer z.B. mit Lufthansa nach Madrid fliegt und mit LATAM oder Iberia weiter möchte, der muss das Terminal wechseln. Dafür gibt es kostenlose Shuttle Busse.

Wer aber Zeit hat, der sollte wenn möglich ein oder zwei Nächte in Madrid als Stopover einlegen.

Madrid als Stopover Stadt: Chueca, Gran Via, Hotelempfehlung

Madrid ist eine Stadt, die kulturell, historisch, popkulturell wirklich viel zu bieten hat, inklusive tollem Nachtleben, Museen von Weltklasse, entspannten Wohnvierteln, und sehr schönen Hotels.

Das alles zu überraschend moderaten Preisen. Für mich ist die ein oft erlebtes Gefühl in Madrid, beim Bezahlen in Kneipen oder Cafés: „Die haben doch was vergessen“. Haben Sie meistens nicht. Madrid ist – im Gegensatz zu anderen europäischen Metropolen wie London oder Paris – wirklich preiswert.

Meine Lieblingsgegend in Spaniens Hauptstadt ist der Kiez von Chueca, welcher an die große Hauptstraße von  Madrids Innenstadt, der Gran Via grenzt.

In Chueca gibt es viele szenige kleine Läden und Kneipen, coole Cocktail -Bars, und wirklich nette Restaurants. Zum Ausgehen, zum Feiern, zum Essengehen, zum Shoppen ist diese Nachbarschaft wirklich Klasse.

Mein Lieblingshotel in dieser Gegend, ebenfalls direkt an der Gran Via gelegen, ist das Iberostar Hotel in Madrid. Es hat diese Mischung aus Moderne und Vintage, so wie man dies auch oft in Südamerika findet. Und zudem hat es ein Klasse Restaurant.

Wenn du dich für einen Stopover in Chueca entscheidest, wirst du keinen Mietwagen oder ähnliches brauchen. Von der Gran Via kann man alle wichtigen Orte in Madrid zu Fuß erreichen, auch viele der Sehenswürdigkeiten in der Altstadt.

Die Plaza Mayor, die wunderbare Plaza Santa Ana (mit meiner Stammkneipe Cerveceria Alemana), die Puerta de Sol und die Gran Via selbst sind wirklich schöne Sehenswürdigkeiten, mit unzähligen Geschäften, altmodischen spanischen Bars und coolen Kneipen und Restaurants.

Wer im Rahmen seines Madrid Stopovers die Möglichkeit hat, zum bekanntesten Fußballclub der Welt zu fahren, der nimmt nicht den Schnellzug nach Barcelona sondern die U-Bahn in den Norden der Stadt. Real Madrid spielt im Stadion Santiago Bernabeu, das ist ebenfalls ziemlich in der Innenstadt, und man kann ab der Gran Via mit der U-Bahn dort hinfahren.

Tickets für Real Madrid gibt es online. Oder vor dem Stadion, manchmal verkaufen die Jahreskarteninhaber dort ihre Eintrittskarten.

Madrid selbst punktet mit Höflichkeit und Lässigkeit, mit einer Mischung aus Moderne und historischer Grandezza. Die Stadt weiss, dass sie cool ist, und hat es auch gar nicht nötig, dauernd damit anzugeben. Genau deshalb mag ich Madrid, schlendere entspannt durch die Straßen, fühle mich manchmal ob der Historie der Stadt in ganz alte Zeiten versetzt, und stehe dann wieder im nächtlichen Lichtermeer des Heute auf der Gran Via. Madrid ist urban und weltstädtisch im besten Sinne, und immer wieder überraschend und berührend.

In Madrid kannst du dich – rein emotional – sehr leicht auf Südamerika einschwingen, nicht nur sprachlich!

Für mich ist es auch genau aus diesem Grund sehr passend, dort einen Stopover einzulegen.

Madrid und der Flughafen Madrid Barajas: Wie kommt man zum Flughafen, Kosten

Mit der U-Bahn Linie 8 ab der Station Nuevos Ministerios kommt man meiner Meinung nach am besten von der Innenstadt zum Flughafen.

Oder vom Flughafen Barajas in die Innenstadt.

Die U-Bahn-Linie 8 verbindet die Terminals 1, 2 und 3 sowie das Terminal 4 (T4) mit dem Stadtzentrum.

Die Fahrt dauert nur ca. 15 Minuten. Tickets gibt es an Automaten sowie Schaltern. Der Preis für eine Einzelfahrt allein auf der Linie 8 kostet 5 Euro, wer zu anderen Stationen weiter fährt, muss dafür noch ein Ticket bzw. einen Zuschlag kaufen.

Mehr Info hier auf der Webseite des Flughafens.

Mit dem Taxi fährt man schon so eine halbe Stunde, wenn viel Verkehr ist, noch länger. Allerdings ist der Tarif für eine fahrt mit dem Taxi, zwischen der Innenstadt Madrids und dem Flughafen, genau festgelegt. Momentan sind es 30 Euro.

Flughafen Madrid Barajas: Geschäfte und Einrichtungen im T4

Das Terminal 4 ist ziemlich grosszügig vom Platz, allerdings ist es meistens auch sehr voll. T4 bedient fast alle Inlands- und Europaflüge von Iberia.

Am Terminal T4s stehen die Langstreckenflieger von Iberia und von Latam.

Es gibt nach der Sicherheitskontrolle ziemlich viele Geschäfte für Klamotten, meistens die üblichen bekannten spanischen und internationalen,  eher teureren Marken.

Zudem viele Geschäfte, wo man spanische Spezialitäten kaufen kann, Serranoschinken, Manchegokäse, Alkoholika, den üblichen Duty Free Nippes.

Im T4 gibt es einen offiziellen Merchandisingladen von Real Madrid (Hala Madrid!).

Zudem die üblichen Verdächtigen aus dem Fastfoodbereich wie McDonalds oder auch Starbucks. Mit anderen Worten: Eine grosse Auswahl, verhungern kann man dort nicht.

Ich finde es zuweilen etwa schwierig in T4 oder T4s, einfach mal eine kleine Flasche Cola oder ein Wasser zu kaufen, ohne dass ich in eine der vielen Restaurants gehen muss.  Auch die Geldautomaten sind zuweilen etwas versteckt, es gibt aber genügend für diejenigen, welche aus Südamerika zurück kommen und Euro benötigen.

Fazit: Stopover in Madrid

Ich hoffe, du findest in diesem Reisebericht genug Information, um dir ein Bild machen zu können. Wer noch Fragen zu Madrid oder dem Flughafen hat, kann gerne die Kommentare nutzen oder mir eine Email senden.

Wenn ich nach Lateinamerika fliege, wähle ich mittlerweile fast automatisch Madrid als Umsteigeflughafen aus, weil Barajas wirklich gut funktioniert und angenehm für Reisende ist. Madrid als Stadt ist ebenso immer einen Trip wert, und es gibt nur einen Weg für dich, herauszufinden wieso: Hinfahren!

DC Loew
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DC Loew

DC Loew ist Reiseblogger auf planetenreiter.de und berichtet von seinen Reisen im Speziellen, über das Leben und das Reisen im Allgemeinen sowie über Afrika, Lateinamerika, Safari, UNESCO Welterbestätten und naturnahes und individuelles Reisen im Besonderen. Zudem fotografiert er gerne und liebt die Exotik: Ob Offenbach oder die Osterinsel - los gehts!
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